DSL - Digital Subscriber Line
DSL ist ein rein digitaler Teilnehmeranschluss, der jedem Teilnehmer zwei sog. B-Kanäle mit je 64 kbps und einen D-Kanal mit 16 kbps anbietet. Kommt Ihnen das bekannt vor? ISDN ist die durch die Standards ITU I.431 festgelegte europäische Variante von DSL. Das Verfahren verwendet keine besondere Kompression, aber Echo-Kompensation. Dies bedeutet, dass das Sendesignal vom Empfangssignal an beiden Enden getrennt wird.
Dadurch kommt man mit zwei Leitern für eine Vollduplex-Übertragung aus, ansonsten bräuchte man vier. DSL Modems benötigen eine Bandbreite von 0 bis ca. 80 kHz, allerdings gehen hochqualitative Modems auch bis 120 kHz. Deswegen kann man leider auf einer DSL-Leitung nicht noch eine normale Telefonverbindung laufen lassen, diese benötigt ja die Frequenzen von 0 bis mindestens 3,5 kHz. Benutzt man DSL bzw. ISDN, ist daher immer ein Konverter für den Betrieb älterer Telefone nötig, der den analogen Sprachstrom in ein rein digitales Signal umsetzt.
HDSL – High Data Rate Digital Subscriber Line
HDSL ist einfach eine bessere Methode, T1 oder E1 über Kupferkabelpaare zu versenden. Es braucht weniger Bandbreite und keine Zwischenverstärker. Mit verbesserter Modulationstechnik benötigt es je nachdem Bandbreiten zwischen 80 und 240 kHz und kann dabei ohne weiteres 4 km überbrücken. Allerdings benötigt es mehr Adernpaare, nämlich zwei für T1 und drei für E1. Es ist eine Zwischenlösung auf dem Weg zu ADSL und SDSL.
SDSL – Single Line Digital Subscriber Line
SDSL ist die unmittelbare Verbesserung von HDSL und kommt mit nur einem Adernpaar für T1 und E1 aus. Es kommt aber ohne Zwischenverstärker nur knapp über 3.000 m weit. SDSL hat den Vorteil, dass das genutzte Übertragungsspektrum oberhalb der normalen Telefonie beginnt, so dass man auf einer SDSL-Leitung auch noch gleichzeitig mit einem konventionellen Apparat telefonieren kann.
weiter mit: ADSL – Asymmetric Digital Subscriber Line
Artikelfiles und Artikellinks
(ID:2041066)