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Deutsche Telekom Glasfaser-Modem 2 gegen AVM 5590 Fiber Provider-ONT versus Fiber-Fritzbox

Von Dr. Harald Karcher 10 min Lesedauer

Nimmt man das vom Provider bevorzugte Glasfaser-Modem alias ONT, und hängt einen beliebigen Router per LAN-Kabel dahinter? Das ist unkompliziert! Oder sollte man die schnelle Faser direkt in einen Spezial-Router mit eigenem Fiber-Modem stecken? Dann muss man beim Provider um Freischaltung des Routers bitten. Manchmal sogar betteln. Wir haben Gründe für und gegen beide Lösungen gesammelt.

Das Telekom Glasfaser-Modem 2: dieses Gerät realisiert bei Telekom-Kunden standardmäßig den optischen Netzabschluss – es könnte aber auch durch einen Router mit integriertem Glasfaser-Modem ersetzt werden.(Bild:  Harald Karcher)
Das Telekom Glasfaser-Modem 2: dieses Gerät realisiert bei Telekom-Kunden standardmäßig den optischen Netzabschluss – es könnte aber auch durch einen Router mit integriertem Glasfaser-Modem ersetzt werden.
(Bild: Harald Karcher)

In vielen Häusern laufen schon Glasfaser-Leitungen vom Gehsteig in den Keller. Dort werden die Überlängen in einem Plastikkasten aufgerollt, den viele Provider gerne HÜP nennen, alias Hausübergabepunkt. Oder APL, alias Abschlusspunkt Linientechnik. Oder Gf-TA, für Glasfaser-Teilnehmeranschluss.

Hinter diesem HÜP sitzt in den meisten Fällen das vom Provider bevorzugte Glasfaser-Modem. Es wird auch gerne ONT genannt, alias Optical Network Termination. In Mehrfamilienhäusern wird die Glasfaser hinter dem HÜP noch über Gf-Zwischenverteiler bis in jede Wohnung geführt. Doch auch dort hängen viele Provider lieber einen eigenen ONT an die Wand, anstatt Fiber-Fritzboxen direkt in Ihr Glas-Netz hereinzulassen.

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ONT gut für Provider und Kunden

Die meisten Glasfaser-Internet-Provider wollen ihr schnelles Glas-Netz in einem eigenen ONT-Modem enden lassen, damit sie die volle Kontrolle und eine klare Verantwortung bis zu diesem Netz-Abschluss-Punkt haben. Das ONT-Kästchen kann auch schon vor Auslieferung an den Kunden mit den gebuchten Diensten (Internet, Speed, Telefonie, TV) konfektioniert werden. Bei einer Störung kann der Provider die Glasstrecke aus der Ferne bis in den ONT hinein durchmessen, ohne die Geräte des Endkunden, etwa eine Fritzbox, penetrieren zu müssen. Und auch bei einem Defekt am ONT ist klar: Der Lieferant haftet, und sorgt für Ersatz. Will man dagegen das Modem einer Fiber-Fritzbox als „Netzabschluss“ verwenden, dann werden Haftung und Zuständigkeiten viel komplizierter.

DSL-Boxen hinter einem Provider-ONT

Im Prinzip kann man jeden vorhandenen (WLAN-)Router per LAN-Kabel mit dem LAN-Port des ONT verbinden und so dessen Internet abgreifen. Im Fritzbox-dominierten Deutschland ist das oft eine gebrauchte, übrige DSL-Fritzbox. Wobei dann deren DSL-Modem arbeitslos wird, aber der ganze Rest der Box wie WLAN, Telefonie und Smarthome weiterläuft.

Hat der Enduser eine 1000-Megabit-Glasfaser, dann darf es gerne eine jüngere DSL-Box wie die 7590 AX sein, damit sie dank WiFi-6 den Speed auch voll in der Luft verteilen kann. Oder potente Mitbewerber von A wie Asus bis Z wie Zyxel.

