New Work: dezentrales Arbeiten mit Remote-Desktop-Software Wie sieht das IT-Management von morgen aus?

Autor / Redakteur: Hardy Kahl / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Flexible Arbeitsmodelle gehören in Unternehmen heute zum Alltag. Funktion und Sicherheit von Hard- und Software müssen auch für Remote Work mitgedacht werden. Plugins für Remote-Desktop-Software erleichtern den IT-Support auf mobilen Endgeräten.

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Remote Work erfordert den Einsatz verschiedenster – zunehmend auch mobiler – Endgeräte, die für schnelles und sicheres Arbeiten eingerichtet und gewartet werden müssen.
Remote Work erfordert den Einsatz verschiedenster – zunehmend auch mobiler – Endgeräte, die für schnelles und sicheres Arbeiten eingerichtet und gewartet werden müssen.
(Bild: AnyDesk Software)

Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung in vielen Branchen massiv beschleunigt. New Work – also flexiblere Arbeitsmodelle, die im Kern zur besseren Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben beitragen – hat sich für viele Unternehmen von einem Lifestyle-Thema zu einer essenziellen Grundlage für den Erhalt des Geschäftsbetriebs entwickelt. Dezentrales Arbeiten und Homeoffice sind gefragt und werden auch künftig weiter an Bedeutung gewinnen.

Gleichzeitig muss auch remote durch entsprechende Tools eine produktive Zusammenarbeit sichergestellt sein. Damit steigen der Bedarf an sicheren und zukunftsorientierten Lösungen sowie die Anforderungen an Unternehmen: Sie müssen ihre Mitarbeiter in dieser sich nachhaltig verändernden Arbeitswelt mit vielseitig einsetzbarer, zuverlässiger Software optimal unterstützen.

Neue Arbeitsmodelle fordern aber auch IT-Administratoren heraus, denn Remote Work ist maßgeblich von ihrer Arbeit abhängig. Firmengeräte wie Laptops, Smartphones oder Drucker müssen eingerichtet und gewartet werden, damit Mitarbeiter fernab des Büros arbeitsfähig sind. Um die Geräte aller Mitarbeiter sicher, verlässlich und schnell aus der Ferne steuern und verwalten zu können, benötigen Firmenadministratoren smarte Tools, die ein zentrales IT-Management aller Geräte sowie einen flexiblen Remote Support ermöglichen. Diese Anforderungen an das kollaborative Arbeiten aus der Ferne lassen sich mit Remote-Desktop-Software und ergänzenden Plugins für den Zugriff auf mobile Endgeräte lösen.

New Work = Mobile Work

Flexibles Arbeiten bedeutet auch mobiles Arbeiten – von überall auf der Welt. Das erfordert von IT-Administratoren auch die Einrichtung und Wartung mobiler Endgeräte wie Smartphones oder Tablets. Diese gehören mittlerweile in den meisten Unternehmen zur Grundausstattung für alle Mitarbeiter und auch auf ihnen müssen Störungen behoben werden.

In der Vergangenheit führte genau das häufig zu Problemen: Zwar lässt sich mit Remote-Desktop-Software schon lange auch eine Verbindung zu mobilen Endgeräten herstellen, bisher war das allerdings auf bloße Bildschirmübertragung beschränkt. Der IT-Support befand sich also im Beobachter-Modus und konnte selbst keine Einstellungen vornehmen. Stattdessen musste er dem Mitarbeiter Anweisungen geben, um das Problem zu beheben. Mit einem universellen Android Plugin – wie es AnyDesk seit diesem Jahr anbietet – ist jetzt auch die Fernsteuerung von Smartphones und Tablets mit Android-Betriebssystem ab Version 7 möglich.

