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Ping Plotter, MetaPing und PPing für den schnellen Überblick Netzwerküberwachung mit Ping-Tools

Autor / Redakteur: Thomas Joos / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Mit kostenlosen Ping-Tools ist es möglich, sich einen schnellen Überblick darüber zu verschaffen, ob Netzwerkgeräte erreichbar sind und grundsätzlich funktionieren. Wir stellen in diesem Beitrag einige Tools in diesem Bereich vor.

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Mit teilweisen kostenlosen Ping-Tools lässt sich die Fehlersuche im Netzwerk oft erheblich beschleunigen und vereinfachen.
Mit teilweisen kostenlosen Ping-Tools lässt sich die Fehlersuche im Netzwerk oft erheblich beschleunigen und vereinfachen.
(Bild: © dennizn - stock.adobe.com)

Um sich einen Überblick darüber zu verschaffen, ob bestimmte Netzwerkgeräte und Computer online sind, können Ping-Tools sehr hilfreich sein. Die Tools benötigen keinen Agenten auf den jeweiligen Endgeräten. Dazu kommt der Vorteil, dass sehr einfach überschaut werden kann, wann einzelne Netzwerkgeräte Probleme mit der Kommunikation im Netzwerk haben.

PingPlotter Free – Routingprobleme lösen

PingPlotter ist ein mächtiges Ping-Tool, das auch als kostenpflichtige Version zur Verfügung steht. Die kostenlose Free-Version ist eingeschränkt. Es ist aber möglich, die kostenpflichtige Version bis zu 14 Tage kostenlos zur testen. Nach den 14 Tagen läuft die Testversion ab und aktiviert automatisch die Funktionen der Free-Version von PingPlotter. Es ist nach der Installation aber auch möglich, gleich die Free-Version zu aktivieren. Die Anbieter stellen auch eine Version für macOS und iOS zur Verfügung.

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PingPlotter kann die einzelnen Hops beim Routing auflösen und anzeigen. Auch hier kann das Tool die Leistung zu dem jeweiligen Knoten anzeigen. Mit PingPlotter können daher auch Routingprobleme identifiziert und behoben werden. Auch Paketverluste zeigt PingPlotter an.

MetaPing – Mehrere Geräte parallel überwachen

MetaPing kann Ping-Anfragen und -Antworten zu Geräten im Netzwerk visualisieren. Die aktuelle Version ist auch dazu in der Lage, die letzten acht Stunden des Datenverkehrs zu überwachen. Dadurch ist es möglich, auch über längere Zeiträume sicherzustellen, ob ein Netzwerkgerät ordnungsgemäß im Netzwerk kommunizieren kann. Der Zeitraum kann flexibel zwischen einer Minute und acht Stunden über das Icon „Chart-Span“ konfiguriert werden.

MetaPing zeigt auf einen Blick an, ob ein Host kontaktierbar ist und wie hoch die Netzwerklatenz ist, zusammen mit einem Verlaufsdiagramm. Für jeden Host zeigt das Tool die minimalen, maximalen und durchschnittlichen Latenzen sowie die Betriebszeit an. Dazu wertet MetaPing auch die Pakete aus, welche die Geräte zurückschicken. Durch einen Klick auf einen angebundenen Host zeigt MetaPing weitere Informationen an.

Mit MetaPing können auch mehrere Geräte parallel angebunden werden. Dazu ist der Name oder die IP-Adresse des Gerätes notwendig, und ein Klick auf das Pluszeichen. Geräte, die aktuell nicht funktionieren, zeigt MetaPing mit einem roten Icon an, die funktionierenden Geräte stellt MetaPing mit einem grünen Icon dar.

Über den Menüpunkt „Groups“ lassen sich einzelne Geräte zu Gruppen zusammenfassen. Durch das Umschalten der Gruppe zeigt MetaPing anschließend die Ergebnisse der Pings für die jeweilige Gruppe an.

PPing für Windows und Linux – Ports anpingen

PPing ist ein Tool für die Konsole und bietet keine grafische Oberfläche. Das Tool ermöglicht nicht nur das Anpingen von Computern, sondern kann auch spezielle Ports anpingen. Dadurch kann festgestellt werden, ob ein bestimmter Port eines Netzwerkgerätes auch funktioniert.

Das Tool muss nicht installiert werden. Nach dem Extrahieren des Archives steht „pping.exe“ in Windows und Linux zur Verfügung. Um zum Beispiel zu überprüfen, ob für die IP-Adresse 192.168.1.1 der Port 80 geöffnet ist, wird der folgende Befehl eingegeben:

pping 192.168.1.1 80

Ist der Port geschlossen, zeigt PPing das in der Konsole an. Um zu überprüfen, ob der Standard-RDP-Port auf einem Computer geöffnet ist, kann der folgende Befehl verwendet werden:

pping 192.168.1.230 3389

Es ist auch möglich mehrere Ports zu Pingen. Die Liste wird dazu einfach mit Kommas getrennt, zum Beispiel mit:

pping 192.168.1.1 80,443 -d

Der Parameter „-d“ sorgt dabei für eine detaillierte Ergebnisdarstellung. Um mehrere Ports zu pingen, die zwischen zwei Ports liegen, wird die folgende Syntax verwendet:

pping 192.168.1.1 80-443 -d

Neben TCP-Ports unterstützt PPing auch UDP. Soll neben der IP-Adresse auch der DNS-Namen aufgelöst werden, steht zusätzlich die Option „-res“ zur Verfügung, zum Beispiel:

pping thomas-joos.com 3389 -res

Das Tool setzt vier Pings ab. Soll die Verbindung kontinuierlich erfolgen, wird die Option „-t“ genutzt. Das Tool ist auch dann sinnvoll, um nach dem Start eines Servers zu überprüfen, wann ein bestimmter Port geöffnet ist. Sobald der Port offen ist, wird der Pingvorgang unterbrochen (Option „-as“ – Autostop), zum Beispiel mit:

pping 192.1678.1.230 3389 -t -as

ManageEngine Free Ping and Traceroute Tool

Das kostenlose Free Ping Tool von ManageEngine kann verschiedene Aufgaben durchführen und bis zu 10 Geräte gleichzeitig überwachen. Neben den Standard-Funktionen zur Visualisierung von Pings, lassen sich mit dem Free Ping Tool auch die Round Trip Zeit, der Prozentsatz der Paketverluste und die Anzahl der Hops angezeigt werden.

Die Anzahl der erfolgreichen und fehlgeschlagenen Pings listet das Tool für jedes angebundene Gerät auf. Die einzelnen Meldungen zeigt das Tool farblich unterschiedlich an. Ping-Details, Datendiagramme und Traceroute-Details können auch gespeichert werden. Die Traceroute-Funktion von Free Ping zeigt den vollständigen Trace-Pfad des Hosts zusammen mit der Round-Trip-Zeit an. Mit DNS-Lookup lassen sich umfangreiche Informationen zu einem Host bezüglich der DNS-Einträge anzeigen.

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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist