WDM-PON-Technologie für Testumgebungen

ADVA beteiligt sich am Projekt 5G-XHaul

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Beim 5G-XHaul-Projekt kommt die WDM-PON-Technologie von ADVA Optical Networking zum Einsatz.
Beim 5G-XHaul-Projekt kommt die WDM-PON-Technologie von ADVA Optical Networking zum Einsatz. (Bild: IHP GmbH)

ADVAs WDM-PON-Lösung stellt in den Testumgebungen des 5G-XHaul-Projekts, einer von der EU geförderten Initiative zur Entwicklung von Mobilfunknetzen und -diensten, optische Verbindungen zwischen Zugangspunkten, Antennenstandorten und der Festnetzinfrastruktur bereit.

Das 5G-XHaul-Projekt ist Bestandteil der öffentlich-privaten Partnerschaft für 5G (5G PPP) im EU-Programm „Horizont 2020“ und zielt darauf ab, Fronthaul-Netze (Anbindung von abgesetzten Antennen) und Backhaul-Netze (Anbindung von Mobilfunkbasisstationen) zu revolutionieren und dadurch die für den LTE-Advanced-Standard erforderliche Infrastruktur zu schaffen. Im Rahmen dieses dreijährigen europaweiten Projekts kooperieren Unternehmen mit Forschungseinrichtungen und Universitäten, um gemeinsam den neuen 5G-Standard zu entwickeln und damit dem rasant wachsenden Bedarf nach höherer Bandbreite gerecht zu werden.

„5G wird phänomenale Bandbreite für mobile Endgeräte bereitstellen. Das Problem ist, dass die Kapazitätsanforderungen für die Anbindung der Antennenstandorte und der dahinterliegenden Festnetzinfrastruktur ebenfalls enorm steigen“, erklärt Christoph Glingener, CTO von ADVA Optical Networking. „Das 5G-XHaul-Projekt schafft eine einzigartige Plattform für die Zusammenarbeit und ermöglicht uns, dieses Problem in Angriff zu nehmen. Es ist eine äußerst wichtige gemeinsame Initiative, und wir freuen uns sehr, einen so großen Beitrag leisten zu können. Mit unserer WDM-PON-Architektur können wir eine Welt aufbauen, in der sich Mobilfunkgeräte von jedem Ort aus mit dem Internet verbinden können. Wir gestalten eine neue Mobilfunkarchitektur, in der Anwendungen und Dienste dem Benutzer überall hin folgen, damit dieser mit geringstmöglicher Signallaufzeit darauf zugreifen kann. Funklöcher gehören damit der Vergangenheit an: Selbst in engen Häuserschluchten und abgelegenen ländlichen Gebieten wird man mühelos in hoher Auflösung (High Definition, HD) Telearbeit betreiben und Videos streamen können. 5G wird auch in Hochgeschwindigkeitstransportmitteln für zuverlässige Mobilfunkverbindungen sorgen.“

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Das 5G-XHaul-Projekt soll 2018 seinen Höhepunkt erreichen, wenn das Team von ADVA Optical Networking einen groß angelegten Feldversuch im englischen Bristol durchführen wird. Dieser stadtweite Test werde zeigen, wie die Flexibilität im passiven Netz mithilfe der hocheffizienten und kostengünstigen abstimmbaren Laser, die in ADVAs WDM-PON-Lösung zum Einsatz kommen, erhöht werden kann. Die finanziellen Mittel für diese einzigartige Zusammenarbeit werden von der 5G PPP der EU bereitgestellt. Das endgültige Ziel dieses Projekts bestehe darin, die Fronthaul- und Backhaul-Netze von der System- und Architekturebene bis hin zur physikalischen Schicht zu überdenken. Durch die Virtualisierung von Netzfunktionen und Software-Defined Networking (SDN) soll eine dynamische Zuteilung von Netzressourcen ermöglicht werden, um eine erhöhte Kapazität für 5G bereitzustellen und die Energieeffizienz maßgeblich zu steigern.

„Immer mehr mobile Nutzer möchten TV-Sendungen und Videos in Ultra-HD-Auflösung auf ihrem Mobilgerät streamen. Und das ist nur der Anfang“, so Jörg-Peter Elbers, Vice President Advanced Technology bei ADVA Optical Networking. „Die heutige Infrastruktur ist nicht einmal annähernd flexibel genug, um den Anforderungen von morgen gerecht zu werden. Ein Netzwerk mit mehreren zehn Mrd. Geräten muss dynamisch sein und sich automatisch selbst verwalten. Das 5G-XHaul-Projekt bringt Akademiker und Branchenexperten zusammen, um dieses Problem anzugehen. Die Zusammenarbeit mit universitären Forschungsabteilungen bedeutet auch für viele Studenten eine großartige Chance. Es ist nicht nur ein reales Projekt mit einem echten Produktziel, sondern es stellt die Studenten in den Mittelpunkt des nächsten großen Vorstoßes der Branche: Sie können dabei helfen, die Welt zu vernetzen, das Internet der Dinge voranzubringen und dafür zu sorgen, dass Europa eine führende Rolle beim Aufbau des Mobilfunknetzes der Zukunft einnimmt.“

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