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CeBIT 2013: System-Level-Vectoring mit bis zu 192 Anschlussleitungen VDSL2-Baugruppe mit integriertem System-Level-Vectoring

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Die On-Board-System-Level-Vectoring-Einheit auf der Baugruppe für die Zugangsplattform Milegate von Keymile soll auf allen angeschlossenen Teilnehmerleitungen Störungen durch Übersprechen größtenteils eliminieren und so die erzielbare Datenrate erhöhen.

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Die Milegate-Baugruppe unterstützt System-Level-Vectoring.
Die Milegate-Baugruppe unterstützt System-Level-Vectoring.
(Bild: Keymile )

Die Baugruppe, die Keymile vom 5. bis 9. März auf der CeBIT (Halle 13, Stand D66) in Hannover zeigen wird, kombiniert 96 VDSL2-Ports und die Vectoring-Funktionalität auf einer Zwei-Slot-Karte. Netzbetreiber können zwei dieser Baugruppen verbinden und dann bis zu 192 VDSL2-Ports mit System-Level-Vectoring bereitstellen.

Im Vergleich zur dedizierten Vectoring-Lösung von Keymile bietet die integrierte Baugruppe eine höhere Portdichte, sodass bis zu 960 mit Vectoring erweiterte VDSL2-Anschlussleitungen mit einem Milegate-Subrack bereitgestellt werden können.

In der Theorie lassen sich mit VDSL2 Datenraten von über 100 MBit/s erzielen, allerdings nur bei kurzen Leitungslängen und wenigen Teilnehmern im Kabel. In der Praxis ist das Übersprechen (FEXT, Far-End-Crosstalk) zwischen den einzelnen Kupferleitungen mit VDSL2-Signalen dafür verantwortlich, dass diese Datenrate nicht erreicht wird.

Vectoring soll das Übersprechen im Kabel kompensieren und so die zu erzielende Datenrate steigern. Zielgruppe dieser Lösung sind Netzbetreiber, die den VDSL2-Dienst von Anfang an mit Vectoring ausrüsten wollen.

Die Baugruppe unterstützt System-Level-Vectoring mit bis zu 192 Anschlussleitungen. Indem alle VDSL2-Signale innerhalb eines Kabels in Echtzeit in den Vectoring-Prozess einbezogen werden, soll ein optimales Ergebnis bei der Eliminierung des Übersprechens erzielt werden. Dazu bilden zwei 96-Port-Baugruppen eine logische Einheit, die es ermöglichen soll, die Vectoring-Gruppengröße auf 192 VDSL2-Leitungen zu erhöhen. Die zur Kompensation des Übersprechens benötigten Korrektursignale würden zwischen beiden Baugruppen ausgetauscht.

Die voraussichtlich ab Mitte des Jahres verfügbare VDSL2-Baugruppe ist laut Keymile für einen Einsatz in Außengehäusen ausgelegt. Mit hoher Portdichte und geringer Leistungsaufnahme pro Port sei sie ideal für den Aufbau von FTTC-Architekturen (Fibre-to-the-Curb) geeignet.

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