Ein Kommentar von Snom zur Gerätekompatibilitätsliste für Microsoft Lync

Welches IP-Telefon taugt für Microsoft Lync und IP-PBX?

25.05.2011 | Autor / Redakteur: Tim Köhler / Andreas Donner

Snom bezeichnet die eigenen Telefone als die felxibelsten für den Betrieb mit Microsft Lync und einer IP PBX
Snom bezeichnet die eigenen Telefone als die felxibelsten für den Betrieb mit Microsft Lync und einer IP PBX

Die neueste Generation seiner Unified Communications-Lösung hat Microsoft Ende 2010 eingeführt. Seitdem trägt der Microsoft Office Communications Server 2007 R2 (OCS) den neuen Namen Microsoft Lync 2010. Welche IP-Desktop-Telefone am besten für diese Basis geeignet sind, zeigt dieser Beitrag.

Mit einem einfachen Blick auf die veröffentlichte Liste kompatibler Geräte ist es bei der Wahl des richtigen Telefons für Microsoft Lync nicht ganz getan. Denn Microsoft unterscheidet zwischen Desktop-Telefonen, die „optimized for Lync“ sind, und so genannten „other compatible IP phones“. Aber bei genauerem Hinsehen erkennt man schnell, dass sich alle für Microsoft Lync 2010 optimierten Telefone sehr ähneln.

Überraschend ist das nicht, da diese Telefone alle auf die Microsoft Lync 2010 Phone Edition zurückgreifen, also eine von Microsoft selbst entwickelte Software. Dagegen sind die unter der Rubrik „other compatible IP phone“ erfassten Endgeräte – bspw. das Snom 300 und das Snom 821 – eigenständige Entwicklungen aus dem Hause Snom, die auf dem bewährten Snom SIP-Stack basieren. Daher sind die Snom-Geräte mit einer Vielzahl an bestehenden SIP-basierten IP-PBX-Anlagen kompatibel – und darüber hinaus auch mit Microsoft Lync 2010.

Wenn ein Unternehmen im großen Stil IP-Desktop-Telefone anschaffen möchte, ist es daher eine gute Idee, sich den tatsächlichen Funktionsbedarf genauer anzusehen.

Als „optimized for Lync“ sind also IP-Desktop-Telefone zertifiziert, die die Lync 2010 Phone Edition von Microsoft verwenden. Für sie gibt es drei Endgeräte-Kategorien, das so genannte Common-Area-Telefon, das Information-Worker-Gerät und Telefone für Konferenzräume. Telefonanlagen-Funktionen, die der Informationsarbeiter von seinem Schreibtischtelefon erwartet, sind bei diesen Telefonen natürlich auch vorhanden.

So hat Microsoft Lync 2010 beispielsweise sehr granulare Weiterleitungsregeln: Wenn etwa nach gewünschten zehn Sekunden der Anruf nicht angenommen ist, wird er ans Team des Angerufenen weitergeleitet, nach 20 Sekunden klingelt dann das Handy und danach geht der Anruf schließlich auf die Voice-Mailbox des Angerufenen.

Die Microsoft SIP-Interpretation hat durchaus auch Vorteile. Das von Microsoft erweiterte Session Initiation Protocol ist mehr auf Skalierbarkeit als Standard SIP ausgelegt. Zusätzlich bietet es erweiterte Sicherheit durch die Nutzung von NTLM. Im Gegensatz zu manchem Konkurrenzprodukt nutzt Microsoft Lync 2010 TLS und SRTP standardmäßig. Der Microsoft Lync 2010 Standard Edition-Server unterstützt bis zu 5.000 Benutzer durch akustisch vorteilhafte Peer-to-Peer-Audioverbindungen.

Peer-to-Peer-Audioverbindungen

Das Audiosignal wird dabei – soweit möglich – direkt zwischen den einzelnen Clients ausgetauscht. Sollte eine Kommunikation via UDP (Standardprotokoll für Audiodaten) nicht möglich sein, zum Beispiel weil dies in Hotels oder in einigen Ländern blockiert wird, weicht Microsoft Lync 2010 auf Audio-over-TCP/IP aus. So kann auch unter schwierigen Netzwerkbedingungen eine Verbindung hergestellt werden.

Mit Microsoft Lync 2010 und den verfügbaren Telefonen lässt sich also eine durchaus gute und leistungsfähige Telefonie realisieren – wobei man die Zielrichtung von Microsoft Lync 2010 nicht auf reine Telefonie verengen sollte: Denn Microsoft geht es in einem prononcierten Sinn um Unified Communications, also um Kommunikation, die alle Kommunikationswege miteinander integriert und verknüpft, sodass es letztlich nachrangig wird, auf welchem Weg man einen bestimmten Mitarbeiter zu erreichen versucht.

weiter mit: Was spricht gegen reines Microsoft Lync 2010 in der Telefonie?

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