Wann sich PC-Repurposing lohnt

Checkliste für den Einsatz von Software Thin Clients

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

NoTouch Desktop von Stratodesk ist eine hardwareunabhängig einsetzbare Repurposing-Lösung.
NoTouch Desktop von Stratodesk ist eine hardwareunabhängig einsetzbare Repurposing-Lösung. (Bild: Stratodesk / racorn – depositphotos.com)

Wird die IT auf eine Server-based-Computing- oder VDI-Infrastruktur umgestellt, kann die vorhandene PC-Hardware durch Thin oder Zero Clients ersetzt oder zu Software Thin Clients umfunktioniert werden. Die Spezialisten von Stratodesk helfen bei der Entscheidung.

Viele Unternehmen und Organisationen stellen Ihre IT auf eine Server-based-Computing- oder VDI-Infrastruktur um. Für die vorhandenen PCs gibt es in der Regel dann zwei Optionen: Sie können entweder ausgemustert und durch Thin oder Zero Clients ersetzt werden. Oder aber, die Geräte werden innerhalb der VDI-Infrastruktur mit entsprechenden Lösungen zu Software Thin Clients umfunktioniert. Ein Weg, der aus Budgetgründen attraktiv erscheint, da die Kosten für die Neuanschaffung von Hardware entfallen.

Doch wann lohnt sich ein solches PC-Repurposing wirklich – und unter welchen Umständen ist die Anschaffung von Thin Clients langfristig die bessere Variante? Die VDI- und Thin-Client-Spezialisten von Stratodesk haben wichtige Aspekte als Entscheidungshilfe in einer Checkliste zusammengestellt.

1. Stromverbrauch und Umweltschutz

Der Stromverbrauch spricht auf den ersten Blick relativ eindeutig für einen Umstieg auf dedizierte Thin oder Zero Clients. Deren Stromverbrauch liegt durch den Verzicht auf drehende Teile und das lüfterlose Design in der Regel niedriger als bei einem PC.

Häufig wird jedoch übersehen, dass es an einem PC-Arbeitsplatz oft die Monitore sind, die einen erheblichen Anteil an den gesamten Energiekosten haben. Dabei ist es unerheblich, ob der Monitor an einem Thin Client oder einem zum Software Thin Client umfunktionierten PC betrieben wird.

Komplexer wird die Angelegenheit, wenn in Sachen Energieeffizienz und Umweltschutz auch die Herstellungskosten der Geräte in Betracht gezogen werden. Trotz des etwas höheren Stromverbrauchs spricht dadurch unter dem Strich meist einiges dafür, bereits vorhandene PC-Hardware nach Möglichkeit weiterzunutzen.

2. Hardwareanforderungen

In der Regel werden beim Server-based-Computing keine besonders großen Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Clients gestellt. Das zeigt sich auch daran, dass viele aktuelle Thin Clients in Sachen Performance ähnlich (oder sogar schlechter) als ein typischer, rund drei Jahre alter Büro-PC abschneiden.

Wenn vorhandene Rechner längerfristig als Software Thin Clients dienen sollen, ist eine gewisse Performance jedoch von Vorteil. Neben der Geschwindigkeit der CPU sollte hier insbesondere auf mögliche Einschränkungen geachtet werden, die sich durch ältere Hardware ergeben können. Ist beispielsweise geplant, in Kürze neue, besonders große Monitore anzuschaffen, muss sichergestellt werden, dass die verbauten Grafikchips entsprechend hohe Auflösungen auch darstellen können. Sind die vorhandenen Rechner bereits sehr veraltet und werden solche Voraussetzungen nicht oder nur unzureichend erfüllt, kann die Ablösung durch Hardware Thin Clients die sinnvollere Alternative sein.

3. Multimedia-Unterstützung

Je nachdem, welche Anwendungen im Vordergrund stehen, sollte beleuchtet werden, ob die Rechner noch für aktuelle Multimedia-Anwendungen geeignet sind und ob dafür auch die nötigen Treiber zur Verfügung stehen.

Hier ist es gleichzeitig aber immer auch empfehlenswert, kritisch zu hinterfragen, welche Anwendungen und Leistungsreserven in der Praxis wirklich benötigt werden. Häufig verfügen in Büros eingesetzte Desktop-PCs über Möglichkeiten, die nicht einmal im Ansatz ausgeschöpft werden. Viele Mitarbeiter etwa, die mit typischen Office- und Server-based-Computing-Anwendungen arbeiten, benötigen am Arbeitsplatz weder Audio- noch Video-Unterstützung.

4. Treiber und spezielle Anforderungen

Wer besondere Peripheriegeräte benötigt, muss sicherstellen, dass dieses Zubehör auch nach dem Umstieg auf Hardware oder Software Thin Clients noch problemlos betrieben werden kann. Typische Beispiele sind etwa Mikrofone, Headsets oder externe Smartcard-Reader. Hier sollte besonders darauf geachtet werden, dass entsprechende Treiber auch unter Linux bereitstehen.

„Man muss tatsächlich immer im Einzelfall individuell abwägen, was am sinnvollsten ist: Ein vollständiger Umstieg auf Thin Clients, die Weiternutzung der bestehenden PCs als Software Thin Clients oder eventuell auch eine Mischung aus beiden Varianten“, erklärt Emanuel Pirker, Geschäftsführer der Stratodesk Software GmbH. „Unsere Erfahrung aus vielen Kundenprojekten zeigt jedoch, dass die vorhandene PC-Hardware in Firmen und Organisationen in etwa 90 Prozent der Fälle durchaus leistungsstark und flexibel genug ist, um ohne Einschränkungen als Software Thin Client betrieben werden zu können. Wir empfehlen IT-Verantwortlichen deshalb, diese budgetschonende Option auf jeden Fall in ihre Erwägungen einzubeziehen.“

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