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Mobility-Lösungen aus Berlin bekommen die Marke Cortrado verpasst Thinprint löst Druck-Probleme in verteilten, virtuellen Umgebungen

| Redakteur: Ulrike Ostler

Thinprint ist auf das Drucken in virtualisierten und mobilen Umgebungen spezialisiert. So erübrigt sich durch „.print Virtual Desktop“ eine Installation von nativen Druckertreibern auf mittels VMware oder Citrix virtualisierten Maschinen. Seit Neustem werden die Thin Clients „HP Compaq t5530“ und „HP Compaq t5135“ mit installierter Thinprint-Technik ausgestattet. Und dann gibt es da noch „Cortado“.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Wo ist das Problem? Virtualisierte Umgebungen sichern Unabhängigkeit von Hardware, Betriebssystem und Anwendungen sowie hohe Einsparungs- und Konsolidierungspotentiale. Schwierig wird es jedoch beim Drucken.

Denn hier endet die Unabhängigkeit von der Hardware. Um effektiv drucken zu können, müssten auf sämtlichen virtualisierten Desktops alle Druckertreiber bereitgestellt werden, die im Unternehmen im Einsatz sind. Das aber bedeutet, dass Administratoren sich stetig darum kümmern, die Druckertreiber zu aktualisieren. Das ist ein aufwändiges Unterfangen, das die Idee der Virtualisierung letztendlich ad absurdum führt.

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Die von dem Berliner Unternehmen Thinprint entwickelte Lösung macht jedoch eine Installation von nativen Druckertreibern auf den virtuellen Maschinen überflüssig, komprimiert Druckdaten auf bis zu 1 Prozent ihrer Originalgröße und ermöglicht es, 64- und 32-Bit-Umgebungen gemischt einzusetzen. Auf den virtualisierten Desktops wird lediglich ein virtueller Druckertreiber mit der Bezeichnung „Output Gateway“ installiert. Die druckerspezifischen Informationen werden vom Drucker abgelesen und können bei der Erzeugung eines Druckjobs mit angeboten werden.

Drucken und quetschen

Der virtuelle Treiber bietet die üblichen Funktionen wie Farbe, Auflösung, Duplex, Standardschächte und Formate. Die druckerspezifischen Informationen werden vom Drucker abgelesen und können bei der Erzeugung eines Druckjobs mit angeboten werden (siehe: Abbildung 1). Somit kann komfortabel gedruckt werden, ohne dass beim Erzeugen des Druckauftrags bekannt sein muss, auf welchem Drucker der Auftrag letztendlich erledigt wird.

Außerdem löst Thinprint ein weiters Problem. In Server-based-Computing-Netzen mit Außenstellen reichen häufig die Bandbreiten für die voluminösen Druckdateien nicht. Hohe Übertragungskosten und Performance-Einbußen sind die Folge. Das Unternehmen ermöglicht deshalb auch eine Komprimierung der Druckdaten von bis zu 99 Prozent. Damit werde die Entfernung beziehungsweise die Anbindung zwischen Anwendung und Druckerhardware nahezu beliebig, so der Werbetext.

Das HP-Paket

Nun bekommen Kunden, die Thin Clients von Hewlett-Packard (HP) kaufen, die Technik zur Bandbreitenkontrolle und Komprimierung gleich mitgeliefert. Das gilt für das Windows-CE-basierte Modell HP Compaq t5530 und für das Linux-basierte Gerät HP Compaq t5135. Außerdem kann mit beiden Geräten das Treiber-Gateway genutzt werden, das die Treiberprobleme auf dem Terminalserver löst.

Der HP Compaq t5135 unterstützt zudem als erstes Linux-basiertes Gerät das Microsoft-Protokoll Remote Desktop Connection (RDP) beim Drucken (siehe: Abbildung 2). Schließlich ist es nun möglich, mit Hilfe des integrierten „.print“-Clients, die Druckdaten trotz Netzwerkmaskierung zu empfangen und die von einer „.print Server Engine“ SSL-verschlüsselten Druckdaten zu dechiffrieren. Denn normalerweise wird beim Einsatz von Druck-Servern über TCP/IP gedruckt. Befinden sich die Außenstellen in einem maskierten Netzwerk, lassen sich die Druckaufträge nicht zustellen.

Mit dem Handy drucken

Drucklösungen von Thinprint gibt es aber auch für mobile Lösungen. „Cortado“ indes ist ein Online-Dienst, der es erlaubt, E-Mails, samt Anhang und ohne Download auf dem Handy zu lesen und die Dateien auf Drucker und Faxgeräten auszugeben; „Content Beamer“ heißt die Software, die das ermöglicht.

Darüber hinaus bietet Thinprint einen Druckservice für Hotspots und Besprechungsräume an. Mit diesem können Kunden, Angestellte und Gäste beliebige Dokumente über ein mobiles Endgerät auf dem nächstgelegenen Drucker ausgeben – ohne Druckertreiber und Installationen.

Nun gibt Thinprint seinen Mobility-Lösungen für Geschäftskunden eine neue Heimat und gründet den Geschäftsbereich „Cortado“. Er gliedert sich in den Online-Services- und den Enterprise-Solutions-Bereich.

Geschäftsbereich für mobile Lösungen

Der erste betreibt das Portal mit den gehosteten Online-Diensten, etwa mit kostenlosem Push-Email, der zweite kümmert sich um die Content Beamer-Unternehmenslösungen. Im Zuge der Reorganisation bekommt das Produkt ab Herbst 2007 aber die Bezeichnung „Cortado Corporate Server“.

Die Begründung für den Schritt lautet: „Längst steht bei den mobilen Lösungen von Thinprint das anfängliche Thema Drucken nicht mehr im Zentrum. Auf der anderen Seite wächst der Markt der klassischen, auf das Drucken fokussierten Produktpalette weiterhin zweistellig. Um den Kunden gegenüber in beiden Bereichen eine einfache, stringente Kommunikation zu ermöglichen, bündelt Thinprint die gesamten Mobile Business Aktivitäten nun in Cortrado.“

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(ID:2006183)