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Netzwerkausfälle und ihre Ursachen Die fünf größten Gefahren für das Netzwerk

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner |

Von der IT wird ständige Verfügbarkeit erwartet. Weil die Systeme jedoch immer komplexer werden, das Equipment teilweise immer älter ist und die IT-Teams immer mehr gefordert sind, kommt es vermehrt zu Netzwerkausfällen. Opengear nennt die fünf Hauptursachen.

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Netzwerkausfälle sind nicht nur ärgerlich, sie können auch zu Umsatzverlust oder Schadensersatzforderungen führen.
Netzwerkausfälle sind nicht nur ärgerlich, sie können auch zu Umsatzverlust oder Schadensersatzforderungen führen.
(Bild: © – RolandoMayo – stock.adobe.com)

Netzwerkinfrastrukturen sind die Blut- und Nervenbahnen für Geschäftsprozesse; mehr und mehr kritische Daten – insbesondere durch den zunehmenden Einsatz von Cloud-Services oder IoT-Geräten – laufen über sie. Können aufgrund eines Netzwerkausfalls Mitarbeiter nicht mehr auf Server und Storage zugreifen oder werden ganze Produktionsabläufe oder Auslieferungsprozesse gestört, kann es allerdings richtig teuer werden. Da kommen schnell Summen von bis zu mehreren Tausend Euro pro Minute zusammen.

Opengear zufolge kommt es vor allem aus den folgenden fünf Gründen zu Netzwerkausfällen:

  • Stromausfälle: Viele Downtime-Zeiten lassen sich auf Stromausfälle durch Umwelteinflüsse wie Blitzeinschläge, unvorsichtige Baggerfahrer bei Baumaßnahmen sowie Störungen in Lüftern, Kondensatoren, Steuerungs- und Versorgungseinheiten zurückführen.
  • Menschliches Versagen: Ein großer Risikofaktor für Netzwerke sind die eigenen IT-Mitarbeiter, durch deren manuelles Eingreifen Fehler auftreten können. Ein Beispiel sind Konfigurationsfehler, etwa bei der routinemäßigen Wartung.
  • Cyberkriminalität: Auch wenn in der Realität die meisten Ausfälle innerhalb des unternehmenseigenen Netzwerks verursacht werden, stellen Cyberkriminelle eine große Gefahr dar. Sie hacken sich in Systeme ein, stören diese oder fahren ganze Netzwerke herunter.
  • Komplexität des Netzwerks: Die meisten Netzwerkkomponenten werden immer komplexer, führen hochentwickelte Software-Stacks aus und sind anfällig für Bugs, Exploits, Umgebungseinflüsse wie Temperatur oder Feuchtigkeit und damit für Ausfälle.
  • Vernetzung bis an den Rand (Edge): Der Zugriff auf Anwendungen und Daten aus der Cloud ist in vielen Unternehmen mittlerweile Standard. Gleichzeitig wird in der IoT-Vernetzung Edge Computing zur Schlüsseltechnologie. Je mehr Unternehmen allerdings Daten auf einem einzelnen Gerät oder an entfernten Standorten haben, desto mehr schaffen sie einen Single Point of Failure.

Angesichts dieser zahlreichen Fehlerquellen, so Opengear, sei eine zuverlässige Überwachung und Verwaltung von Rechenzentren, Serverräumen und Remote-Standorten für Unternehmen geschäftsrelevant. Diese Maßnahme erfordere eine robust designte Infrastruktur. Die IT-Abteilung müsse daher sicherstellen, dass die komplette IT, einschließlich der Netzwerkgeräte wie Router, Switches, WAN-Optimierungslösungen, Firewalls sowie alle verteilten Anwendungen und Server, korrekt installiert und gewartet ist. Nimmt ein Administrator z.B. bei den Netzwerk-Switches falsche Einstellungen vor oder konfiguriert sie fehlerhaft, könne das dahinterliegende Netzwerk ausgebremst werden oder ganz ausfallen. Zudem sei besonders für Unternehmen mit Filialnetzen, verteilten Rechenzentren, Produktions- oder Office-Standorten ein verlässlicher Fernzugriff für ihre kritische IT-Infrastrukturen entscheidend, um Downtime zu minimieren. Denn ein verteiltes Netzwerk habe von Natur aus mehr Schwachstellen und sei anfälliger für Serviceunterbrechungen.

„Mit der fortschreitenden Digitalisierung wird die Vermeidung von Ausfallzeiten zu einer Kernaufgabe für Unternehmen. Die betriebswirtschaftlichen Folgen eines Netzwerkausfalls infolge von Umsatzverlust, Schadensersatzforderungen durch Kunden sowie erhöhte Personalkosten können schnell existenzgefährdend sein – ganz abgesehen von einem möglichen Imageschaden für das betroffene Unternehmen“, erklärt Dirk Schuma, Sales Manager Europe bei Opengear. Deshalb sei es wichtig, die Kontrolle über das komplette Netzwerk zu behalten.

„Im Unterschied zu herkömmlicher In-Band-Fernwartung, etwa über Tools wie Telnet, kann mit einem Out-of-Band-Management auch bei Ausfall der üblichen Kommunikationsverbindungen von LAN und DSL weiterhin auf die Geräte zugegriffen und zeitnah eine Ferndiagnose erstellt werden“, sagt Schuma. „IT-Teams können per Out-of-Band eine alternative Verbindung aufbauen, wenn das primäre Netzwerk ausfällt.“

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