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Netzwerk ohne Hitzestau
Der Countdown zu 800G

Von CTO und CISO Anna Kobylinska und Filipe Pereira Martins 10 min Lesedauer

Was sich wie ein Prototyp einer Schwerlastrakete von Jeff Bezos’ „Blue Origin“ oder Elon Musks „SpaceX“ anhört, ist nichts anderes als der nächste Netzwerkstandard, der sich auf Biegen und Brechen ins Rechenzentrum drängt. Den Schwarzen Peter für 800G kann man getrost der KI zuschieben.

Vorbildlich: Hier sitzt der neue 800GE-Port (ganz rechts) direkt neben etablierten 400G-Links – realisiert mit „Nokia 800G-ZR+“-Single-Lambda-Optiken, die 800 Gbit/s über eine einzige Wellenlänge übertragen, in einem Router vom Typ „Nokia 7750SR“.(Bild:  DE-CIX)
Vorbildlich: Hier sitzt der neue 800GE-Port (ganz rechts) direkt neben etablierten 400G-Links – realisiert mit „Nokia 800G-ZR+“-Single-Lambda-Optiken, die 800 Gbit/s über eine einzige Wellenlänge übertragen, in einem Router vom Typ „Nokia 7750SR“.
(Bild: DE-CIX)

Das Versprechen lautet: 800 Gigabit pro Sekunde (Gbps) Bandbreite pro Leitung. Der Standard ist längst ratifiziert und bei den großen Cloud-Anbietern bereits in ersten Praxisszenarien angekommen. Nvidia, Meta, Oracle & Co sprinteten mit der Adoption eifrig voraus und setzen bereits 800G fähige Ethernet Switches und ASICs ein, um ihre GPU Cluster über Standorte hinweg zu verbinden. Was kann daran also noch schwierig sein?

Die Herausforderungen heißen Abwärme, Platzbedarf, Biegeradien, Gewicht – und ein deutlich höherer Strombedarf.