Im IP-Insider-Test: NetMan Desktop Manager 5 von H+H Software

NDM 5 – Remote Desktop Programme und Lizenzen im Griff

| Autor / Redakteur: Frank-Michael Schlede und Thomas Bär / Andreas Donner

Mit dem NetMan Desktop Manager 5 von H+H Software lassen sich Remote-Desktop-Sitzungen perfekt verwalten.
Mit dem NetMan Desktop Manager 5 von H+H Software lassen sich Remote-Desktop-Sitzungen perfekt verwalten. (Bild: H+H Software)

IT-Profis müssen Remote-Desktop-Sitzungen verwalten – auch wenn ihnen Windows hierfür nur wenige Funktionen bereitstellt. Gebraucht wird aber nicht nur die Möglichkeit, für eine sichere Arbeitsumgebung gezielt Desktop-Anwendungen bereitzustellen, sondern auch eine stringente Lizenzverwaltung. Der NetMan Desktop Manager verspricht all das.

Windows ist die Plattform für den Desktop und – von wenigen Apple-Systemen einmal abgesehen – in den meisten Unternehmen die einzige Arbeitsumgebung, mit der Benutzer täglich arbeiten (müssen). Dank der steten Entwicklung im Bereich Server Based Computing (SBC) sind die Unterschiede zwischen dem herkömmlichen Desktop auf einem Fat Client und der über Terminalserver bereitgestellten Arbeitsumgebungen für die Nutzer kaum noch zu spüren.

Allerdings sind die Verwaltungsmittel, die von den Windows-Systemen für Terminalserver bereitgestellt werden, doch eher spartanisch und können vielen Ansprüchen einfach nicht genügen. Auch aus diesem Grund haben sich Firmen wie die H+H Software GmbH mit Lösungen wie „NetMan Desktop Manager 5“ (NDM) darauf spezialisiert, die Verwaltung und Integration der Programme zu vereinfachen und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Windows Remote Desktop Server insgesamt zu optimieren.

Windows Remote Desktop Server: Was gilt es zu verbessern?

Wenn in einem Unternehmen nur wenige Anwender einen einzelnen Terminalserver nutzen, hält sich der administrative Aufwand auch bei Einsatz der Windows-Bordmittel eher in Grenzen. Weitaus komplexer wird es für Administratoren, wenn sie beabsichtigen, gezielt Remote-Applikationen auf lokalen Windows-Desktops bereitzustellen und diese dann zudem noch möglichst stark mit dem Basisbetriebssystem verzahnen wollen.

Sollen die Nutzer eine Terminalserver-Installation akzeptieren, so ist eine gekonnte Integration von Remote-Applikationen auf deren lokalen Desktops extrem wichtig: Vielen Anwendern ist die Verwendung verschiedener Arbeitsumgebungen schlicht ein Graus.

Neben der Integration verlangen Benutzer, dass RDP-Sitzungen – ganz gleich ob sie den Bildschirm füllen oder in einem „Seamless Window“ eine einzelne Applikation anzeigen – ebenso schnell und zügig wie lokale Anwendung reagieren. Innerhalb eines Unternehmensnetzwerks mit schneller LAN-Verbindung ist dies gewöhnlich auch kein Problem. Die Frustration bei den Nutzern steigt aber häufig enorm an, wenn eine WAN-Verbindung oder schmalbandige Standleitungen zum Einsatz kommen, über die nicht nur die RDP-Daten übertragen werden müssen.

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Schließlich haben auch die Administratoren eine sehr klare Vorstellung davon, wie eine RDP-Bereitstellung im Unternehmen auszusehen hat: Die Zuweisung von Einstellungen, Anwendungen und die Nutzung von Peripheriegeräten wie beispielsweise Druckern muss ohne zusätzliche Anmelde-Skripte möglich sein. Denn nur so lassen sich mögliche Fehlerquellen wirkungsvoll reduzieren.

Zudem sind einfache Techniken für den Lastenausgleich, die in den frühen Versionen des Network Load Balancings (NLB) zum Einsatz kamen, absolut nicht mehr zeitgemäß. Dazu zählen Verfahren wie beispielsweise Round-Robin oder das simple Zählen von aktiven Sitzungen. Heute verlangen die IT-Verantwortlichen, dass die tatsächliche Last von einem Session-Broker unter Berücksichtigung von CPU- und RAM-Nutzung zwischen mehreren Servern effektiv verteilt wird.

Was ist der NetMan Desktop Manager?

Das in Göttingen ansässige System- und Softwarehaus H+H Software GmbH stellt mit der Lösung NDM Desktop Manager über fünfzig spezielle Funktionen bereit, mit denen Administratoren den Benutzern sowohl Applikationen als auch individuelle Desktops einfacher und zügiger zur Verfügung stellen können. Dabei übernimmt die Server-Software den Verbindungsaufbau, überwacht die Verbindung zwischen Client und Terminalserver und steuert auch die Gestalt des Desktops.

Die Software arbeitet auf Windows Server 2003 und höher und benötigt ungefähr 1 GByte freien Festplattenspeicher für die Software und die Datenbank. Auf der Seite der Client-Systeme unterstützt sie Windows ab der Version 98/2000 Professional mit einem Web-Client. Ab Windows XP SP3 und höher steht eine lokale Client-Installation zur Verfügung. Neben Windows arbeitet die Software über Java und RDP mit OS X, ThinClients und Linux zusammen. Android- und Apple iOS-Geräte nutzen RDP-Verbindungen oder den so genannten AccessToGo-Client.

Für die aktuelle Version 5 haben die Entwickler die Benutzeroberfläche komplett neu entwickelt und die Software im Hintergrund auf eine schnelle NoSQL-Datenbank umgestellt. Der Hersteller verspricht, dass durch diese Maßnahmen der Anwendungsstart und der Session-Aufbau deutlich schneller geworden sind. Aber auch in verteilten Umgebungen, die über WAN- oder Internet-basierte-Verbindungen arbeiten, soll die Software schneller reagieren können: Deshalb hat die Firma eine Komprimierung für RDP integriert, die sie als „NDM RDA“ (NDM Remote Desktop Acceleration) bezeichnet. Gemäß den herstellereigenen Messungen kann dadurch eine Beschleunigung der Darstellung bis zum Faktor 10 erzielt werden. Abgerundet wird die aktuelle Version der Software durch die Möglichkeit, IPv6 und virtuelle Anwendungen wie beispielsweise Microsofts App-V einzusetzen.

weiter mit: Installation und Inbetriebnahme

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