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Wirtschaftshochschule implementiert flächendeckendes Drahtlosnetzwerk Cologne Business School zieht auf virtualisiertes WLAN um

Autor / Redakteur: Julia Manderbach / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Das bislang an der Cologne Business School (CBS) eingesetzte WLAN-System war dem Zuwachs an Studenten nicht mehr gewachsen, Überlastungen und geringe Geschwindigkeiten erschwerten das Arbeiten. Nach der Evaluierung verschiedener Systeme entschied sich die Hochschule für virtualisierte WLAN-Netzwerke mit Produkten von Meru Networks.

Die Cologne Business School (CBS) setzt in Sachen WLAN auf die Channel-Layering-Technik von Meru Networks
Die Cologne Business School (CBS) setzt in Sachen WLAN auf die Channel-Layering-Technik von Meru Networks
(Bild: CBS)

Die CBS mit ihrer wissenschaftlichen Management School EMS (Mainz) ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Die Studentenschaft verteilt sich auf insgesamt zehn Studiengänge sowie zwei MBA- (Master of Business Administration) und zwei Executive-Programme, davon jeweils einer berufsbegleitend. Generell versteht sich die CBS als international ausgerichtete Lehrinstitution. Sie unterhält Verbindungen zu zahlreichen internationalen Partnerhochschulen. Dadurch haben die Studenten die Möglichkeit, ein oder mehrere Semester lang ausländische „Hochschulluft“ zu schnuppern. Gleichwohl besuchen auch ausländische Studenten die deutsche Lehranstalt.

Viele Köche verderben den (Funk-)Brei – oder?

Insbesondere durch den Andrang vieler Studenten stieß das vorhandene WLAN-System an seine Kapazitätsgrenzen. Daher begann die IT-Abteilung der CBS frühzeitig damit, eine neue Lösung zu sondieren. Mit seiner Expertise im Bereich komplexer WLAN Umgebungen im Hochschulbereich unterstützte Systemintegrator Axians die Verantwortlichen des CBS bei der Auswahl des geeigneten Systems.

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Nach intensiver Selektion standen anschließend zwei Favoriten fest. Um die Stärken und Schwächen der anvisierten Systeme zu testen, richteten die IT-Mitarbeiter einen Live-Betrieb ein. Die Lösungen kamen im größten Hörsaal der Hochschule auf den Prüfstand, wobei 80 Personen gleichzeitig eine zwei GB große Datei auf ihr Endgerät herunterladen sollten. Aufgrund der positiven Testergebnisse fiel die finale Entscheidung zugunsten des Systems von Meru Networks.

Dieses bietet eine virtualisierte WLAN- und Einkanalarchitektur. Werden größere Kapazitäten benötigt, kann die IT-Abteilung einfach eine neue Kanalebene anlegen. Meru nennt dieses Vorgehen „Channel Layering“. So müssen keine komplett neuen Kanäle eröffnet werden. Zur Erweiterung des Netzwerks kann das IT-Personal per Plug & Play neue Access Points anbringen, ohne Ausleuchtungsmessungen durchführen zu müssen.

Viele User auf kleinem Raum

Des Weiteren überzeugte Meru durch besondere Qualitäten speziell für Umgebungen mit hoher Benutzerdichte, wie es an der CBS der Fall ist. Denn neben den Studierenden nutzen auch die Lehrenden sowie die Belegschaft der Verwaltung das Drahtlosnetzwerk. Hierbei ist besonders die Heterogenität der Geräte zu berücksichtigen. Denn es sind viele verschiedene Hersteller und Typen von Endgeräten vorhanden, im Gegensatz zu Unternehmen, die ihre Mitarbeiter meist mit Produkten eines einheitlichen Herstellers ausrüsten. Im Alltag muss das Netzwerk ca. 200 bis 300 Devices managen können, zu Semesterbeginn sind es mit knapp 600 Devices rund doppelt so viele.

Für die Entscheidungsträger der CBS war nicht zuletzt die Performance der Meru-Lösung bei hoher Userdichte ausschlaggebend. Durch den Umstieg wurde der Durchsatz von 54 Mbit auf 300 Mbit vergrößert, was vor allem der Internetrecherche durch Lehrende und Lernende der Hochschule zugutekam. Insgesamt konnte die Meru-Lösung auch im Vergleich zu einem Update/Upgrade aus ökonomischer Sicht punkten.

Implementation im laufenden Betrieb

Die Implementierung des Meru WLAN-Controllers MC3200 sowie des Access Points (AP) Typ AP320 erfolgte in weniger als einem Tag. Die Umstellung wurde im laufenden Betrieb während der Semesterferien durchgeführt, um unter möglichst geringer Last arbeiten zu können. Bei der Erstkonfiguration stand ein System Engineer des deutschen Meru-Supportteams dem IT-Personal der CBS zur Seite. Der Access Point-Austausch wiederum erfolgte in Eigenregie und dauerte knapp zwei Tage. Für eine solide Netzabdeckung wurden 65 Access Points und zwei Outdoor-APs installiert.

