Die Fraunhofer-Institute IIS, EMFT und AISEC haben einen Sicherheitschip auf RISC-V-Basis entwickelt, der vernetzte Geräte besser absichern soll. Das Secure Element setzt auf Open-Source-Hardware und unterstützt Post-Quanten-Kryptografie.
Das ist das System aus Deutschland, das Europa in Sachen Cybersicherheit bei vernetzen Geräter aller Art Souveränität und Transparenz geben soll: Das Fraunhofer-„RISC-V Secure Element“. Hier mehr dazu ...
(Bild: Fraunhofer IIS / J. Ernst)
Mit dem „RISC-V Secure Element“ haben das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS), für Angewandte und Integrierte Sicherheit (AISEC) und für Elektronische Mikrosysteme und Festkörper-Technologien (EMFT), nun einen Sicherheitschip entwickelt, der vollständig in Deutschland designt und gefertigt wurde. Das Design basiert auf transparenter „Open Source“-Hardware. Er integriert Post-Quanten-Kryptografie und ist als eigenständiger Chip oder „System on“-Komponente einsetzbar, wie die Forscher sagen. Mit ihm soll demnach eine vertrauenswürdige und anpassbare Möglichkeit geschaffen werden, im Falle von vernetzten Geräten mit Ansprechpartnern in der EU, die Anforderungen des europäischen Cyber Resilience Acts (CRA) besser erfüllen zu können. Opentitan, ein offenes Hardwaredesign sei dafür der Ausgangspunkt, heißt es.
Technologische Souveränität und Transparenz aus Deutschland
Aufbauend auf dieser, wie nochmals betont wird, vertrauenswürdigen Basis haben die beteiligten Fraunhofer-Institute folglich einen Chip entwickelt, der in der „Globalfoundries 22 nm FDSOI“-Technologie in Dresden gefertigt wurde. Die Entwicklung und Fertigung in Deutschland schafft nicht zuletzt technologische Souveränität und Transparenz über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg, wie es weiter heißt.
Transparenz sei beim Thema Sicherheit bekanntlich besonders wichtig. „Unser Ziel war es deshalb, aus öffentlich verfügbarer Hardware einen Chip zu bauen, der in Deutschland designt und gefertigt wird, um so die erforderliche Transparenz zu erreichen“, kommentiert Andreas Seelos-Zankl, Projektleiter am AISEC.
Chip bietet anpassbare Sicherheit für viele Geräteklassen
Ein weiterer Vorteil ist die Anpassbarkeit, denn durch die enge Kooperation mit dem Chiphersteller Globalfoundries können verschiedene Varianten mit speziellen Beschleunigern, Schnittstellen oder zusätzlichen Sicherheitsfunktionen – auch in kleineren und mittleren Stückzahlen – entstehen, oder als kundenspezifischer Vertrauensanker, eben in einem größeren „System on“-Chip integriert werden. Darin bestehe ein entscheidendes Alleinstellungsmerkmal des Fraunhofer-„RISC-V Secure Elements“.
Für große Chiphersteller sei es demnach außerdem nicht wirtschaftlich, Chipvarianten in kleinen Stückzahlen zu fertigen. „Wir können die nötigen Anpassungen machen und Unternehmen so auch kleinere Stückzahlen liefern“, merkt Seelos-Zankl dazu an.
Cybersicherheit muss von Anfang an im „Silizium“ drin sein!
Langfristig soll das Fraunhofer-System dazu beitragen, dass vertrauenswürdige Hardware in deutlich mehr Alltags- und Industriegeräte integriert wird. Um das zu schaffen, geht die Arbeit der beteiligten Fraunhofer-Institute kontinuierlich weiter. Und zwar mit der Entwicklung nachfolgender Chipvarianten. Warum es so wichtig sei, Sicherheit direkt in der Hardware zu verankern, bringt Dr. Augusto Wankler Hoppe, technischer Projektleiter am Fraunhofer IIS, auf den Punkt: „Cybersicherheit lässt sich nicht nachträglich hinzufügen. Sie muss von Anfang an im Silizium verankert sein!“
Mit dem neuen Element hat man nun aber eine offene, europäische Hardware-„Root of Trust“ entwickelt, die sowohl heutigen Cyberangriffen als auch den Anforderungen der „Post Quantum“-Ära und regulatorischen Vorgaben wie eben dem CRA gewachsen ist. Komplementär dazu wird die Funktionalität auf Prozessebene auch in dem durch CC EAL6 zertifizierten Sicherheitslabor des Fraunhofer EMFT mit „Reverse Engineering“-Analyseverfahren detailliert geprüft. Dazu nutzt man etwa licht- und infrarotmikroskopische Verfahren sowie ein speziell entwickeltes Chip-Scanning mittels Rasterelektronenmikroskopie. Die Methoden erreichen Auflösungen im Nanometerbereich und machen selbst kleinste Strukturen des „RISC-V Secure“-Elements eindeutig sichtbar, wie man abschließend erklärt.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.
Dieser Beitrag stammt von unserem Schwesterportal Elektronikpraxis.