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Nachholbedarf bei netzbetreiberunabhängigen Diensten GSMA veröffentlicht Regulatory Playbook für Satellitendienste

Von Bernhard Lück 1 min Lesedauer

Ein Leitfaden der GSMA soll politischen Entscheidungsträgern weltweit als Orientierung für die Regulierung von Satellitenkommunikation dienen. Das „Satellite Regulatory Playbook“ adressiert vor allem neue Dienste wie Satellitenbreitband und Direct-to-Device-Kommunikation (D2D).

Der schnell wachsende Sektor der Satellitenkonnektivität benötigt einheitliche und zukunftsfähige politische Rahmenbedingungen.(Bild:  © rottenman – stock.adobe.com)
Der schnell wachsende Sektor der Satellitenkonnektivität benötigt einheitliche und zukunftsfähige politische Rahmenbedingungen.
(Bild: © rottenman – stock.adobe.com)

Hintergrund des in Zusammenarbeit mit Access Partnership entwickelten Leitfadens ist die wachsende Verbreitung von Satellitendiensten in der erdnahen Umlaufbahn (Low Earth Orbit, LEO), die zunehmend als Ergänzung zu terrestrischen Mobilfunk- und Breitbandnetzen fungieren. Laut GSMA betrifft der regulatorische Nachholbedarf vor allem Direct-to-Device-Dienste (D2D), bei denen Satelliten direkt mit Endgeräten kommunizieren, ohne dass zwingend eine Kooperation mit Mobilfunkanbietern erforderlich ist. Bei Angeboten, die über Mobilfunkbetreiber laufen, seien die bestehenden Schutzmechanismen in der Regel bereits ausreichend.

Das Playbook soll Behörden konkrete, an nationale Gegebenheiten anpassbare Anleitungen liefern. Ziel sei eine technologieneutrale Regulierung, die unabhängig von der Übertragungsart – terrestrisch oder satellitengestützt – zu vergleichbaren Ergebnissen für Verbraucher führt. Die GSMA argumentiert, dass widerstandsfähige digitale Gesellschaften auf dem Zusammenspiel verschiedener Konnektivitätsformen beruhen und rechtliche Rahmenbedingungen entsprechend einheitlich gestaltet werden müssten.

Acht regulatorische Säulen

Der Leitfaden benennt acht Themenbereiche, die Regulierungsbehörden bei der Modernisierung ihrer Rahmenbedingungen berücksichtigen sollten:

  • Regeln für lokale Einrichtungen
  • Nationale Sicherheit
  • Verbraucherschutz und operative Maßnahmen
  • Anforderungen an Infrastruktur und Einrichtungen
  • Bereitstellung von Endgeräten für Endnutzer
  • Steuerliche Überlegungen
  • Rettungsdienste und öffentliche Sicherheit
  • Durchsetzung

Die Empfehlungen stützen sich laut GSMA auf die eigenen Grundsätze des Verbands. Die GSMA verweist auf die fortschreitende technische Weiterentwicklung und Ausweitung von Satellitendiensten und sieht harmonisierte, zukunftsorientierte Regulierungsansätze als Voraussetzung dafür, dass Verbraucher, Unternehmen und Gesellschaften die Vorteile der nächsten Generation von Konnektivitätslösungen ausschöpfen können.

Das vollständige Satellite Regulatory Playbook ist bei der GSMA erhältlich.

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