Die Installation ist denkbar einfach: Beim Start einer App für Remote-Desktop-Software auf einem Android-Gerät prüft diese in der Regel automatisch, ob dafür ein Plugin benötigt wird. Falls es verfügbar und noch nicht installiert ist, wird der Nutzer aufgefordert, das Plugin zu installieren und zu aktivieren. Dazu wird er automatisch an die richtige Stelle weitergeleitet. Aktiviert wird das Plugin im Fall von AnyDesk durch die Eingabe „AnyDesk Control Service AD1 verwenden“; weitere Einstellungen sind nicht nötig. Neben der Steuerungsmöglichkeit, Klicks und Text direkt per Touch einzugeben, besteht mit dem Plugin außerdem die Möglichkeit, eine Tastatur zu verwenden. Das macht den IT-Support noch einfacher, wenn es beispielsweise um die Eingabe größerer Textmengen geht. Der Fallback zur Onscreen Tastatur ist dabei immer möglich, sollten bestimmte Apps diese Funktion einmal nicht unterstützen.

Eine Systemfrage

Eine wichtige Voraussetzung für den mobilen Support ist außerdem die Kompatibilität zwischen Gerätetypen und Betriebssystemen. Egal ob das Betriebssystem Windows, MacOS, Linux, FreeBSD, Raspberry Pi oder Chrome OS heißt oder es sich um mobile Endgeräte unter iOS oder Android handelt: Der IT-Experte benötigt Zugriff und Verwaltungsmöglichkeiten. Auch das ist mit dem Plugin kein Problem: Android-Geräte sind sowohl von Desktop PCs oder Laptops aus als auch über mobile Endgeräte ansteuerbar – das sorgt für zusätzliche Flexibilität auf beiden Seiten.

Die Möglichkeiten für den mobilen IT-Support sind also vielfältig: Neben der Einrichtung von E-Mail Postfächern, der Behebung von Störungen, dem Installieren und Einrichten von Apps oder der Gerätesynchronisation, kann das mobile Endgerät vom Administrator sogar komplett nach den Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens aufgesetzt und eingerichtet werden.

Zentrales IT-Management für dezentrales Arbeiten

Mitarbeiterprofile einzurichten und zu verwalten, kann vor allem in großen Unternehmen zu einer enormen logistischen Herausforderung werden. Sind die Mitarbeiter zudem über verschiedene Standorte verteilt und arbeiten auch im Homeoffice, wird diese Aufgabe ungleich komplexer. Systemadministratoren muss daher ein zentrales IT-Management ermöglicht werden, damit sie mit allen notwendigen Berechtigungen die erforderlichen Einstellungen festlegen und Benutzer zentral verwalten können.

Mit Windows Gruppenrichtlinien können Einstellungen für alle Arbeitsplätze einer Domäne zentral konfiguriert werden. Unterstützt Remote-Desktop-Software diese Funktion, kann auch Remote Work zentral gesteuert werden. Administratoren legen dazu die erforderlichen Einstellungen und Berechtigungen für Gruppen von Arbeitsplätzen fest. Anpassungen werden automatisch auf allen Geräten innerhalb des Netzwerks übernommen. Auf dieser Basis können IT-Administratoren die individuellen Berechtigungsprofile für Mitarbeiter aller Abteilungen und Positionen jederzeit anpassen und zeitlich limitieren. Arbeiten Mitarbeiter remote, sind sie zudem oft schwerer greifbar als im Büro – das macht die Problemlösung für den IT-Support schwierig. Ermöglicht Remote-Desktop-Software den Zugriff auf Firmengeräte, müssen Mitarbeiter dafür nicht mehr unbedingt vor Ort sein.

Remote-Desktop-Software wie AnyDesk ermöglicht die zentrale Einrichtung von Firmengeräten sowie Benutzer- und Berechtigungsverwaltung – egal wo sich Mitarbeiter mit ihren unterschiedlichen Endgeräten gerade befinden.
Remote-Desktop-Software wie AnyDesk ermöglicht die zentrale Einrichtung von Firmengeräten sowie Benutzer- und Berechtigungsverwaltung – egal wo sich Mitarbeiter mit ihren unterschiedlichen Endgeräten gerade befinden.
(Bild: AnyDesk Software)

