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E-Sports-Athleten toben mit Höchstgeschwindigkeit durch virtuelle Unendlichkeit

Gigabits schießen durch das ProCurve-Netz der World Cyber Games

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Die Anforderungen an das WCG-LAN

In dieser kunterbunten, kultigen Atmosphäre agieren HP-ProCurve-Mann Ruybal und zwei Mitstreiter des Partners Gigahertz GmbH, Kay Dennis Kuschke und Michel Sieber. Jedem ist klar, dass das Netz auf den Punkt zu funktionieren hat, das gilt für die Arena-Spieler in der Halle 8, in der die Kölnmesse die WCG untergebracht hat, für die Endausscheidungen auf der Showbühne, für die Übertragung ins Web und für das Kabel und Wireless-Netz des Pressezentrums. Es darf keine Verzögerungen geben, das Netz muss möglichst schnell sein und absolut sicher.

Videospiele benötigen schnelle, leistungsfähige Rechner. Die ersten 64bit-Betriebssysteme gab es in einer Spielekonsole. Doch das Netz muss nicht in erster Linie Bandbreite bereit stellen, sondern für einen konstanten, verzögerungsfreien, stetigen Fluss der Daten sorgen, erläutert Ruybal. Im Unternehmensbereich wäre das am besten mit Anforderungen vergleichbar, die Voice-over-IP-Anwendungen forderten. Es gehen vergleichsweise kleine Pakete über das Netz.

Ganz schön spartanisch: Der verteilerknoten auf auf einem einfachen Tisch, der AMD-Rechner auf dem Fußboden im Pressezentrum. (Archiv: Vogel Business Media)

Trotzdem stellt HP ProCurve Equipment vom Feinsten zur Verfügung. Das Netz ist dreischichtig und komplett redundant ausgelegten mit Core- (Fabric-), Distributions- und Access-Switches sowie einem WLAN-Router im Pressezentrum.

Die Ausstattung

Sowohl an den gelben Glasfaserkabeln als auch an der Beschriftung erkennbar: Hier handelt es sich um den Kern des WCG-Netzes. Darum herum gruppieren sich Distributions-Switches als auch Fabric Switches. (Archiv: Vogel Business Media)

Im Kern des Netzes ein Switch mit der Bezeichnung „8212 zl“, sowie 6 „Gigabit SX-LC Mini GBIC“, 2 „zl 24p Mini GBIC“, 4 Stromversorgungsmodule „zl 875W“, 2 Management-Module mit der Bezeichnung „8200 zl“, 2 Module „zl 24 für Power over Ethernet (PoE) für 10, 100 und 1000 Megabit-Leitungen, 4 Glasfaser-Anschlussmodule „X2-SC SR“ für 10 Gigabit-Ethernet (10 GbE), 4 Glasfaser-Module „X2-SC LR“ 10 GbE sowie 4 Module „zl 4 p 10 GbE“. Die Management-Software ist die Version 2.2 vom „Manager Plus“.

Ausgestellt ist der Turm im Operation Center, von außen zu bewundern durch eine Glasscheibe. Tatsächlich bleiben schon vor der Eröffnung und in den Spielpausen immer wieder WCG-Besucher und Teilnehmer vor der Technik stehen.

Die Hauptleitungen mit jeweils 100 Megabit pro Sekunde führen zu zwei Knoten. Einer davon befindet sich im Pressezentrum, seitlich neben der Hauptbühne. Dieser versorgt die Access-Switches im Pressezentrum, im Bereich Internet-Broadcasting, im Kontrollraum, und den Switch unter der Bühne. Ruybal geht davon aus, dass bis zu 35 Millionen Internet-User die Spiele verfolgen.

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