Embedded-OS

22 Betriebssysteme für den Raspberry Pi

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Wer früher gerne Pidora auf dem Raspberry Pi eingesetzt hat oder generell Fedora gegenüber Debian (und dem Debian-Derivat Raspbian) bevorzugt, kann inzwischen zu Fedberry greifen. Die für das Raspberry Pi 2 optimierte Linux-Distribution ist ein Remix des aktuellen Fedora 23 und kann auf dessen App-Repository zurückgreifen.
Wer früher gerne Pidora auf dem Raspberry Pi eingesetzt hat oder generell Fedora gegenüber Debian (und dem Debian-Derivat Raspbian) bevorzugt, kann inzwischen zu Fedberry greifen. Die für das Raspberry Pi 2 optimierte Linux-Distribution ist ein Remix des aktuellen Fedora 23 und kann auf dessen App-Repository zurückgreifen.
(Bild: Fedberry.org)

Weitere Linux-Beispiele: Fedberry, Kali und OpenSUSE

Eine lange Zeit ebenfalls weit verbreitete Alternative, die lange Zeit auch im NOOBS-Installer integriert war, war die Fedora-basierte Linux-Distribution Pidora. Diese Linux-Variante war ab 2014 auf die in den Raspberry-Pi-1-Modellen verwendete ARMv6-Architektur zugeschnitten. Allerdings wird Pidora bereits seit geraumer Zeit nicht mehr weiterentwickelt, so dass sich das OS bereits auf dem Raspberry Pi 2 nicht mehr vernünftig einsetzen ließ.

Dafür springt hier der Fedora 23 Remix Fedberry in die Bresche. Dieses OS läuft auch auf den Modellen Raspberry Pi 2 sowie 2B und bietet Zugriff auf das umfangreiche Angebot an vorgefertigten Packages der aktuellen Fedora-23-Fassung. Im Vergleich zu Arch Linux – und, je nach Anwendung, auch zu Raspbian – hat Fedberry allerdings immer noch gelegentlich mit Geschwindigkeitsproblemen zu kämpfen. Anfänger oder Linux-Nutzer, die Fedora gegenüber Debian bevorzugen, sollten allerdings gut mit diesem Betriebssystem zurechtkommen. Grundsätzlich ist es zwar möglich, Fedora 23 auch direkt auf einem Raspberry Pi 3 Model B zu installieren. Allerdings ist hierbei mit deutlichen Leistungseinschränkungen zu rechnen, da – ähnlich wie bei Arch Linux - die zugrunde liegende ARMv8-Prozessorarchitektur noch nicht voll unterstützt wird.

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Eine vergleichsweise junge Linux-Distribution, um die sich aber schnell eine große Fangemeinde gebildet hat, ist Kali Linux. Das 2013 erstmals veröffentlichte Betriebssystem basiert ursprünglich auf Debian und ist speziell auf Sicheheitstests und –anwendungen optimiert. Kali Linux wurde schnell auf diverse Prozessorarchitekturen angepasst und unterstützt seit Version 1.0.9 (August 2014) auch das Raspberry Pi B+. Version 2.1.2 von Kali lässt sich auch auf dem Raspberry Pi 2 und dem Raspberry Pi 3 installieren.

Neben den hier genannten haben auch andere Linux-Varianten auf die eine oder andere Art ihren Weg auf den Einplatinenrechner gefunden. So unterstützt etwa auch OPENSuse, früher weit verbreitet und in Deutschland noch mit einer treuen Fangemeinde, die ARM-Prozessorarchitektur und lässt sich auch für den Einsatz auf dem Raspberry Pi 2 anpassen. Allerdings ist das OS nicht optimal auf die Hardware des RasPi zurechtgeschnitten, so dass die Installation von OpenSUSE auf dem Einplatinenrechner nur wirklich eingefleischten Fans zu empfehlen ist.

Auch andere Linix-Distributionen haben einen Weg auf den Einplatinenrechner gefunden, so etwa gentoo. Ähnlich wie auch OpenSUSE sind diese aber in der Regel nicht für einen idealen Einsatz auf dem Raspberry Pi ausgereift.

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