PON-Upgrade auf symmetrische 10G-Geschwindigkeiten

Nokia erweitert Glasfaserportfolio

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Nokias universelle PON-Lösung wurde bereits im Vorjahr vorgestellt. Auf dem Bild zu sehen ist noch ein Gerät mit dem Branding des übernommenen Anbieters Alcatel-Lucent.
Nokias universelle PON-Lösung wurde bereits im Vorjahr vorgestellt. Auf dem Bild zu sehen ist noch ein Gerät mit dem Branding des übernommenen Anbieters Alcatel-Lucent. (Bild: Nokia)

Nokia erweitert seine universelle PON-Lösung: Höhere Portdichten sollen die Kosten pro Anschluss reduzieren, SDN/NFV-basierte Funktionen die Installation und Wartung vereinfachen.

Bereits im Vorjahr hatte Nokia eine universelle PON-Lösung vorgestellt, mit der Netzbetreiber Glasfaserplattformen sukzessive aufrüsten können. Jetzt stockt der Hersteller sein Angebot weiter auf, liefert Netzbetreibern auf Wunsch höhere Portdichten – und senkt damit die Kosten pro Anschluss.

Zudem wirbt Nokia mit SDN/NFV-basierten Funktionen (Software-Defined Networking/Network Functions Virtualization), die Installation und Wartung vereinfachen. Schließlich erhielten Netzwerkbetreiber mehr Flexibilität beim Ausrollen optischer Netzanschlüsse und könnten reibungslos auf symmetrische oder asymmetrische 10G-Geschwindigkeiten upgraden. Kunden haben dabei die Wahl zwischen kosteneffizienter XGS-PON-Technologie, die mit nicht-abstimmbaren Wellenlängen (non-tunable optics) arbeitet, und TWDM-PON mit wellenlängen-abstimmbaren Optiken (tunable optics).

Folgende Angebote macht Nokia im Detail:

  • Im Praxisbetrieb getestetes XGS-PON / dual rate TWDM-PON, das es Anbietern ermöglicht, 10G-Dienste kostengünstig und basierend auf nicht-abstimmbaren Optiken anzubieten – sowie später auf wellenlängen-abstimmbares TWDM-PON zu migrieren.
  • Erweiterte ONT-Familie – Verschiedene ONT-Lösungen, die mit XGPON1, XGS-PON oder TWDM-PON arbeiten und Anbietern dabei helfen, 10Gbit/s-Zugänge zu den jeweils niedrigsten Kosten zu installieren.
  • Access Controller – Cloud-basierter Controller, der die Installation, Instandhaltung und Weiterentwicklung von Zugangstechnik automatisiert und vereinfacht, und zwar in traditionellen, SDN- oder hybriden Management-Umgebungen. Der Controller hat eine zentrale Rolle inne, da er Wellenlängen und Lastverteilung über die Kanäle managed.
  • 7362 ISAM DF-16 – Ein Zugangsknoten mit kleinen Abmessungen, der sowohl GPON als auch PON-Technologien der nächsten Generation unterstützt und Netzbetreibern einen effektiven Glasfaserausbau in Regionen mit geringer Nutzerdichte ermöglicht.
  • PON Einsteckkarte der nächsten Generation mit acht Ports – Erlaubt es Netzbetreibern, mehr XGPON1-, XGS- oder TWDM-ONT-Anschlüsse anzubinden und dadurch die Kosten zu reduzieren.
  • Wellenlängen Multiplexer mit integriertem Co-Existenz-Element – Für eine Ende-zu-Ende-Lösung, die es Anbietern erlaubt, dem genutzten System Wellenlängen einer weiteren Systemvariante wie XGS-PON und TWDM-PON hinzuzufügen. Für eine Erweiterung fallen damit nur schrittweise Kosten an und die Ausfallzeit des Dienstes während der Aufrüstung ist minimal.

Federico Guillén, Präsident von Nokias Festnetzsparte, kommentiert: „Nokia ist führend bei Innovationen für Glasfasernetze der nächten Generation – zunächst mit TWDM-PON und nun auch mit XGS-PON. Die Ergänzungen unseres PON-Portfolios machen es für Anbieter einfacher und kostengünstiger, ihre bestehenden Glasfasernetze passend zur Nachfrage auszubauen.“

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