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Microsoft System Center Configuration Manager 2007, Teil 7 WSUS 3.0 für Microsoft Updates verwenden

Autor / Redakteur: Frank Castro Lieberwirth / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Der siebte Teil der Artikelserie zum System Center Configuration Manager (SCCM), dem Nachfolger des Systems Management Servesr (SMS), widmet sich den Software Updates. SCCM verwendet die bereits bekannten Windows Server Update Services (WSUS) 3.0 und integriert diese. Administratoren profitieren somit von einer komfortablen Aktualisierung aller Computer in ihrem Netzwerk.

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Moderne Software besteht meistens aus einer Basis und vielen Updates und Patches.
Moderne Software besteht meistens aus einer Basis und vielen Updates und Patches.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die wichtigste Voraussetzung für SCCM Update Services sind die Windows Server Update Services (WSUS) 3.0. Dieser Server kann auf dem Standortserver (Site Server) oder einem beliebigen Server laufen, was in der Praxis zu empfehlen ist. Bei einem ausgelagerten WSUS muss allerdings auf dem Standortserver trotzdem die WSUS 3.0 Administrator-Konsole installiert sein.

Beide Server können sich die gleiche SQL-Datenbank teilen. Zur Prozessisolation ist es jedoch besser, WSUS- und SCCM-Datenbanken auf zwei verschiedenen SQL-Instanzen auf dem Servergerät laufen zu lassen. Wichtig ist, dass der WSUS installiert ist, bevor die Standortrolle „Software Update Punkt“ erstellt wird, da dieser die Synchronisation der Software Updates-Metadaten mit dem WSUS herstellt. Der Software Update Punkt liegt immer auf dem WSUS-Server, da der WSUS vom SCCM zur Synchronisation mit Microsoft angewiesen wird.

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SCCM-Clients mit dem Software Update Agent werden sich bei einem Deployment (nicht über Download-Funktion) später direkt mit dem WSUS verbinden. Somit ist auch der WSUS für das Herunterladen von Updates von Microsoft zuständig (siehe Abbildung 1)! Selbstverständlich sollte man sich auch Gedanken über die Netzwerkauslastung von Internet- und Intranet-Leitungen machen. Mögliche Konsequenzen können bessere Leitungen, Zeitfenster oder ein Network Load Balancing (NLB) für einen Internet basierten Software Update Punkt sein.

Da Betriebssystem, WSUS, SQL und SCCM bei der Installation viele Updates benötigen, sind im bisherigen Testverlauf nicht reproduzierbare Störungen aufgetreten, die sich nach erneutem Installieren der fehlerhaften Komponente wieder beheben lassen konnten. Beim Update des WSUS 3.0 auf SP1 musste beispielsweise der Update Punkt gelöscht und neu installiert werden. Da solche Ereignisse immer mal wieder vorkommen können, sollte auf Komponentenisolierung und Testverfahren nicht verzichtet werden.

weiter mit: Software Update Punkt-Infrastruktur

weitere Beiträge unserer SCCM-Reihe im Überblick:

  • Microsoft SCCM, Teil 1: Mehr als zehn Jahre System-Management – ein Überblick
  • Microsoft SCCM, Teil 2: Technische Planung in der Vorprojektphase eines SCCM-Einsatzes
  • Microsoft SCCM, Teil 3: Einführung in die interne Verwaltungsstruktur
  • Microsoft SCCM, Teil 4: Grundlegende Verwaltungsaufgaben: Standorteinstellungen und Sitemodus
  • Microsoft SCCM, Teil 5: Grundlegende Verwaltungsaufgaben: Discovery und Clientinstallation
  • Microsoft SCCM, Teil 6: Agenten für die Verwaltung von stationären und mobilen Computern
  • Microsoft SCCM, Teil 8: Softwareverteilung mit dem SCCM – grundlegende Server-Aufgaben
  • Microsoft SCCM, Teil 9: Softwareverteilung mit dem SCCM - Verteilung von Softwarepaketen und Kontrolle

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