AMR und EVS im Benchmark von Spirent und Signals Research Group

Vergleich der VoLTE-Codecs

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Peter Schmitz

Das 3GPP beschreibt EVS als robusten Codec mit 20 kHz Audio-Bandbreite.
Das 3GPP beschreibt EVS als robusten Codec mit 20 kHz Audio-Bandbreite. (Bild: Spirent)

Spirent Communications (Spirent) und Signals Research Group (SRG) wollten herausfinden, wie sich die LTE-Sprachcodecs AMR und EVS im direkten Vergleich schlagen. Jetzt liegen die Ergebnisse unter dem Titel „Behind the VoLTE Curtain, Part 6“ vor.

Spirent und SRG haben den EVS-Codec (Enhanced Voice Services) gegen seinen Vorgänger AMR (Adaptive Multi-Rate) – auch als „HD Voice“ bezeichnet – antreten lassen. Dabei konnte der speziell für LTE optimierte EVS-Codec seine Vorzüge offenbar nicht nur unter kontrollierten Laborbedingungen zeigen.

Im Super-Wide-Band-Modus habe EVS die Sprachqualität von AMR-WB weit übertroffen und dabei weniger Netzwerkressourcen verbraucht. Laut Untersuchung seien die Vorteile von EVS zudem vergleichsweise evident, wenn Geräusche oder IP-Störungen eingefügt werden – in der Laborumgebung wurden saubere Kanäle und Störungen präzise kontrolliert sowie Störungen gezielt eingeleitet, darunter: Verzögerungen, Jitter und Paketverluste.

Bei Tests in einem kommerziellen Netzwerk schnitt EVS ebenfalls in vielen Fällen besser ab als AMR. Allerdings habe es keine messbaren Unterschiede beim Energieverbrauch gegeben.

Das 3rd Generation Partnership Project (3GPP) beschreibt EVS als Codec mit 20 kHz Audio-Bandbreite, der besonders gut mit Jitter und Paketverlusten umgehen kann. Das Verfahren unterstützt Bandbreiten von Narrow-Band (NB) bis zum Super-Wide-Band (SWB) und bietet zahlreiche Fehlerbehebungsfunktionen.

SRG-Präsident Michael Thelander erläutert: „Bei allem Hype, der darum gemacht wird, was EVS leisten kann sowie den vielen Funktionen und Einsatzoptionen für Carrier, war es eine große Herausforderung viele verschiedene Anwendungsszenarien zu überprüfen [...] Die erste Testrunde wurde im Labor mit dem Spirent Elevate Testsystem sowie Spirent Nomad durchgeführt. Schlussendlich konnte EVS den Vorgänger übertreffen und signifikante Vorteile zeigen.“

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