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Drahtlose Kommunikation Wi-Fi 6 und 5G für eine hochvernetzte Welt

Von Hendrik Härter

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Sowohl Wi-Fi 6 als auch 5G bieten hohe Bandbreiten und hohen Datendurchsatz bei geringer Latenz. In Kombination lassen sie sich nicht nur in der Industrie einsetzen, sondern auch im Fahrzeug.

Der mobile Standard Wi-Fi 6 bietet hohe Bandbreiten bei geringer Latenz. Mit diesen Eigenschaften lässt er sich mit 5G kombinieren.
Der mobile Standard Wi-Fi 6 bietet hohe Bandbreiten bei geringer Latenz. Mit diesen Eigenschaften lässt er sich mit 5G kombinieren.
(Bild: (c) Pixel-Shot - stock.adobe.com)

Wi-Fi 6 (802.11ax) unterstützt in dichten Umgebungen mehr Clients. Zum Einsatz kommt sowohl das 2,4- als auch das 5-GHz-Band. Die Geschwindigkeit pro Stream steigt auf 287 MBit/s bei 2,4 GHz und 1.201 MBit/s bei 5 GHz.

Damit bekommt Wi-Fi 6 eine neuen Rolle und ergänzt LTE und 5G. In einem Whitepaper von Quectel Wireless Solutions gehen Experten von einer hypervernetzten Unternehmenszukunft aus. Wi-Fi 6 kommt in Stadien, bei großen Veranstaltungsorten oder in Büros zum Einsatz. Zu den neuen Aufgaben gehören aber auch Überwachung, Wartung und Infotainment. Außerdem lassen sich Fahrzeuginformationen personalisieren.

Markt für Wi-Fi 6 wächst rasant

Wi-Fi 6 wächst weiter: Das bestätigt das Marktforschungsunternehmen IDC und geht davon aus, dass in den nächsten zwei Jahren 79 Prozent aller ausgelieferten Wi-Fi-Geräte auf den neuen Standard Wi-Fi 6 entfallen werden.

Wi-Fi 6 bietet hohe Datenübertragungsraten, niedrige Latenzzeiten und eine hohe Netzwerkdichte, was viele Vorteile für private Netzwerke mit sich bringt. Beispielsweise benötigen Videoanwendungen einen hohen Datendurchsatz, Steuerungen in der Industrie eine niedrige Latenzzeit und vernetzte Gebäude viele stationäre Geräteverbindungen.

Das genügt allerdings nicht für alle Arten von Anwendungen. Bespiele sind Anwendungen mit hohen Anforderungen an die Mobilität wie POS oder wenn die Kommunikation über große Entfernungen erfolgen soll.

Interessant für Wi-Fi 6 sind neben Industrie 4.0 und der vernetzten Fertigung vor allem das intelligente Fahrzeug und Infotainment-Systeme. Hier sollen Wi-Fi 6 und 5G als komplementäre Technologien dienen.

5G und Wi-Fi 6 als hybride Systeme

So nutzen beispielsweise Kommunen eine Kombination aus Wi-Fi 6 und 5G. Mit dem hybriden Ansatz lässt sich der Verkehr in Echtzeit überwachen oder Geofencing umsetzen. Damit lassen sich personalisierte Warnungen an alle Personen innerhalb eines bestimmten geografischen Gebiets senden. Im Gesundheitswesen ist eine Kombination aus Wi-Fi 6 und Mobilfunk denkbar. Aber auch im Einzelhandel oder im Sport.

Die Experten von Quectel sehen Wi-Fi 6 vor allem im Automobilmarkt. Per Zugangspunkte lassen sich Gigabit-Hotspots im Fahrzeug unterstützen und somit das gesamte Fahrzeug mit drahtloser Kommunikation ausstatten.

Mit Blick auf die Infotainment-Anwendungen ist Ultra-HD-Videostreaming auf mehreren Displays möglich, die Inhalte von Displays von kompatiblen Geräten zu spiegeln sowie die Daten der drahtlosen Rückfahrkameras zu übertragen.

Neben dem Infotainment bietet Wi-Fi 6 Funktionen als MIMO-Client. Hohe Datenraten bei Verbindungen mit externen Zugangspunkten sind möglich. Dazu gehören Kfz-Dienste wie Fahrzeugdiagnose, Software-Updates und automatische Check-Ins beim Anfahren.

Neue Hardware für Wi-Fi 6

Anfang 2021 hat Quectel verschiedene Wi-Fi 6-Module angekündigt. Sie kombinieren Wi-Fi mit Bluetooth-Audio. Mit der neuen Hardware sollen nicht nur mehr Daten bei niedrigerer Latenz fließen, sondern auch der Stromverbrauch sinken und Abdeckung steigen.

Kombiniert man 5G mit Wi-Fi 6, dann sind die daraus entstehenden Module in der Lage, verschiedene Hochgeschwindigkeits-Anwendungen bereitzustellen. Dazu gehören MiFi und CPE (mobile Hotspots). Es lassen sich bis zu 32 Clients gleichzeitig verbinden und damit beispielsweise Smart-Home-Geräte verbinden.

Reduzieren lassen sich Überlastungen innerhalb des Netzwerks bei komplexen Innenraumszenarien. Die Funktionen bietet beispielsweise der Baustein aus der Serie C6X von Quectel, die zudem den WPA3-Verschlüsselungsmodus verwendet.

Dieser Beitrag stammt von unserem Schwesterportal Elektronikpraxis.

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