Kampf den Standard-Routern der Kabel-Anbieter

Internet per Kabel mit der AVM Fritz!Box 6590 Cable

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Andreas Donner

Für Kabelnetz-Kunden gibt es beim Betrieb eines eigenen Routers einiges zu beachten. Wir zeigen am Beispiel der Fitz!Box 6590 Cable, was.
Für Kabelnetz-Kunden gibt es beim Betrieb eines eigenen Routers einiges zu beachten. Wir zeigen am Beispiel der Fitz!Box 6590 Cable, was. (Bild: AVM)

Die Standard-Kabel-Router der verschiedenen Kabel-Anbieter haben meist keinen guten Ruf und bieten häufig auch wenig Funktionen. Von AVM gibt es mit der Fritz!Box 6590 Cable ein Gerät, mit dem sich das Internet via Antennenkabel so nutzen lässt, wie mit DSL-Geräten von AVM. Wir zeigen was dabei zu beachten ist.

Wenn Anwender einen eigenen DSL-Router verwenden wollen, ist das bei DSL-Verträgen nicht sehr kompliziert. Im Gerät werden einfach die Zugangsdaten für den Internet- und oder Telefonievertrag angegeben, und nachdem sich das Gerät mit DSL synchronisiert hat, findet über diese Anmeldedaten eine Verbindung zum Internet statt (siehe Abbildung 1).

Verbindung zum Internet über das Antennenkabel

Wenn ein eigener Kabel-Router zum Einsatz kommen soll, muss der Kabel-Anbieter jedoch im Vorfeld darüber informiert werden. Denn im Gegensatz zu DSL, reicht es beim Internet via Antennenkabel nicht aus, einfach die Zugangsdaten im Router anzugeben. Hier ist es zusätzlich notwendig, dass der Kabel-Anbieter die MAC-Adresse des Gerätes erhält. Diese MAC-Adresse wird beim Kabel-Anbieter hinterlegt. Erst dann ist eine Verbindung mit dem Internet von diesem Gerät aus möglich. Die MAC-Adressen stehen auf einem Aufkleber auf dem Gerät sowie in der Fritz!Box-Oberfläche bei „Internet\Zugangsdaten“ (siehe Abbildung 2).

Für eine erfolgreiche Verbindung muss dann noch das Kabel des Anschlusses mit der Rückseite der Fritz!Box verbunden werden. Hier befinden sich auch die Anschlüsse für Telefone sowie vier LAN-Ports. Über diese Netzwerkanschlüsse kann die Fritz!Box mit dem Netzwerk oder Repeatern bzw. Access Points verbunden werden.

Internetleistung überprüfen

Wie bei DSL-Fritz!Boxen zeigt auch die Fritz!Box 6590 Cable die Leistung der Internetleitung an. Diese ist über „Internet\Kabel-Informationen“ zu sehen. Auf der Registerkarte „Übersicht“ werden allgemeine Informationen angezeigt sowie Daten zum Frequenzband. Hier ist zu sehen, ob die Fritz!Box erfolgreich mit dem Kabelnetz verbunden ist. Auch die MAC-Adresse wird hier angezeigt, die für die erfolgreiche Verbindung zum Kabelanbieter notwendig ist.

Profis erhalten über die Registerkarten „Kanäle“ und „Statistik“ weitere Informationen zur Verbindung mit dem Kabelnetzwerk. Auf der Registerkarte „Einstellungen“ (siehe Abbildung 3) sollte nichts verändert werden. Teilweise kann es sein, dass der Kabel-Techniker des Anbieters hier die Startfrequenz anpassen muss.

Wie bei DSL-Leitungen ist auch hier im Bereich des „Online-Monitor“ zu sehen, ob die Verbindung zum Kabel-Netzwerk funktioniert und wie die aktuellen Down- und Uploadraten aussehen. So lässt sich erkennen, ob eine Internetleitung prinzipiell funktioniert und wie stark diese aktuell ausgelastet ist.

DVB-C mit der Fritz!Box 6590

Viele Anwender nutzen die Kabel-Verbindung nicht nur für das Internet, sondern auch für Kabel-TV. Auch hier lassen sich Einstellungen in der Fritz!Box 6590 vornehmen. Dazu steht der Menüpunkt „DVB-C“ mit seinen verschiedenen Unterpunkten zur Verfügung (siehe Abbildung 4).

Im Menüpunkt „Live-TV“ werden Informationen zu den Programmen angezeigt, die aktuell im Heimnetzwerk genutzt werden. Mit „Sendersuchlauf“ lassen sich Sender aus dem Kabel-Netzwerk über die Fritz!Box im Heimnetzwerk integrieren (siehe Abbildung 5). Die jeweilige Senderliste ist über „Sendeliste“ zu sehen. Hier wird zwischen HD, SD und Radio-Sendern unterschieden.

Um Probleme beim TV-Empfang mit der Fritz!Box über Kabel zu beheben, dient der Menüpunkt „Spektrum“ (siehe Abbildung 6).

Telefonie über Kabel-Internet

Neben Internet und TV können Anwender über Kabel-Internet auch telefonieren. Dazu müssen in der Fritz!Box-Oberfläche zunächst über „Telefonie“ die Rufnummern eingetragen werden, die genutzt werden sollen. Wie bei DSL-Anschlüssen ist es auch hier notwendig, den Anbieter sowie dessen Zugangsdaten für die Telefonie auszuwählen. In der Weboberfläche sind alle verfügbaren Kabel-Anbieter vorhanden.

Problembehebung der Kabel-Verbindung

Wenn das Internet oder die TV-Verbindungen zum Kabel-Netzwerk nicht funktionieren, kann eine kurze Diagnose über die Fritz!Box Licht ins Dunkel bringen. Hier hilft der Menüpunkt „Diagnose\Funktion“. Über die Schaltfläche „Starten“ testet die Fritz!Box alle relevanten Funktionen und zeigt Probleme an (siehe Abbildung 7). Ob die Internetverbindung funktioniert, ist aber auch über den Menüpunkt „Internet“ verfügbar.

Ab der Version 6.90 seines Fritz!OS bietet AVM vor allem für seine neueren Topmodelle ab Fritz!Box 7490/7590 mehr Leistung und Sicherheit. Vor allem die Verwaltung von WLANs wurde verbessert. Für die Fritz!Box 6590 Cable ist diese Version aktuell noch nicht verfügbar. AVM will aber auch für das Kabel-Topmodell die Funktionen nachrüsten, die Fritz!OS 6.9x bietet – wie bspw. WLAN-Mesh – (siehe Abbildung 8).

Neben den neuen Funktionen soll Fritz!OS vor allem die Stabilität von AVM-Geräten verbessern, aber auch die Kommunikation zwischen verschiedenen Geräten von AVM und anderer Hersteller. Auch Probleme mit Portfreigaben im Fritz-Netzwerk gehören ab Version 6.90 der Vergangenheit an.

Im Fokus von Fritz!OS 6.90 stehen vor allem die neuen WLAN-Mesh-Funktionen im Vordergrund. Bei diesen Netzwerken synchronisieren die verschiedenen Repeater und der WLAN-Access-Point ihre Einstellungen miteinander.

Funktioniert etwas nicht mehr, können die Werkseinstellungen der Fritz!Box geladen werden. Dabei werden alle Einstellungen zurückgesetzt. Die entsprechende Option ist bei „System\Sicherung“ auf der Registerkarte „Werkseinstellungen“ zu finden (siehe Abbildung 10)

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