Flüssiges und sicheres Arbeiten – auch remote

Für Ferndiagnose und Remote Work ist eine schnelle und verzögerungsfreie Verbindung zwischen Geräten an verschiedenen Orten von entscheidender Bedeutung. Denn Zusammenarbeit in Echtzeit bedeutet auch, dass Systeme schnell und zuverlässig laufen. Das ist sehr stark von der Internetverbindung im Homeoffice oder unterwegs abhängig. Um Mitarbeitern auch in Gegenden mit relativ schlechter Internetverbindung einen Remote-Arbeitsplatz oder IT-Support aus der Ferne zu bieten, muss eine Remote-Desktop-Software hohe Bildübertragungsraten und geringe Latenzzeiten aufweisen. Bei der Entscheidung für die richtige Software für Remote Work und IT-Support sollten IT-Verantwortliche mit ihrem Know-how daher frühzeitig für Tests genau dieser Performance-Werte eingebunden werden.

Essenziell: die Sicherheit

Aber nicht nur schnelles, störungsfreies Arbeiten muss gewährleistet sein. Remote Work und Fernwartung müssen vor allem sicher sein. In den letzten Monaten haben Hacker- und Phishing-Angriffe enorm zugenommen. Kriminelle nutzen Sicherheitslücken aus, die durch das vermehrte Arbeiten zu Hause – teilweise mit privaten Geräten – entstehen, um vertrauliche Daten zu stehlen oder Unternehmen zu erpressen. Integrierte Sicherheitsmechanismen, wie die Verschlüsselung durch Online-Banking-Standards oder den erweiterten Schutz durch Zwei-Faktor-Authentifizierung, sind daher wichtige Basis-Features von Remote-Desktop-Software. Auf diese Weise sind Sitzungen – auch solche zur Einrichtung und Wartung von Geräten – gegen unerlaubten Zugriff abgesichert. Ergänzt um Schulungen zur sicheren Nutzung von Remote-Desktop-Software durch IT-Verantwortliche sind Unternehmen und Mitarbeiter ideal für Remote Work aufgestellt.

Fazit

Es zeigt sich: Fernwartung und das Arbeiten von morgen erfordern besondere technische Voraussetzungen. Remote-Desktop-Software wie AnyDesk und das zugehörige Plugin sind Lösungen, die IT-Administratoren bei zentralem IT-Management unterstützen und für Mitarbeiter gleichzeitig flexibles Arbeiten sowie den nötigen IT-Support aus der Ferne gewährleisten. Als Werkzeuge für mobiles, kollaboratives Arbeiten sowie zuverlässige und sichere Fernwartung von Firmengeräten bieten sie die Grundlage für Remote Work und damit die Arbeitswelt der Zukunft.

Hardy Kahl.
Hardy Kahl.
(Bild: AnyDesk Software)

Über den Autor

Hardy Kahl ist Android Developer und gehört seit Anfang 2016 zum AnyDesk-Team. Von 2011 bis 2016 war Kahl bei TeamViewer erst im Bereich Windows Client-Entwicklung tätig, bevor er in den Bereich Android Entwicklung wechselte und an der Steuerung von Android Geräten mit signierten Plugins arbeitete. Vor seinem Wechsel in die Fernwartungsbranche war Kahl mehrere Jahre als Developer und Systemadministrator in Karlsruhe und Sydney, Australien, tätig. Kahl studierte Informatik, Physik und Biologie in Stuttgart und Oregon.

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Über AnyDesk Software

Die AnyDesk Software GmbH ist einer der führenden Anbieter für Remote-Desktop-Lösungen. Mit seiner Software schafft das 2014 gegründete Unternehmen die optimale Grundlage für die Zusammenarbeit in der modernen Arbeitswelt. Kern von AnyDesk ist der eigens entwickelte Codec DeskRT, der eine nahezu latenzfreie Zusammenarbeit ermöglicht – auch in Regionen mit schlechter Internetverbindung.

Features wie Gruppenrichtlinien, Wake-On-LAN und Zwei-Faktor-Authentifizierung sowie der Schutz durch die TLS 1.2 Technologie erlauben Systemadministratoren ein zentrales IT-Management und sichere Verbindungen – ganz gleich, wo sich die Mitarbeiter gerade befinden.

Die Software wurde weltweit bereits mehr als 300 Millionen Mal von Nutzern in 188 Ländern heruntergeladen und wird von mehr als 47.000 Unternehmen eingesetzt.

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