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E-Sports-Athleten toben mit Höchstgeschwindigkeit durch virtuelle Unendlichkeit

Gigabits schießen durch das ProCurve-Netz der World Cyber Games

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Die Architektur

Die Wettbewerbe finden in abgeteilten Zonen statt: „Need for Speed“, Age of Empire, Starcraft, Bruderkrieg, FIFA 2008, Asphalt 3, Carom 3 D und Red Stone und Warcraft II. Außerdem gibt es noch einen abgeschotteten Bereich, in dem die Wettkämpfer sich vorbereiten können. Diese Zonen, sowie das Operation Center selbst sind an die Verteiler angeschlossen, die im Operation Center stehen.

In einem Bereich, der nur zugänglich ist für Spieler und Zuschauer über 16, finden sich getrennte Zonen für Counter Strike 1.6, Command & Conquer 3 und Halo 3. Außerdem gibt es auch hier Übungsräume, eine Showbühne und ein Broadcast-Studio. Der Knoten, der diese Bereiche vorsorgt, ist außerdem noch für den Informationsschalter und das Spiel Guitar Hero 3 zuständig.

Die Verteiler nutzen zwei Modelle „5406 zl“, 54 Gigabit „SX-LC Mini-GBIC“, 4 zl 24p Mini GBIC, 4, zl 875W Power Supply, zl 24 10/100/1000 PoE, 4 „X2-SC SR Optic“ für 10 GbE, 4 „10 GbE X2-SC LR Optic“ sowie 4 „zl 4 p 10 GbE M“.

Die Zugangs-Switches stehen zumeist direkt auf den Tischen der Spieler. Sie stellen jedem eine Kapazität von 40 bis 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung.

Im Einzelnen handelt es sich bei den Zugangsgeräten um 5 „2900-24 G“-Clients, 18 Clients „3500yl“, 27 des Modells „2610-24“, zwei „3500 yl 48GPWR“ und 56 „Gigabit SX-LC Mini GBIC“. Dazu kommt ein Wireless-Router „2810-48 G“ für das Pressezentrum.

„Es gibt ein paar Super-Computer-Installationen, die dieselben Switches nutzen“, sagt Ruybal. Rund 90 Millionen Bits verteilt ein Switch pro Sekunde. Der Vater eines 19monatigen Sohnes räumt ein, dass das Netz von dieser Warte eigentlich völlig überdimensioniert ist. Er schätzt, dass die Spieler gerade einmal zwei Prozent der Kapazität benötigen.

Für die Verbindungen ins Internet allerdings sehe das schon anders aus. Hier würden in etwa 60 Megabit pro Sekunde in jede Richtung gesendet, das heißt: 60 Prozent des 100 Megabit-Links werden benötigt. Im vergangenen Jahr zu den World Cyber Games, so Ruybal, seien es nur 40 Prozent gewesen.

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste

Trotzdem haben er, beziehungsweise seine Mitstreiter von Gigahertz noch jede Menge Ersatz-Equipment dabei. „Man weiß ja nie“, sagt Ruybal. „Das ist nur für den Fall, dass doch einmal eine Komponente ausfällt.“

Gigahertz stattet sowohl Veranstaltungen als auch Unternehmen mit IT-Equipment aus. Allerdings ist das Grand Final der WCG in diesem Jahr eine Premiere für die Zusammenarbeit von HP ProCurve und Gigahertz. Doch Ruybal ist sehr zufrieden. „Es klappt gut“, sagt er. Vielleicht käme eine solche auch anderweitig in Frage.

Er selbst hat schon im August angefangen, das Netz für die November-Veranstaltung zu planen. Doch es ist ein Sache, einen Plan zu machen und dann innerhalb von eineinhalb Tagen das Netzwerk aufzubauen, zumal den in Kalifornien lebenden Amerikaner der Jet-Lag plagt.

In der Halle 8 steht alles, hinter den Kulissen wird noch gebastelt. Im Openration Center sieht es eineinhalb Stunden vor der WCG-Eröffnung nach Arbeit aus. (Archiv: Vogel Business Media)

„Ich versuche immer, eine möglichst flexible Architektur aufzusetzen“, sagt er. Doch wenn ich bei einer solchen Veranstaltung ankomme, muss immer noch das eine oder andere angepasst werden. Ändern lässt sich allerdings nicht mehr, dass bei der Ankunft bereits die Kabel in den dafür vorgesehen Schächten versenkt sind. Zudem hat der Veranstalter bereits einiges an Ausstattung verbaut.

weiter mit: Gigahertz im Dauerstress und -test

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