Spendiert der Glasfaser-Anschluss jedoch nur 100 Megabit, dann reicht im Prinzip sogar eine gebrauchte 7390 hinter dem ONT, die dank WLAN-11n ja auch schon bis zu 300 MBit/s Brutto und 150 MBit/s Netto durch die Luft funken kann. Will man auch noch ISDN-Geräte betreiben, dann kann eine alte 7390 aus 2010 sogar wertvoller sein als eine 7590 AX aus 2024, weil letztere gar keine ISDN-Ports mehr hat.

Kabel-Boxen hinter einem Provider-ONT

Genau so einfach schließt man gebrauchte Kabel-Fritzboxen wie 6360, 6490, 6590, 6591, 6660 oder 6690 per LAN-Kabel an den ONT an. Dann wird der Strom für das verbaute DOCSIS-Kabel-Modem halt umsonst verbrannt, weil man es nicht gesondert abschalten kann. Ansonsten gilt für alle DSL- und Kabel-Boxen: Die Jüngeren sind in vielen Aspekten besser und schneller geworden: WLAN, USB, NAT, VPN, GUI-Speed.

Modem-lose 4020, 4040, 4060 hinterm ONT

Die Modem-losen FRITZ!Boxen 4020, 4040 und 4060 waren schon immer für den Betrieb hinter einem separaten DSL-, Kabel- oder Fiber-Modem konzipiert. Vor allem die CPU-starke 4060 gehört neben der 5590 Fiber und der 6690 Cable zu den schnellsten und besten Fritzboxen überhaupt. Deshalb ist sie besonders gut als WLAN-Router hinter einem schnellen Glasfaser-ONT mit 1000 MBit/s oder mehr geeignet. Die 4060, die 5590 und die 6690 haben sogar einen 2,5 GbE LAN-WAN-Port, der Netto-Spitzen des ONT auch oberhalb von 1000 MBit/s durchlässt. Das 1000er-Telekom-Glas-Internet etwa liefert oft Spitzen bis 1150 MBit/s. Ansonsten verspricht auch die 4020 aus dem Jahre 2015 schon WLAN-11n bis zu 450 MBit/s Brutto, was zur Verteilung eines 100-MBit/s-Glas-Internets gut reichen würde.

Telekom Glasfaser-Modem 2 Innenleben

Den Aufbau eines ONT erklären wir am Glasfaser-Modem 2 der Deutschen Telekom. Von oben gesehen (siehe Bildergalerie) sitzt, von links, eine grüne Glasfaser-Buchse, ein blauer 2,5 GbE LAN-Ethernet-Port, ein Reset-Taster und eine Strom-Eingangs-Buchse.

Zum Lieferumfang gehört zudem: Ein weißes Glasfaserkabel des weit verbreiteten Typs Optical Cable G.657A2 mit zwei grünen Steckern an den Enden. Ein CAT.6-LAN-Kabel und ein Netzteil mit einem Output von 12 Volt und 0,5 Ampere, also 6 Watt.

Dazu kommt eine Wandhalterung mit einem runden Kabelkanal zum Aufrollen eventueller Glasfaser-Überlängen plus zwei Plastikstutzen zum Einhängen des ONT-Kästchens. Auf der Rückseite des ONT ist eine Modem-ID aufgedruckt, die man zum Freischalten des ONTs bei der Telekom benötigt. Und im Inneren des ONT-Modems sitzt unter anderem ein Bauteil, das optische Signale aus der Glasfaser kommend in elektrische Signale für den Weitertransport des Internets via LAN-Kupfer-Kabel umwandelt.

ONT am 2,5-GbE-WAN-Port einer 6660

Stecken wir das LAN-Kabel vom Modem kommend in den 2,5 Gigabit-WAN-LAN-Port der Fritzbox 6660, dann sehen wir tatsächlich eine Link-Rate von 2,5 Gigabit an der Fritzbox anliegen. In dieser Schaltung hat das Modem 3,71 bis 3,79 Watt aus der 230 Volt Dose gezogen, ein halbes Watt mehr als am 1-Gigabit-Port.

