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Update für verteilte IT- und OT-Netze EndianOS 6.9 erweitert Kontrolle beim Fernzugriff

Von Berk Kutsal 1 min Lesedauer

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Endian hat Version 6.9 seines Betriebssystems EndianOS veröffentlicht. Das Release ergänzt genehmigungspflichtige Fernzugriffe, ein Privileged Access Management und ein bei Bedarf aufgebautes Layer-2-VPN. Ein Kernel-Upgrade soll zudem Leistung und Hardware-Kompatibilität verbessern.

Endian veröffentlicht EndianOS 6.9 mit genehmigungspflichtigem Fernzugriff, Privileged Access Management, On-Demand-Layer-2-VPN und Kernel-Upgrade für IT- und OT-Netze.(Bild:  Endian)
Endian veröffentlicht EndianOS 6.9 mit genehmigungspflichtigem Fernzugriff, Privileged Access Management, On-Demand-Layer-2-VPN und Kernel-Upgrade für IT- und OT-Netze.
(Bild: Endian)

EndianOS ist ein gehärtetes, Linux-basiertes Betriebssystem und bildet die Grundlage der Endian Secure Digital Platform, die IT- und OT-Umgebungen vernetzt und nach dem Zero-Trust-Prinzip absichert. Die Plattform gliedert sich in Security-Gateways, Management-Tools und Endpunkt-Konnektivität. Die Vorversion 6.8 hatte eine OAuth-2.0-Anmeldung und eine Deep-Packet-Inspection-Engine ergänzt.

Genehmigungspflichtige Zugriffe und Sitzungsaufzeichnung

Mit Version 6.9 lassen sich Fernzugriffe vorab genehmigungspflichtig machen. Nutzer beantragen den Zugriff auf definierte Ressourcen über ein Formular samt gewünschtem Zeitfenster; aufgebaut wird die Verbindung erst nach Freigabe durch autorisierte Personen. Ein Privileged Access Management überwacht Zugänge mit privilegierten Rechten, setzt Richtlinien automatisiert durch und protokolliert das Verhalten der Nutzer nach der Anmeldung. Sitzungen lassen sich aufzeichnen und für Audit- und Compliance-Zwecke ablegen, einschließlich Anbindung an S3-kompatible Speicher für die langfristige Archivierung. Gerade beim Fernzugriff auf OT-Systeme gelten VPN und Mehr-Faktor-Authentifizierung allein als unzureichend.

Layer-2-VPN auf Abruf

Neu ist ein On-Demand-Layer-2-VPN, das Nutzern oder Technikern bei Bedarf direkten Layer-2-Zugriff auf entfernte Netze verschafft. Damit lassen sich SCADA- oder Legacy-Protokolle unterstützen sowie Geräte einbinden, die keine klassische Layer-3-Kommunikation über TCP/IP bieten. Die Verbindung wird gezielt aufgebaut und macht permanente Datentunnel überflüssig.

Onboarding und Kernel

Das Onboarding neuer Gateways soll transparenter ablaufen und Rollouts beschleunigen; Werkzeuge zur Konfigurationsverwaltung decken laut Anbieter den gesamten Lebenszyklus ab. Ein Kernel-Upgrade für alle Produkte bringt eine überarbeitete Speicherverwaltung, optimierte Workload-Planung und höhere Systemstabilität.

Zur Einordnung der Funktionen verweist Endian-CEO Raphael Vallazza auf die verteilte Infrastruktur moderner Unternehmen: „Mit der wachsenden Komplexität steigen aber auch die Anforderungen an Sicherheit, Kontrolle und regulatorische Konformität. EndianOS 6.9 trägt dieser Entwicklung Rechnung und ermöglicht mehr Flexibilität bei maximaler Kontrolle und Transparenz.“

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