Automatisierung mit ONVIF-Profil Q

Zentrales Management für große IP-Kameranetzwerke

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Christian Rannetshauser: „Automatisierte, selbstheilende Netzwerke sind heutzutage in jeder Branche entscheidend für den zuverlässigen Betrieb und die Effizienz“.
Christian Rannetshauser: „Automatisierte, selbstheilende Netzwerke sind heutzutage in jeder Branche entscheidend für den zuverlässigen Betrieb und die Effizienz“. (Bild: Allied Telesis)

Allied Telesis integriert eigenen Angaben zufolge als erster Hersteller von Ethernet-Switches das Profil Q des Open Network Video Interface Forums (ONVIF) in sein Autonomous Management Framework (AMF). Dies soll das Management großer und mittlerer Überwachungsnetzwerke erleichtern.

Nach Ansicht von Allied Telesis werden sich die ONVIF-Spezifikationen für die nahtlose Interoperabilität von IP-basierten Videosystemen und zugehöriger Managementsoftware als offener Industriestandard durchsetzen. Laufende Pilotprojekte mit Herstellern von IP-Kameras und Überwachungsdienstleistern würden bereits jetzt auf eine beeindruckende Bandbreite an Vorteilen für kommerzielle Überwachungsanwendungen hindeuten.

Die Integration von Profil Q in die Netzwerkkomponenten von Allied Telesis sei vor allem für Systemintegratoren und Service-Provider eine gute Nachricht. Sie könnten die Kamera- und IoT-Netzwerke ihrer Kunden künftig mit automatisierter Steuerung, Verwaltung und Wartung unterstützen.

„Automatisierte, selbstheilende Netzwerke sind heutzutage in jeder Branche entscheidend für den zuverlässigen Betrieb und die Effizienz“, erläutert Christian Rannetshauser, Sales Director DACH/CZ/SK und Director EMEA Channel bei Allied Telesis. „Egal, ob in der Fertigung, in kritischen Infrastrukturen, im Gesundheitswesen, im Einzelhandel oder in der öffentlichen Verwaltung – die Technologien werden immer komplexer. Dies gilt insbesondere für große, dezentrale Netzwerke, die viel Überwachung und Pflege erfordern, während gleichzeitig ein erheblicher Mangel an qualifizierten Operatoren und Technikern besteht.“

Das Autonomous Management Framework (AMF) ermögliche einen hohen Grad an Automatisierung für viele Aspekte des Netzwerkbetriebs: von Asset-Management, kundenspezifischen Konfigurationen, der Erkennung und Fehlerbehebung bis hin zur Wiederherstellung im Notfall (Disaster Recovery). Damit sinke die Notwendigkeit, zusätzliches Personal für den Betrieb, die Kontrolle und die Wartung der jeweiligen Netzwerkumgebung einzustellen.

So müssten Unternehmen nicht jedes Mal einen Servicetechniker rufen, sobald innerhalb eines Überwachungsnetzwerks eine der IP-Kameras ausfällt: Wenn der automatische Neustart erfolglos sei, könne jeder Mitarbeiter das Gerät einfach auswechseln. Dazu gehöre nicht mehr, als die Austauschkamera in Position zu bringen und die „On“-Taste zu drücken. Danach kümmere sich die AMF-Management-Plattform um den Anschluss, die Konfiguration und die Integration in das Netzwerk.

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