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Wiederaufbau in den Flutgebieten läuft auf Hochtouren Telekom: Ausbau von Glasfaser und 5G kommt gut voran

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Die Telekom liegt beim 5G- und FTTH-Ausbau eigenen Angaben zufolge im Plan. Seit Jahresbeginn biete man 430.000 neue FTTH-Anschlüsse, außerdem könnten bereits 85 Prozent der Menschen in Deutschland das 5G-Netz der Telekom nutzen. Auch in den Flutgebieten seien Fortschritte zu verzeichnen.

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Die Telekom kann derzeit 85 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland mit 5G versorgen.
Die Telekom kann derzeit 85 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland mit 5G versorgen.
(Bild: Telekom)

Im Jahr 2021 habe die Telekom im Festnetz 430.000 gigabitfähige Glasfaseranschlüsse (FTTH, Fiber to the home) ermöglicht und dafür über 30.000 Kilometer Glasfaser verlegt. Allein im Juli seien es über 85.000 Anschlüsse gewesen. Ziel für das Gesamtjahr 2021 seien 1,2 Mio. Glasfaseranschlüsse.

Ein Schwerpunkt liege dabei auf dem ländlichen Raum. Hier will die Telekom in den kommenden Jahren ihre Ausbauaktivitäten deutlich verstärken und bis 2030 mindestens acht Mio. Glasfaseranschlüsse realisieren.

55.000 Antennen im 5G-Netz

Im Mobilfunknetz der Telekom funken jetzt 55.000 mit 5G, so das Unternehmen. Damit könnten nun 85 Prozent der Menschen in Deutschland den neuen Mobilfunkstandard nutzen. Bis Jahresende will die Telekom die 90-Prozent-Marke überschreiten. 5G auf dem 3,6-GHz-Frequenzband sei in mehr als 60 Städten verfügbar. Neu hinzugekommen seien die Städte Bad Tölz, Gießen, Göttingen, Leverkusen, Mainz, Münster, Oberhausen, Recklinghausen, Regensburg und Wuppertal, außerdem Antennen in den Kreisen Mayen-Koblenz, Merzig-Wadern, Mettmann, im Rhein-Sieg-Kreis und im Rheinisch-Bergischen Kreis. Zusätzlich habe die Telekom auch in Städten, die bereits eine 5G-Versorgung auf der 3,6-GHz-Frequenz haben, weitere Standorte in Betrieb genommen.

Das Thema „5G Standalone“ werde von der Telekom ebenfalls weiterverfolgt. „Derzeit betreiben wir in vier deutschen Städten Standalone-Standorte und sind mit den Tests sehr zufrieden. Diese Technik wird das gesamte Potenzial von Virtual und Augmented Reality, Mobile Gaming und industrieller Vernetzung freisetzen. Bis zur kompletten Umstellung sind allerdings noch verschiedene Entwicklungsschritte nötig, da der Mehrwert für unsere Kundinnen und Kunden oberste Priorität hat – und dieser Mehrwert liegt in einer möglichst großflächigen Versorgung mit Highspeed“, erläutert Walter Goldenits, Technik-Chef der Telekom in Deutschland.

Mit 5G Standalone werde künftig auch die Infrastruktur im Kernnetz vollständig auf eine neue, cloudbasierte 5G-Architektur umgerüstet. Diese Weiterentwicklung von 5G sei die Voraussetzung für neue Einsatzmöglichkeiten wie Network Slicing oder Edge Computing.

Wiederaufbau in den Flutgebieten

Insbesondere im Festnetz seien die Schäden der Flutkatastrophe noch nicht alle behoben, berichtet die Telekom. In den betroffenen Gebieten seien mittlerweile rund 80 Prozent wieder am Netz. Bei knapp 20.000 Anschlüssen arbeite man an Lösungen, um auch diese möglichst bald wieder schalten zu können.

Für den Wiederaufbau gelte: Schnelligkeit geht vor Perfektion. Dabei bediene man sich auch provisorischer Lösungen. Häufig sei die Infrastruktur aber so schwer zerstört, dass sie komplett neu aufgebaut werden müsse. In den stark betroffenen Ortsteilen werde die Telekom direkt Glasfaser ausbauen. Das Unternehmen habe hierfür bislang 17 Kommunen identifiziert: Ahrbrück, Altenahr, Antweiler, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Bad Münstereifel (Innenstadt, Gewerbegebiet, Iversheim, Arloff), Kall (Sötenich, Urft), Schleiden/Schleiden-Gemünd, Stolberg (Mitte, Vicht), Dernau, Euskirchen-Schweinheim, Fuchshofen, Hönningen, Insul, Mayschoß, Rech, Schuld und Sinzig (Kernstadt, Bad Bodendorf). Insgesamt handele sich um rund 35.000 Anschlüsse.

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