Adaptiva-Studie warnt vor Sicherheitsrisiken

Beunruhigender Stand der Windows-10-Migration

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Ohne eine möglichst kurzfristige Migration auf Windows 10 müssen Unternehmen erhebliche Sicherheitsrisiken in Kauf nehmen.
Ohne eine möglichst kurzfristige Migration auf Windows 10 müssen Unternehmen erhebliche Sicherheitsrisiken in Kauf nehmen. (Bild: © – Coloures-Pic – stock.adobe.com)

Obwohl der Support für Windows 7 im Januar 2020 endet, haben erst 14 Prozent der von Adaptiva befragten Unternehmen all ihre Systeme auf Windows 10 migriert – für den Anbieter von Endpunkt-Management- und Sicherheitslösungen ein aus Sicherheitssicht schockierendes Ergebnis.

Für seine Windows 10 Enterprise Impact Survey hat Adaptiva eigenen Angaben zufolge weltweit 450 Unternehmen befragt. Untersuchungsschwerpunkte seien der Stand der Migration auf Windows 10 und die damit verbundenen Herausforderungen gewesen.

Beim Status quo habe die Umfrage ernüchternde Ergebnisse erbracht: Nur 14 Prozent hätten bereits alle Systeme auf das neue Betriebssystem aktualisiert. Bei weiteren 34 Prozent seien es maximal die Hälfte der Systeme.

Für die noch ausstehenden Migrationen würden die Unternehmen teilweise erhebliche Projektlaufzeiten veranschlagen. Nur 45 Prozent gingen davon aus, dass die Migrationen innerhalb von sechs Monaten abgeschlossen wären, 29 Prozent rechneten mit sechs bis zwölf Monaten, und mehr als ein Viertel (27 %) schätzte, dass die Migration aller Systeme auf das neue Betriebssystem über ein Jahr in Anspruch nehmen würde.

Die Notwendigkeit einer Migration werde von den Befragten nicht bezweifelt. So hielten sie 89 Prozent für zwingend erforderlich, da es keinen Microsoft-Support mehr für ältere Betriebssystem-Varianten gebe. Für 72 Prozent sei eine Migration zudem aus Sicherheitsaspekten unerlässlich.

Die Studie sei auch der Frage nachgegangen, was die Unternehmen als größte Herausforderungen bei der Bereitstellung und Pflege von Windows 10 ansehen. Laut Adaptiva nannten:

  • 65 Prozent fehlende Mitarbeiter-Ressourcen,
  • 46 Prozent Kompatibilitätsprobleme bei Applikationen,
  • 39 Prozent Kosten,
  • 33 Prozent Schulungsaufwand für Endanwender,
  • 32 Prozent Datenmigration.

„Es liegt auf der Hand, dass Unternehmen ohne eine möglichst kurzfristige Migration auf Windows 10 erhebliche Sicherheitsrisiken in Kauf nehmen müssen“, erklärt Géza Lauturner, Country Manager DACH bei Adaptiva. „Dennoch verlaufen die Betriebssystem-Aktualisierungen nach wie vor schleppend. Und dafür liefert unsere Studie auch den entscheidenden Grund: die fehlenden Ressourcen für einen mit klassischen Systemmanagement-Tools zeitaufwendigen und komplexen Prozess. Eine alternative Möglichkeit bieten wir mit unserem Windows-10-Accelerator-Programm.“

Das Windows-10-Accelerator-Programm habe Adaptiva in der DACH-Region gemeinsam mit seinem strategischen Partner Proservia aufgesetzt, einem Anbieter für integrierte IT- und Personal-Lösungen und -Services. Zentraler Lösungsbestandteil sei die auf einer Peer-to-Peer-Architektur basierende Softwareverteilungsplattform Adaptiva OneSite. Sie ermögliche im Unterschied zu den in Microsoft-SCCM-Umgebungen benötigten zahlreichen Distribution Points eine Softwareverteilung von einem einzigen Server aus. Für die Installation von Upgrades oder Patches würde OneSite dann auch die Rechenleistung der einzelnen Windows-Clients nutzen. Durch diesen Lösungsansatz könnten Unternehmen Migrationen auf Windows 10 einfacher, schneller und kosteneffizienter durchführen.

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