Kommunikation schließt Lücken in Geschäftsprozessen

Sanft migrieren von Voice over IP zu Unified Communications

26.01.2009 | Autor / Redakteur: Thomas Wiemers / Ulrike Ostler

Heute sind Mitarbeiter vernetzt trotz ihrer Mobilität, Quelle: Siemens
Heute sind Mitarbeiter vernetzt trotz ihrer Mobilität, Quelle: Siemens

Im Enterprise 2.0 laufen Geschäftsprozesse schnell. Um mithalten zu können und um gleichzeitig alle Kommunikationswege im Blick zu haben, setzen Firmen auf Communications-enabled Business Processes (CEBP). Die Kommunikation ist nahtlos integriert und das führt zu Effizienzsteigerungen und besseren Services – für viele ein langfristiges Ziel. Doch die ersten Schritte sollten jetzt getan werden.

Herausforderungen wie Globalisierung, Mobilität, flexible Arbeitsmodelle und Teamarbeit prägen heute die Arbeitswelt. Und weil der „Smart Knowledge Worker“ ständig unterwegs und damit schwer erreichbar ist, hat man ihn mit einer Vielzahl von Kommunikationsmitteln ausgerüstet.

„Knowledge Worker“ empfangen heute bis zu 100 verschiedene Nachrichten an sieben unterschiedlichen Orten. Quelle: Experton Group
„Knowledge Worker“ empfangen heute bis zu 100 verschiedene Nachrichten an sieben unterschiedlichen Orten. Quelle: Experton Group

Neben dem normalen Festnetztelefon gehören dazu vor allem mobile Geräte wie Handy, Laptop, PDA oder ein Smartphone. Und zu den klassischen Kommunikationsmitteln Brief, Telefon und Fax sind E-Mails, Instant Messaging, Audio-, Video- und Webkonferenzen oder Twitter hinzugekommen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Statistiken aus den USA – so eine aktuelle Studie des Münchener Beratungsunternehmens Experton Group – zeigen, dass ein „Knowledge Worker heute im Durchschnitt knapp 100 Nachrichten pro Tag an bis zu sieben unterschiedlichen Orten empfängt. Rund 39 Prozent verpassen zudem pro Tag mindestens fünf Anrufe im Büro, Anrufe, die potentiell wichtig sind.

Insel-Hopping statt Informationsfluss

Kein Wunder, denn die Kommunikationsinfrastruktur in deutschen Unternehmen ist nach wie vor noch weitgehend von der Parallelität der existierenden Insellösungen für jedes Kommunikationsbedürfnis geprägt. Und Unified-Communications-Lösungen (UC) befinden sich vielfach immer noch in der Evaluierungsphase.

Obwohl mittlerweile diverse Systeme als technisch ausgereift angesehen werden können, erwarten die Experten der Experton Group den großen Durchbruch für UC in Deutschland erst im Jahr 2010. Allerdings gibt es bereits Licht am Ende des Tunnels, denn bereits heute realisieren etliche Anwender Pilotprojekte oder setzen Teil-UC-Lösungen um und erzielen damit positive Ergebnisse, die sich auch betriebswirtschaftlich rechnen lassen.

Diese Lösungen vereinheitlichen die vielen unterschiedlichen Kommunikationsmittel auf einfache Art und Weise unter einer gemeinsamen Benutzeroberfläche und reichern die Kommunikationstechnik mit der Präsenzinformation an – und zwar so, wie es der Anwender in der jeweiligen Situation braucht.

Intuitiv lässt sich diese komplexe Technik vom Anwender bedienen. So definiert der User die Regeln seiner Kommunikation, zum Beispiel präsenzbasiert, Heißt: für wen er wann und wie erreichbar ist.

Die Voraussetzung für UC sind lediglich konvergente Sprach- und Datennetzwerke, in denen auf Basis des Internet-Protokolls (IP) sowohl die Telefonie („Voice over IP“) als auch die Daten- und Videokommunikation in hoher Qualität und zuverlässig und sicher abgewickelt werden. Eine Technik also, die heute bereits in vielen Unternehmen vorhanden ist und die sich problemlos ausbauen lässt.

weiter mit: Sanfte Übergänge statt harte Landungen

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