Embedded-OS

22 Betriebssysteme für den Raspberry Pi

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Speziell für embedded devices wie beispielsweise Router gedacht: Das linuxbasierte OpenWRT
Speziell für embedded devices wie beispielsweise Router gedacht: Das linuxbasierte OpenWRT
(Bild: Screenshot)

Für Spezialanwendungen: OpenWRT, Max2Play und Volumio

Seit der Einführung von Linux haben sich zahlreiche verschiedene Distributionen des freien Betriebssystems entwickelt, die verschiedene Geschmäcker bedienen und unterschiedliche Vor- und Nachteile mit sich bringen. Im Gegensatz zu den zuvor genannten Systemen sind diese zwar nicht so weit verbreitet, haben aber bereits für bestimmte Anwender und Gebiete ihre Nischen gefunden. Eine der interessanteren Linux-Portierungen für das Raspberry Pi ist hier OpenWRT, ein offenes, Linux-basiertes Betriebssystem für Embedded Computing. OpenWRT wurde ursprünglich speziell für den Einsatz von Routern aufgebaut, ist inzwischen aber auch für andere Einsatzgebiete mit dem Schwerpunkt auf Wireless-Betrieb optimiert. OpenWRT ist ein offenes, von einer aktiven Community getriebenes Projekt und legt großen Wert auf hohe Flexibilität und einfache Gestaltungsmöglichkeiten für Embedded Devices.

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Eine Lösung zur schnellen Umsetzung spezifischer Anwendungen stellt das kommerziell auftretende Max2Play dar. Ursprünglich für den Einplatinenrechner Odroid konzipiert, ist dieses System nun auch für Raspberry Pi 2 und 3 verfügbar. Hinter dem Konzept steckt eine abgewandelte Raspbian-Distribution, die dem NOOBS-Installer der Raspberry Pi Foundation. Über eine browserbasierte Anwenderoberfläche sollen Nutzer selbst ohne tiefergehende Linux-Kenntnisse unkompliziert auch parallel mehrere als Plug-Ins bezeichnete Applikationen wie Mediacenter oder Hausautomatisierung einrichten und konfigurieren können.

Die Idee ist solide und der Umgang, solange man sich nur mit den Basiseinstellungen befasst, recht einfach geraten. So ganz ohne Linux-Vorkenntnisse, wie der Hersteller verspricht, kommt man allerdings aktuell bei dem OS nicht aus, wenn es etwa um die Konfiguration von USB-Geräten geht. Zudem sind bestimmte „Premium“-Anwendungen erst gegen eine Lizenzgebühr verfügbar. Wer allerdings nach bestimmten Komplettlösungen für das Raspberry Pi sucht, ohne groß selbst basteln zu müssen, kann einmal einen Blick auf das vorhandene Max2Play-Angebot werfen. Wer lieber ausgiebig selbst Hand anlegt, greift eher zu einem anderen spezialisierten OS oder gleich zum zuvor erwähnten ArchLinux.

Wer das Raspberry Pi als reines Audiosystem betreiben möchte, sollte einmal einen Blick auf die OS-Lösung Volumio werfen. Dabei handelt es sich um eine abgespeckte, spezialisierte Raspbian-Variante, die den Musikserver mpd verwaltet und sich über ein Webinterface per Smartphone, Tablet oder PC fernsteuern lässt. Die Einrichtung und das Einhängen von USB-Geräten wie etwa leistungsfähigeren Soundkarten oder einer NAS sind selbst für Laien angenehm unkompliziert. Das Diskimage ist für verschiedene Einplatinenrechner vorhanden, darunter auch seit Februar 2016 auch für das Raspberry Pi 2. An einer Lösung für das Raspi 3 wird derzeit gearbeitet.

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