Warum sind diese Strom-Werte relevant? Ja klar, weil so ein Modem in der Regel halt 365 Tage jeweils 24 Stunden an der Steckdose hängen dürfte. Bei weiteren Messungen an 10-Gigabit-Routern ging der Modem-Link-Speed nicht weiter hoch. Das heißt, das neue Glasfaser-Modem-2 der Deutschen Telekom hat tatsächlich einen 2,5-Gigabit-LAN-Port, der sich auf Gegenstellen mit 10, 100, 1000 und 2500 Megabit einstellen kann.

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Glasfaser-Update FRITZ!OS 7.80

AVM hat am 21.12.2023 einen, ZITAT: „Release Candidate für das kommende Glasfaser-Update FRITZ!OS 7.80 und Anwender der Modelle FRITZ!Box 5590 Fiber, 5530 Fiber, FRITZ!Box 7590 AX und 7530 AX“ veröffentlicht.

Wie bitte: Ein Glasfaser-Update, auch für die 7590 AX und 7530 AX? Diese beiden sind doch definitiv DSL-Boxen! Voila: Das Software-Update 7.80 soll die Einrichtung dieser DSL-Fritzboxen an einem Glasfasermodem alias ONT deutlich vereinfachen, so die AVM-PR. Zudem soll es die Geschwindigkeit zwischen dem LAN-1-WAN-Port der Fritzbox und dem Glasfasermodem auf der Startseite der Fritzbox anzeigen. Außerdem soll es ein paar weitere Verbesserungen für stabile und sichere Verbindungen bringen.

Fiber-Boxen brauchen keinen ONT

Wer schon eine Fiber-Fritzbox hat, braucht kein externes ONT-Kästchen, also auch kein Telekom Glasfaser-Modem 2. Es sei denn, der Glasfaser-Provider weigert sich, so eine moderne Fiber-Fritzbox direkt an sein Glasfasernetz heranzulassen. Was er wegen der Routerfreiheit zwar eigentlich nicht darf, aber im echten Leben doch immer wieder passiert. Allerdings hört man immer öfter, dass Provider sich auch kooperativ zeigen.

Idealerweise führt man die Glasfaser vom HÜP im Keller dann ohne Medienbruch und ohne LAN-Kupferstrecken direkt bis in eine Glasfaser-Teilnehmer-Anschlussdose in der Wohnung eines EFH. Bei größeren Mehrfamilienhäusern können zwischen dem HÜP im Keller und den vielen einzelnen Gf-TA in den Wohnungen noch einige Gf-GV (Gebäudeverteiler) sitzen.

Bei einer nachträglichen Verlegung von Glasfaser-Kabeln kann man zwar versuchen, alles mit vorkonfektionierten Gf-Patchkabeln samt Gf-Stecker an beiden Enden zu bewerkstelligen. Wenn die fertig montierten Gf-Stecker dann zu dick sind, um durch vorhandene Leerrohre hindurchzupassen, muss man sie jedoch selber spleißen, auf Deutsch: anschweißen. Wie das geht, zeigt ein Video des Autors mit dem Titel: „Wie kommt die Glasfaser vom Keller ins OG? Miller Zange, Kevlar Schere, Fiber Cleaver, Laser Checker“

Momentan ist das Knowhow für die Verlegung von LAN-Kabeln noch viel weiter verbreitet als für Glasfaserkabel. Zur LAN-Verlegung braucht man Crimpzange, Schraubendreher, Cuttermesser und einen Seitenschneider, in Summe etwa 30 bis 50 Euro. Gute Glasfaser-Spleißgeräte (Fiber Cleaver) dagegen kosten eher 1.000 bis 10.000 Euro. Bei sporadischem Einsatz kann man sie allerdings auch mieten.

Lässt man sich davon nicht abschrecken, sprich fast alles für einen reinen Glasfaser-Anschluss, ohne ONT, ohne Medienbrüche, und für eine Fiber-Fritzbox.

