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Cisco startet Infinite Broadband RPHY-Lösung für Kabelzugangsnetze

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Im Rahmen seiner Strategie für verteilte Zugriffsarchitekturen für Kabelnetzbetreiber führt Cisco mit Infinite Broadband eine vollautomatisierte Remote-PHY-Lösung (RPHY) ein. Infinite Broadband ermögliche offene, virtualisierte Netzwerke und fördere interoperable Standards.

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Eine Converged Cable Access Platform (CCAP) und Remote PHY bilden die Grundlage für die Virtualisierungs- und Full Duplex-DOCSIS-Strategie von Cisco.
Eine Converged Cable Access Platform (CCAP) und Remote PHY bilden die Grundlage für die Virtualisierungs- und Full Duplex-DOCSIS-Strategie von Cisco.
(Bild: Cisco)

Die Zusammenarbeit der beiden CableLabs-Standards Remote PHY und DOCSIS 3.1 (Data Over Cable Service Interface Specification) erweitere die Kapazität von Kabel-HFC-Anlagen. Aufbauend auf dem konvergierten Breitbandrouter Cisco cBR-8 und GS7000-Knotenplattformen könne RPHY die Energie-, Kälte- und Hub-Standort-Dimensionierung reduzieren und dadurch die Gesamtbetriebskosten senken. Gleichzeitig bilde RPHY die Grundlage für die Virtualisierungs- und Full Duplex-DOCSIS-Strategie von Cisco.

Die RPHY-Lösung basiert Cisco zufolge auf einer offenen, standardisierten Software, die auf dem CableLabs OpenRPD-Forum 2016 entwickelt wurde. Diese Open-Source-Initiative schaffe ein Ökosystem an Remote-PHY-Geräten (RPD) und somit Betreibern die Möglichkeit, den RPD-Anbieter auszuwählen, der die Bedürfnisse am besten erfüllt. Dennoch seien sie nicht an einen einzelnen Hersteller gebunden. RPHY sei bereits seit April 2017 bei Kunden im Einsatz.

Ebenfalls verfügbar ist die Cisco RPHY Deployment Automation Software. Sie basiere auf dem modellgetriebenen Netzwerkkonfigurationsmodell (NETCONF) und der YANG-Technologie und sorge dafür, dass die neuen Remote-PHY-Geräte einfach und automatisch bereitgestellt werden können. Dies führe zu Einsparungen bei bestehenden manuellen Provisioning-Lösungen.

„Kabelbetreiber sind auf der Suche nach Lösungen, um die Breitbandbedürfnisse von kleinen Unternehmen zu erfüllen und neue Anwendungen wie OTT-Streaming-Video und 5G mobile Backhaul zu unterstützen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, müssen Betreiber ihre Netze vereinfachen und die Kapazitäten erhöhen. So können sie neue Dienste vermarkten und haben gleichzeitig die Kosten unter Kontrolle“, sagt Daniel Etman, Product Marketing Director bei Cisco für den Geschäftsbereich Cable Access. „RPHY ist der nächste Schritt hin zu einem All-IP-Netzwerk, das schneller, skalierbarer und einfacher zu bedienen ist. RPHY bildet die Basis für weitere Netzwerkentwicklungen, wie beispielsweise Infinite DOCSIS und Cloud Native Technologien. Diese ermöglichen es unseren Kunden, die Gesamtbetriebskosten zu senken und gleichzeitig ihre Kabelnetzwerke für die Zukunft wettbewerbsfähig zu halten.“

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