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Wer Cloud-Services anbieten will muss automatisieren Wie Zero-Touch-Provisioning im Switch RZ-Betreiber entlastet

| Autor / Redakteur: Manfred Felsberg / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Virtualisierung und Cloud-Computing versprechen hohe Verfügbarkeit und einfache Skalierung bei extrem reduzierten Kosten. Doch die Verwaltung virtualisierter Rechenzentren und das damit verbundene automatisierte Provisioning von Ressourcen ist komplex. Switch-basiertes Zero-Touch-Provisioning von Arista Networks soll hier nun Abhilfe schaffen.

Zero-Touch-Provisioning im Switch soll das automatisierete Provisioning im Rechenzentrum dramatisch vereinfachen
Zero-Touch-Provisioning im Switch soll das automatisierete Provisioning im Rechenzentrum dramatisch vereinfachen
(Bild: .shock - Fotolia.com )

„Ab in die Cloud“ lautet die Empfehlung von Medien und Herstellern – und immer mehr Unternehmen lassen sich von dem Modell überzeugen.

Und die großen der Branche wie Telekom oder Amazon bieten auch einen schnellen, einfachen und kostengünstigen Weg in die Cloud an. Aber nicht alle wollen zu den Großen. Vor allem Mittelständler erwarten von ihren oft ebenfalls mittelständischen Providern und Rechenzentrumsanbietern ebenfalls die volle Bandbreite an Cloud-Services.

Doch um diese Erwartung erfüllen zu können, müssen Provider und Rechenzentrumsbetreiber Anpassung ihrer Infrastrukturen im Netzwerk vornehmen, um Cloud-Services auch gewinnbringend anbieten zu können.

Die Basis für Cloud-Services ist die Virtualisierung von Servern und Storage. Denn mit diesen Funktionen wird der Anbieter flexibel und kann seine Hardware voll ausreizen. Musste er früher in teure Vorleistung gehen und entsprechend den Kundenanforderungen seine Racks mit Hardware bestücken, kann er physikalische Medien heute sehr einfach in viele kleine virtuelle Einheiten einteilen, die separat an verschiedene Kunden vergeben werden.

Das einzige, was ein Anbieter zuverlässig bereitstellen muss, ist das notwendige Volumen auf seiner Hardware. Und er benötigt Tools, die die Zuteilungsdienste übernehmen. Wenn solch ein Dienst dann einige Wochen läuft, kann der Anbieter sehr einfach abschätzen, wann er seine Storage- und Server-Infrastruktur ausbauen muss.

Cloud bedeutet Automation

Cloud-Services anzubieten heißt also, Automatismus in die Infrastruktur zu bringen, das Provisioning zu perfektionieren und kurze Installationszeiten zu gewährleisten.

Arista Networks hat dieses Problem erkannt und deshalb die Funktion Zero-Touch-Provisiong (ZTP) für das automatisierte Provisioning entwickelt. ZTP ermöglicht eine einfache und automatisierte Erstinstallation (Roll Out) sowie ein Backup-Szenario in der Cloud und erlaubt es, eigene Funktionen zu integrierten. Damit ergeben sich vollkommen neue Geschäftsmodelle für Cloud-Dienste.

Einfache und automatisierte Erstinstallation – Roll Out

Ein ZTP-Switch kann vollkommen automatisch installiert und provisioniert werden. Nach der physikalischen Installation bekommt der Switch aus dem Netz via DHCP dazu automatisch eine IP-Adresse zugewiesen und sucht sich seinen zentralen bzw. dezentralen Provisioning-Server. Über diesen Server kann der Cloud-Admin die aktuelle Software-Version, die aktuelle Konfiguration und weitere Funktionen via Script laden.

Zum Beispiel können auf dem Server Standard-Programme wie DHCP- oder FTP-Server und kundenspezifische Daten und Programme geladen werden, es können notwendige Kunden-Skripte und Management-Tools installiert werden u.v.m. Damit lässt sich die Netzwerkinstallation automatisch und zentral vorbereiten.

Installation eines Racks mit 40 Servern in 18 Minuten

Jeder ZTP-geeignete Top-of-Rack-Switch von Arista lässt sich mit einer 50-GB-SSD ausrüsten. Für das Rollout können von diesen „Platten“ beispielsweise auch die PXE-Boot-Codes der Server im Rack automatisch über das ZTP-Skript aufgespielt werden. Sobald der Switch nach der automatischen „Betankung“ online geht, bekommen die Server eine Netzwerkverbindung und erhalten ihre Boot-Codes direkt von der SSD des Switches im Rack.

Damit wird der Initialisierungs-Traffic im Netzwerk massiv reduziert, da dieser komplett auf das Rack beschränkt bleibt. Und: es können alle Server im Rack auf einmal gestartet werden, da der Switch dies komplett kompensiert und die Boot-Codes entsprechend verteilt. Die Installation eines Racks mit zwei Switches und 40 Servern dauert in diesem Szenario damit nur noch 18 Minuten und läuft vollautomatisch ab.

Backup-Szenario in der Cloud

Heute wird eine Backup-Umgebung voll redundant 1:1 aufgebaut, um im Katastrophenfall auf die Parallellösung umschalten zu können. Dieser doppelte Aufbau bringt Sicherheit, kostet aber auch sehr viel Geld. Wird das Backup in die Cloud gelegt und mit der Arista-Funktion Zero-Touch-Prvisioning gesteuert, kann ein Cloud-Provider (Private- oder Public-Cloud) innerhalb von 20 Minuten eine komplette Installation automatisch zur Verfügung stellen.

Der Cloud Provider kann diese Umgebung zudem 1:2 oder 1:4 an Kunden vermieten und damit die Kosten dramatisch senken.

Der Endkunde bzw. der Nutzer der Backup-Lösung in der Cloud muss bei dieser Lösung das K-Fall-Szenario neu bewerten und andere Informationen und Vorgehensweisen definieren. Auf jeden Fall wird er innerhalb sehr kurzer Zeit wieder voll arbeiten können – nur die Infrastruktur ist nicht mehr exklusiv, damit aber deutlich günstiger.

Eigene Funktionen integrieren

Da alle Switches von Arista Networks unter Linux laufen und das Betriebssystem vollkommen offen und für Änderungen verfügbar ist, können Kunden auch ihre eigenen Funktionen und Lösungen integrieren. ZTP integriert auch selbst geschriebene Skripte und lädt diese auf dem Switch. Damit können viele individuelle Anforderungen automatisch installiert und ausgeführt werden.

Die ZTP-Funktion kann auf jedem beliebigen Provisioning-Server zur Verfügung gestellt werden. Damit können also auch bereits installierte Provisioning-Lösungen für die Netzwerk-Switches genutzt werden.

Über den Autor

Manfred Felsberg ist Regional Sales Manager Germany, Austria and Switzerland bei Arista Networks

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