Einsparpotenzial bei Installation und Aufwand

4 Aspekte bei der Umsetzung von PoE-Umgebungen

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Netgear beschreibt, worauf bei der Umsetzung von PoE-Umgebungen zu achten ist.
Netgear beschreibt, worauf bei der Umsetzung von PoE-Umgebungen zu achten ist. (Bild: Bild: Kheng Guan Toh – Fotolia.com)

Den PoE-Standard (IEEE 802.3 af) gibt es seit 2003, doch seine Einsatzmöglichkeiten bei IT-Infrastrukturplanungen werden oft nicht ausreichend bedacht. Dabei bietet die Technologie gerade für kleinere Betriebe und Geschäfte zahlreiche Vorteile, sagt Infrastrukturexperte Netgear.

Bei Power over Ethernet (PoE) überträgt das Ethernetkabel des Switches nicht nur Daten, sondern versorgt auch die im Netzwerk eingebundenen PoE-fähigen Peripheriegeräte mit Strom. Der größte Vorteil liegt auf der Hand: In zahlreichen Anwendungsgebieten entfällt eine aufwendige (nachträgliche) Verlegung von Stromkabeln und Steckdosen. Egal ob eine Lagerhalle im Nachhinein mit Access Points aufgerüstet werden soll, ein Altbau eine Neuverkabelung unmöglich macht oder im Kassenbereich eine neue Kamera installiert werden soll, aber keine Steckdose in Reichweite ist – PoE ist eine kostengünstige und einfach umzusetzende Alternative zur regulären Stromverkabelung. Je höher das PoE-Leistungsbudget eines PoE-Switches, desto leistungshungriger kann der zu versorgende PoE-Verbraucher sein.

PoE bietet wegen des Einsparpotenzials bei Installationskosten und Aufwand große Möglichkeiten für begrenzte Budgets. Netgear fasst vier wichtige Aspekte bei der Planung einer PoE-Umgebung zusammen:

1. Netzwerkgeräte bzw. Powered Devices (PDs)

Abhängig vom Leistungsbudget des Switches können Wireless Access Points, VoIP-Telefone, IP-Videoüberwachungskameras, PTZ-Kameras, kleine Hubs und Server, Bluetooth-Geräte, Infrarotscheinwerfer, Waagen am PoS und sogar Netzwerk-Switches, die über PoE-Pass-Through-Funktionalität verfügen, eingebunden werden.

2. Leistungsklasse das Powered Device

Energieverbraucher (PDs) haben einen unterschiedlichen Leistungsbedarf und müssen an einen PoE-Switch angeschlossen werden, der ausreichend Energie pro PoE-Port liefert – die Geräte müssen deshalb zuvor hinsichtlich ihrer Stromanforderungen geprüft werden.

3. PoE-Standards

Seit 2003 wurde PoE kontinuierlich weiterentwickelt. Die erste PoE-Generation (IEEE 802.3af) liefert bis 15,4 Watt, der PoE+-Standard (IEEE 802.3at) 30 Watt und der noch nicht ratifizierte aber bereits von einigen Herstellern angebotene Standard Unified Power over Ethernet (UPoE) bis 60 Watt. Mit zunehmendem Leistungsbudget lassen sich auch leistungshungrigere Peripheriegeräte über PoE betreiben.

4. Reichweite mit PoE/PoE+

Durch PoE-Switching können je nach Netzwerkkabel Strecken bis 100 Meter ohne Stromkabel und Steckdosen überbrückt werden. Bei Einsatz eines PoE-Pass-Through-Switches lassen sich diese Distanzen mitunter verdoppeln: 100 Meter vom PoE-fähigen Endgerät bis zum Pass-Through-Switch und weitere 100 Meter bis zum eigentlichen PoE-Switch.

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