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Bericht: Netzverfügbarkeit teilweise unter 50 Prozent Schlechte 4G-Abdeckung in Deutschland

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Einem Bericht der Analysten von Opensignal zufolge ist die 4G-Abdeckung in ländlichen Regionen Deutschlands deutlich geringer ist als in städtischen Gebieten. In manchen Gegenden auf dem Land stehe den Nutzern in weniger als 50 Prozent der Zeit 4G zur Verfügung.

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In manchen ländlichen Regionen Deutschland ist die 4G-Verfügbarkeit miserabel.
In manchen ländlichen Regionen Deutschland ist die 4G-Verfügbarkeit miserabel.
(Bild: © – Zarathustra – stock.adobe.com)

Opensignal habe für den Bericht die Reichweite und Verbreitung der ländlichen 4G-Verfügbarkeit analysiert und dabei den Zeitanteil gemessen, in dem Internetnutzer mit 4G-fähigem Gerät und entsprechendem Abonnement tatsächlich eine 4G-Verbindung nutzen konnten. Das Ergebnis: Keiner der deutschen Flächenstaaten hatte 4G-Verfügbarkeitswerte über 80 Prozent.

Die höchste 4G-Verfügbarkeit (77,3 %) habe man in Sachsen-Anhalt festgestellt, die niedrigste in Rheinland-Pfalz (66,7 %). Im Schnitt liege die Verfügbarkeit zwischen 70 und 75 Prozent, was bedeuten würde, dass die Nutzer über ein Viertel der Zeit keinen 4G-Anschluss haben.

Einer gründlichere Untersuchung der ländlich geprägten Gebiete Deutschlands habe noch größere Abweichungen bei der 4G-Verfügbarkeit offenbart. Die Spanne reiche von 88,2 Prozent im Saale-Orla-Kreis in Thüringen bis zu 48,3 Prozent im baden-württembergischen Landkreis Waldshut.

Derzeit würden Deutschlands Netzanbieter den Ausbau von 5G vorantreiben. Da die ländliche 4G-Verfügbarkeit in einigen Regionen jedoch immer noch unter 50 Prozent liege, so Opensignal, werde es für deutsche Kunden in diesen Gebieten wenig Anreiz geben, auf teure 5G-Verträge umzusteigen, wenn die Betreiber 5G nicht deutlich offensiver in diese ländlich geprägten Regionen einführen als sie es bisher mit 4G getan haben.

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