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NaaS bei Cancom und Axians Network as a Service: ohne Vertrauen geht es nicht

Von Sylvia Lösel

Es gibt viele Gründe dafür, auf NaaS zu setzen. Was Kunden wünschen und wie Dienstleister an die Sache herangehen, erzählen die Netzwerk-Spezialisten von Cancom und Axians.

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Vertrauen in den Dienstleister ist das höchste Gut, wenn es um NaaS geht.
Vertrauen in den Dienstleister ist das höchste Gut, wenn es um NaaS geht.
(Bild: pict rider - stock.adobe.com)

Der Zugang zu neuen Technologien wird von 72 Prozent der IT-Führungskräfte als einer der vier wichtigsten Gründe für Netzwerkinvestitionen genannt. Dicht gefolgt von der Netzwerksicherheit (70 %), der Aktualisierung des Netzwerks (60 %) und der Erfüllung der Wachstumsziele des Unternehmens (57 %). Das ist das Ergebnis einer HPE-Aruba-Studie. Für 75 Prozent der Unternehmen ist skalierbare Flexibilität des Netzwerks, je nach Geschäftsanforderung, ein wichtiges Element. Und der Zugang zu einem „24/7-Betriebszentrum“ ist ebenfalls für viele ein attraktiver Grund, auf NaaS zu setzen.

Denn angesichts einer angespannten Personallage sehen sich Unternehmen zu dieser Leistung außer Stande. „Und selbst wenn sie Fachkräfte haben, können diese nicht fortwährend Innovation ins Unternehmen bringen und gleichzeitig den wachsenden betrieblichen Anforderungen entsprechen. Wer einen Dienstleister ins Boot holt, dann auch, damit dieser für Innovation und betriebliche Stabilität sorgt, erklärt Christoph Bünnemeyer, Leiter Managed Services bei Axians Networks & Solutions. Ähnlich formuliert es Alexander Ernst, Director Network & Communication bei Cancom: „Wir reden inzwischen nicht nur mit der IT, sondern auch verstärkt mit Ansprechpartnern, die eine Lösung für eine konkrete Aufgaben- oder Problemstellung suchen. Also beispielsweise mit dem Einkaufsleiter, der für seinen Supermarkt ein sicheres Kunden-WLAN benötigt.“

Wenn es darum geht, Geschäftsanforderungen in technische Richtlinien umzusetzen, vertrauen IT-Profis zwei- bis dreimal häufiger einem Systemintegrator oder ihrem internen IT-Personal als einem NaaS-Anbieter. Dies unterstreicht die Tatsache, dass Organisationen nicht nur nach einer NaaS-Lösung suchen, sondern auch nach Unterstützung durch einen vertrauenswürdigen Berater.

Global Networking Trends Report 2020, Cisco

Serviceleistung ist entscheidend

Welche Hersteller dabei an Bord sind, spielt für NaaS-Kunden eine untergeordnete Rolle, sind sich beide Manager einig. „Kunden interessiert vorrangig die Serviceleistung“, so Ernst. Und so geht auch Axians nicht mit einem technischen Ansatz in die Kundengespräche, „sondern wir wollen den Kunden verstehen, seine Herausforderungen identifizieren und dann die passende Lösung anbieten“, erläutert Bünnemeyer. Dabei hatte der Dienstleister, als er vor einigen Jahren mit As-a-Service-Modellen startete, zunächst SD-WAN, WLAN und LAN im Sinn. Schnell kamen dann Collaboration, Datacenter und Security-Services hinzu. „Aktuell hören wir von vielen Kunden, dass sie Ausschau nach Backup-as-a-Service halten“, beschreibt Bünnemeyer die neue Erweiterung des Portfolios.

Komplexität für den Kunden reduzieren

Cancom ist in den klassischen Feldern WLAN und Netzwerk-Infrastruktur unterwegs. SD-WAN sei ein separates Feld und ein eigenständiges Portfolio welches aber eng mit NaaS integriert werden kann, erklärt Ernst. Denn dafür verlasse man die Infrastruktur eines Gebäudes und benötige beispielsweise zusätzlich Provider-Verträge, welche Cancom im WAN-Portfolio integriere, zieht Ernst die Grenze. Gleiches gelte auch für 5G, das in der Private-5G-Ausprägung in Deutschland bislang noch nicht wirklich Fahrt aufgenommen habe. Axians steckt bei 5G bislang auch erst in einigen wenigen Kundenprojekten, wie beispielsweise bei Hafen- oder Flughafenbetreibern. „Unser technisches Knowhow und unsere flexible Partnerlandschaft versetzen uns in die Lage, serviceorientierte Lösungen zu betreiben und gleichzeitig die Komplexität für den Kunden zu reduzieren“, beschreibt Bünnemeyer die Herausforderung. Ähnlich läuft es bei Cancom. „Wir arbeiten bei NaaS mit Cisco und HPE Aruba zusammen“, sagt Ernst und führt weitere Gründe dafür an, auf klassische Anbieter zu setzen. „Man braucht Hersteller, die eine gewisse Markt- und Technologierelevanz haben, die schnell und zuverlässig Ersatzteile liefern können und selbst über eine zuverlässige Servicestruktur verfügen.“

Die Zukunft gehört NaaS

Ohnehin ist Standardisierung das Mittel der Wahl, will man mit dem vorhandenen Personal eine möglichst große Zahl an Kunden bedienen. „Automatisierung und Skalierung sind für uns elementar“, bestätigt Ernst. „Individualität ist nur in einem begrenzten Umfang sinnvoll – und sie kostet viel Geld“. Einen Unterschied zum Mitbewerb sieht Ernst darin, dass NaaS bei ihnen kein adaptiertes Leasingmodell sei, sondern ein gesamtheitlicher Ansatz. „Der Kunde hat bei uns nur einen Vertrag und bekommt eine Rechnung – und im Betrieb eine Transparenz über Self-Service-Portale für ein Co-Management, wenn er dies möchte“, erklärt er. „Aber unabhängig von allem anderen funktioniert NaaS nur unter einer Bedingung: dass Kunden Vertrauen in den Dienstleister haben.“ „Und“, ergänzt Bünnemeyer, „dass die Daten in Europa liegen“.

Für beide ist klar, dass NaaS die Zukunft gehört. Die Kombination aus weniger Fachkräften, höheren Anforderungen und komplexeren Netzwerken, gepaart mit Security-Bedarf, lässt Kunden das Bezugsmodell immer attraktiver erscheinen.

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