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Arbeitsumgebungen in der Cloud Thin-Client-Kooperation von Igel und HP

Von Dr. Stefan Riedl

Der Thin-Client-Spezialist Igel hat vor geraumer Zeit die Segmente Hardware und Software entkoppelt. Das ermöglicht neue Kooperationen, wie nun eine Allianz mit HP, aus der eine Reihe „ausgewählter Thin Clients“ mit vorinstalliertem Igel-Betriebssystem hervorgeht.

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HP und Igel werden künftig eng bei Arbeitsumgebungen in der Cloud zusammenarbeiten.
HP und Igel werden künftig eng bei Arbeitsumgebungen in der Cloud zusammenarbeiten.
(Bild: kirill_makarov - stock.adobe.com)

Ausgewählte HP Thin Clients sind ab sofort ab Werk mit dem Betriebssystem Igel OS ausgestattet. Bis 2019 wurde die Software aus dem Hause Igel noch quasi als Teil der Hardware vermarktet. Doch wusste man bei Igel, dass große Unternehmen strategische Entscheidungen eher über die Software als über die Hardware treffen. Um im Enterprise-Umfeld mehr vertriebliche PS auf die Straße zu bringen, wurde die Software von der Hardware entkoppelt, was sich strategisch auszahlte.

Vor diesem Hintergrund ist nun auch die Allianz mit HP einzuordnen, im Rahmen derer Igel und HP ihren Kunden eine Auswahl an gängigen HP Thin Clients mit vorinstalliertem Igel OS verkauft werden. Das Linux-basierte, zentrale Betriebssystem wurde speziell für Arbeitsumgebungen in der Cloud entwickelt.

HP t430, t540 und t640

Konkret liefert HP das Igel-Betriebssystem ab Werk optional auf den Geräten HP t430, t540 und t640 aus. Diese sind direkt über HP-Channel-Partner und -Distributoren erhältlich. „Die globale Zusammenarbeit mit HP ist ein bahnbrechender Moment für Igel“, freut sich Jed Ayres, CEO von Igel.

Alex Thatcher, General Manager der Cloud Client Group bei HP pflichtet bei: „Mit Igel zusammen setzen wir uns dafür ein, Kunden eine Auswahl an Innovationen zu bieten, die ihren Anforderungen an hybrides Arbeiten gerecht werden.“

Dynamischer Markt

Die Marktforscher von IDC Research betrachten die Kooperation im Lichte einer fortschreitenden Marktdynamik. So ordnet Linn Huang, Vice President of Devices and Displays, den Vorgang folgendermaßen ein: „Unsere jüngsten Untersuchungen zeigen, dass der Markt für Virtual Desktop Infrastructure (VDI) auf ein beschleunigtes Wachstum ausgerichtet ist.“ Der rasche Umstieg vieler Unternehmen auf hybride Arbeitsmodelle habe Flexibilität zu einer Priorität im modernen IT-Design gemacht. „In der Folge werden Thin Clients und digitale Arbeitsumgebungen eine immer wichtigere Rolle für Unternehmen spielen“, so Huang.

Igel Ready-Programm

Die Zusammenarbeit von Igel und HP ist auf Nachfrage mehrerer großer gemeinsamer Kunden entstanden, heißt es aus dem Unternehmen Igel. Diese hätten die Kombination HP-Igel bereits in der Praxis eingesetzt. Zu diesem Kreis zählen „Konzerne in den Bereichen Handel, Gesundheits- und Finanzwesen“. Die Tests und Validierungen erfolgten im Vorfeld im Rahmen der Teilnahme von HP am Igel-Ready-Programm. Die beiden Unternehmen arbeiten nun auch vertrieblich bei der globalen Bereitstellung und technisch bei der Unterstützung der integrierten Lösungen zusammen.

Am „Igel-Ready-Programm“ nehmen mittlerweile mehr als 100 Technologiepartner teil. Damit soll sichergestellt werden, dass eine Vielzahl von Infrastrukturen, Anwendungen, Peripheriegeräten und Hardware unterstützt wird. Headsets, Drucker, Diktiergeräte, SmartCards und weitere Devices werden dabei dahingehend geprüft, dass sie reibungslos in der Igel-OS-Infrastruktur funktionieren.

Igel OS 12

Vor Kurzem hat Igel ein paar Details zum kommenden Igel OS 12 bekannt gegeben. Die neue Version soll im Sinne des „Consumerization“-Trends als Service-Hub dienen, über den verschiedene Cloud Services zur Verfügung gestellt werden, damit Mitarbeiter künftig ihren Arbeitsplatz selbst in Betrieb nehmen können, ohne dass ein IT-Support-Mitarbeiter vor Ort sein muss. Im Prinzip soll die Eingabe der Firmenmailadresse in Kombination mit verschiedenen Sicherheitsmechanismen reichen.

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