Eigenständige Gästeverwaltung

Die CBS hat für die Dozenten, die Verwaltungsbelegschaft sowie die Studenten drei voneinander getrennte Netzwerke eingerichtet. Zudem wurde ein neues Gäste-WLAN implementiert, das über die im Controller eingebaute Gast-Funktion bis zu 35 zeitlich begrenzte Netzwerkzugänge bereitstellt. Dies ist z.B. für Tagungen oder andere Veranstaltungen mit externem Publikum gedacht.

Damit wird die IT-Abteilung zusätzlich entlastet, denn bei der alten Lösung waren die Mitarbeiter stets gefragt, wenn Gastzugänge benötigt wurden: Diese mussten über das Active Directory manuell freigeschaltet werden.

Nachdem das neue WLAN erfolgreich in Betrieb ging, wurde nach kurzer Zeit klar, dass an zwei Stellen die vorhandenen Switches nicht in der Lage waren, die Leistungsfähigkeit des Systems beizubehalten. Hier brachten die Meru-APs deutlich mehr Leistung an die Switches heran als es bei der alten Lösung der Fall gewesen war. Aus diesem Grund implementierte das IT-Team an den entsprechenden Stellen zwei neue Switches, die dem Durchsatz gewachsen sind. Ansonsten verlief die Implementierung nahezu fehlerfrei.

Wertvolle Arbeitszeit gewonnen

Generell verzeichnet die CBS Zustimmung von Seiten der Dozenten, Studierenden und des weiteren Personals hinsichtlich der neuen Drahtlosverbindung. Der Support-Aufwand ist deutlich gesunken, sodass sich das IT-Personal anderen Aufgaben im Tagesgeschäft widmen kann.

„Das WLAN-System von Meru war eine sehr gute Investition“, meint Guido Lokietek, Head of IT Department bei der CBS. „Wir haben eine Lösung erhalten, die unseren Anforderungen – insbesondere hinsichtlich Heterogenität und Dichte – gerecht wird. Auch die Verwaltung des Netzwerkes ist einfacher geworden. Beispielsweise können wir neue Einstellungen schneller verteilen als zuvor. Ein großer Vorteil ist die Monitoring-Funktion, die uns detaillierte Einblicke in die WLAN-Auslastung gibt, z.B. zum Durchsatz oder den Nutzerzahlen. Einfache Menüführung und Übersichtlichkeit tragen natürlich ebenfalls zum Bedienkomfort bei.“

Für die Zukunft plant das CBS eine grundsätzliche Erweiterung des Netzwerkes. Je nach Entwicklung soll das Gäste-Management ausgebaut werden. Zudem interessieren sich die Verantwortlichen für Ergänzungen rund um das Netzwerk-Management in Form des E(z)RF Network Managers. Diese zentralisierte Software-Applikation bietet netzwerkweite Monitoring-Möglichkeiten sowie Ende-zu-Ende-Visibilität. Zudem unterstützt sie beim Troubleshooting, u.a. durch die kontinuierliche Aufzeichnung des Traffics. Beispielsweise kann das IT-Personal so vergangene Netzwerksituationen beobachten, um die Quelle von Problemen mit der End-User-Konnektivität zu ermitteln. Dabei erlaubt E(z)RF Network Manager direkten Zugang zu Echtzeit- sowie historischen Performanz-Metriken jedes angebundenen Controllers, APs und Clients.

Fazit

Extrem heterogene und dichte Umgebungen, wie sie z.B. an der CBS vorkommen, fordern eine WLAN-Struktur besonders heraus. Die „Virtual Cell“-Architektur von Meru bietet diesbezüglich den Vorteil, dass sie eine virtuelle Zelle quasi wie einen Schirm über alle APs hinweg aufspannt. Diese Zelle wird mittels Virtual-Port-Technologie in virtuelle Funknetze aufgeteilt, die wiederum jeweils einem WLAN-Client zugeordnet werden.

Der drahtlose Controller erhält dadurch die Kontrolle über alle verwendeten Ressourcen. Sollte ein AP ausfallen, übernimmt dessen Part der benachbarte AP, sodass keine kompletten Zusammenbrüche zu befürchten sind. Die neu eingebundene Funktion Guest Connect erleichtert dem IT-Personal des Weiteren die Arbeit, da die Generierung von Gastkonten über autorisierte Personen erfolgen kann statt wie bislang über die IT-Abteilung.

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