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E-Sports-Athleten toben mit Höchstgeschwindigkeit durch virtuelle Unendlichkeit

Gigabits schießen durch das ProCurve-Netz der World Cyber Games

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Gigahertz im Dauerstress und -test

Sobald ein Subnetz steht, kann getestet werden: „Mach doch einmal den WLAN-Router an“, heißt es. „Befindet sich der Bühnen-Switch im richtigen Sub-LAN? Funktioniert der Server? Können die Spieler untereinander kommunizieren?“

(Archiv: Vogel Business Media)

Ruybal: „Wenn hier etwas falsch läuft, weiß es die ganze Welt.“ Deshalb hält er die Luft an, wenn das erste Showmatch auf der Hauptbühne startet und die Internet-Fans das Match live verfolgen wollen.

Die Unterteilung in Subnetze hat etwa den Vorteil, dass, sollte ein Netz ausfallen, die anderen weiter betrieben werden können. Doch das ist nicht die einzige Sicherheitsmaßnahme, die Ruybal geplant hat.

Denn zu einem umfassenden Sicherheitskonzept gehört neben der physikalischen Segmentierung auch die logische und das Festlegen und Implementieren von Regeln und Grenzwerten – für das Monitoring, für die Netzzugangskontrollen, für das Core-Mapping und die Firewall beispielsweise.

Sicher ist alles sicher! Ups!

So kommt neben dem ProCurve-Management-Produkt „Manager Plus“ auch der „Network Community Manager“ zum Einsatz. Im Wesentlichen gehe es darum, frühzeitig Störungen zu erkennen und auszuschalten. „Wir arbeiten zum Beispiel mit Mustererkennung zur Virenabwehr“, erläutert Ruybal. Zugleich wird ständig per S-Flow der Netzwerkverkehr beobachtet. „In Cancun beispielsweise hat jemand einmal versucht, Filme beziehungsweise Videos über unser Netz auf private Rechner herunterzuladen. Den haben wir einfach abgeschaltet.“

Alles hat Ruybal dennoch nicht einkalkulieren können. Gleich am ersten Spieltag fällt der Strom für etwa zwei, drei Minuten aus. Schuld ist die Beleuchtung eines Kamerateams. Die Lampe explodiert und schaltete die Stromversorgung ab. In der Folge arbeitet der DHCP-Server fehlerhaft. Damit kann der Rechner keine dynamischen IP-Adressen zuweisen. Betroffen sind die Rechner, also die Gamer, die sich nach diesem Vorfall im Netz anmelden. „Da ist Software-technisch etwas durcheinander gekommen“, versucht Gigahertz-Kollege Kuschke zu erklären. Betroffen ist trotz physikalischer und logischer Unterteilung das gesamte WCG-Netz – ein Fall für den künftigen Einsatz von Unterbrechungsfreier Stromversorgung?

Jedenfalls ist der Spuk nach einer halben Stunde vorbei.

(Archiv: Vogel Business Media)

PS: „Im finalen Medaillenspiegel belegt die deutsche Delegation mit insgesamt vier Medaillen den vierten Platz hinter Südkorea, den Niederlanden und den USA. Die Koreaner haben zwei Gold- und drei Silbermedaillen gesammelt, Niederlande hat Gold in Warcraft III und Project Gotham Racing 4 plus Bronze in Need for Speed: Pro Street und die Bilanz der USA beinhaltet einmal Gold, einmal Silber und dreimal Bronze.“ Zitat der deutschen WCG-Website. Die kommenden Endausscheidungen finden 2009 in der chinesischen Stadt Chengdu statt. Weiteres gibt das WCG-Komitee am 23. April bekannt.

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