Die 5590 und 5530 haben ein eigenes Glasfaser-Modem intern verbaut und brauchen daher kein externes ONT-Modem: Die 5590 für Provider kommt mit einem SFP-XGS-PON-Modul bis 10 GBit/s. Bei der 5590 für Händler und deren Endkunden und bei der 5530 liegen je zwei SFP-Module für GPON bis 2,5 GBit/s und AON bis 1 GBit/s in der Schachtel.

Demnächst müsste dann auch endlich mal die 5690 Pro mit zwei (!) internen Modems für DSL bis 300 MBit/s und für Glasfaser bis 2,5 GBit/s lieferbar werden – vorgestellt wurde sie ja jetzt endlich auf dem jüngst zu Ende gegangenen Mobile World Congress 2024. Sowie die 5690 XGS für Glasfaser bis 10 GBit/s. Beide Glasfaser-Boxen sollen dann auch WiFi-7 können. Und sie benötigen eben KEIN externes ONT-Modem.

Modem-ID der Fiber-Fritzboxen

Genau wie ein ONT hat auch die Fiber-Fritzbox eine Modem-ID zur Freischaltung beim Gf-Provider. In Foren kam die Frage auf, ob diese ID nun in den SFP-Modulen, auf dem Fritzbox-Motherboard oder in beidem hinterlegt sei. Läge sie in den SFP-Modulen, dann könnte man die Fritzboxen dahinter nämlich lustig durchwechseln, 5530, 5590, 5690, ohne jedes Mal wieder beim Gf-Provider um erneute Freischaltung zu betteln.

Dazu AVM-Pressechefin Doris Haar: „Das SFP-Modul wandelt nur elektrische in optische Signale um, alles andere macht die FRITZ!Box bzw. findet auf der Platine statt. Für PON bedeutet dies: Die Modem-ID gehört immer zur FRITZ!Box. Das SFP-Modul hat damit nichts zu tun. Das bedeutet auch, wenn ein SFP-Modul verschmutzt wird, kaputt geht etc. kann ich es einfach, unbemerkt vom Netz, wechseln. Es bedeutet jedoch auch, dass beim FRITZ!Box-Wechsel, das neue Gerät beim Netzbetreiber erneut registriert werden muss. Denn die Modem-ID gehört zur FRITZ!Box.“

Tatsächlich ist die Modem-ID auch am Boden der Fiber-Fritzboxen aufgedruckt, aber nicht auf den beiliegenden SFP-Modulen.

Der ONT braucht ständig Strom

Der optische Netzabschluss, der ONT, braucht ständig Strom. Das ist im Prinzip eine Strom-und-CO2-Verschwendung, sofern man schon eine Fritzbox hat, die direkt an der Glasfaser arbeiten kann, etwa eine 5590 Fiber. Neben der überflüssigen Umweltbelastung stellt sich oft die Frage: Wer zahlt den Strom für den ONT? Der Internet-Provider, der Hausbesitzer, der Wohnungs-Mieter, der Glasfaser-Kunde?

Glasfaser an Fritzbox erlaubt, aber unerwünscht

Trotz aller Argumente gegen den Strom-fressenden ONT ist es vielen Glasfaser-Providern in Deutschland gar nicht recht, wenn der Kunde seine Fritzbox direkt an das Glas verbinden will. Aber (fast) kein Provider will darüber reden.

Martin Herkommer, Leiter Strategische Geschäftsentwicklung bei der Deutschen GigaNetz GmbH, lässt sich im Interview wenigstens den Grund entlocken: „Den ONT könnte man sich sparen, theoretisch, von der Technik her. Das hat aber einen Nachteil: man muss dann jedes Mal, wenn man eine andere Fritzbox haben will, erstmal die Nummern alle durchgeben, in den Systemen hinterlegen, damit die Provisionierung, also die Freischaltung der Dienste, wieder funktioniert. Es ist erlaubt, wenn jemand es will, aber anders ist es einfacher für den Kunden, und es ist einfacher für uns. Dann kann das einfach eingesteckt werden, und dann läuft die Konfiguration.“

Herkommer sieht noch einen weiteren Vorteil für den ONT: Er ist „speziell auf die Technik abgestimmt, die in den Verteiler-Stationen, in den Netzwerk-Stationen, verwendet wird. Deswegen ist es auch einfacher, den Service zu machen, das heißt: Wenn der Kunde eine Störung hat, kann man problemlos gucken: Funktioniert der ONT, oder funktioniert er nicht? Wenn der ONT funktioniert, dann liegt's irgendwo an der Fritzbox, an der Verkabelung dazwischen. Wenn der ONT nicht funktioniert, dann gibt's immer noch den Trick, der fast immer funktioniert: Erst mal eine Minute ausstecken, wieder einstecken, gucken, ob es dann funktioniert? Auch da kann es passieren, dass sich die Software mal aufhängt. Aber wenn der dann weiterhin nicht funktionieren würde, dann wäre irgendwo auf dem optischen Weg eine Störung.“ berichtet Herkommer aus der Praxis.

Darf der Provider in die Fritzbox schauen?

Darf der Provider bei Störungen auch in die Fritzbox schauen, falls sich der Kunde gegen den ONT sträubt? Herkommer bleibt keine Antwort schuldig: „Ja, dafür gibt's abgeschirmte Bereiche, auch in der Fritzbox. Das ist auch extra so gemacht, dass es einen Bereich gibt, auf den der Netzbetreiber Zugriff hat. Insbesondere wenn der Netzbetreiber diese Fritzbox liefert. Wenn sie der Kunde natürlich selber im Geschäft gekauft hat, dann muss er mir tatsächlich die Erlaubnis geben, damit ich überhaupt drauf schauen darf. Da brauche ich sozusagen das Einverständnis, weil, es ist ja sein Eigentum. Aber das muss er natürlich in dem Moment geben, zumindest für diesen Anschlussteil,“ sagt Herkommer.

Es gibt also verständliche Gründe, die Glasfaser bis auf weiteres schon im ONT, also meist im Keller, enden zu lassen. Der Rest der Wohnung oder des Hauses wird dann meist per LAN-Kabel vernetzt und versorgt. Derweil geht Huawei schon einen Schritt weiter und startet Produkte für Glasfaser bis in jedes Zimmer.

FTTR-Glasfaser in jedes Zimmer

FTTR steht für Fiber-to-the-Room. Auf Deutsch: bis in jeden Raum. Zu diesem Zweck hat Huawei eine zukunftsweisende Produktpalette vorgestellt. Dazu gehören sehr flexible, weiße Glasfaser-Kabel, die man selbstklebend in Ritzen verlegen und mit Dispersionsfarbe überstreichen kann. Dazu kommt eine Palette passender Endgeräte, die alle direkt für die Glasfaser geeignet sind.

Fazit: Glasfaser kommt, mit oder ohne ONT

Beim Ausbau von Glasfaser-Internet-Anschlüssen steht Deutschland in der Welt, aber auch in Europa, noch auf einem der hinteren Plätze. Die Aufholjagd hat aber begonnen und die Hoffnung stirbt zuletzt, dass die energiesparende Glasfaser bald stromfressende Kupfernetze für DSL- und Kabel-Internet ablösen wird.

Dass der bei Providern sehr beliebte ONT das Laser-Internet im Keller meist noch in Strom-Impulse für Kupferkabel zurück verwandelt, ist Energie-politisch ein krasser Schönheitsfehler. Vermutlich ist es aber nur eine Frage der Zeit, bis lückenlose Glasfasernetze sich durchsetzen: Vom Internet-POP bis in die Wohnung, bis in den WLAN-Router, bis in die Fiber-Fritzbox, und irgendwann auch bis in jedes Zimmer. Und zwar ganz ohne ONT.

Derweil bevorzugen aber viele Provider (nicht alle) den Netzabschluss in ihrem eigenen ONT-Modem, aus vielen guten Gründen. Dann muss der Kunde oft brav betteln, um seinen Anspruch auf die Router-Freiheit im echten Leben durchzusetzen. Ist es das alles wert, nur um am Ende eine Fiber-Fritzbox im Haus zu haben?

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