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Definition Was ist Netzwerkadministration?

| Autor / Redakteur: Michael Radtke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Grundsätzlich gewährleistet eine effektive Netzwerk-Administration sowohl die Einrichtung als auch den ordnungsgemäßen Ablauf von innerbetrieblichen Netzwerken. Die Verwaltung der Computersysteme erfolgt dabei auf der Basis umfassender Zugriffsrechte.

(Bild: © aga7ta - stock.adobe.com)

Für die Netzwerk-Administration werden Netzwerkadministratoren eingesetzt. Diese konzeptionieren, installieren, konfigurieren, kontrollieren und warten bzw. pflegen die jeweils vorliegende informationstechnische Infrastruktur einer Organisation bzw. eines Unternehmens. Dabei werden im Rahmen einer Netzwerkadministration von den jeweils verantwortlichen Operatoren sämtliche erforderliche Tätigkeiten ausgeführt, die zum laufenden Betrieb aller im Netzwerk befindlichen Computersysteme bzw. -anlagen erforderlich sind.

Die Administration von Netzwerken als geschäftskritischer Faktor

Dabei darf nicht unterschätzt werden, dass die IT-Infrastruktur bzw. die Netzwerk Infrastruktur in vielen Organisationen den Ablauf der Geschäftsprozesse bestimmt. Deshalb sind das Funktionieren eines Netzwerkes und damit auch eine effektive Netzwerk-Administration zu einem geschäftskritischen Aspekt erwachsen. Dem reibungslose Funktionieren eines Netzwerkes und der damit verbundenen Infrastruktur inklusive Arbeitsplatzrechnern, Servern, Peripheriegeräten und Telekommunikationssystemen kommt daher ein erhebliches Gewicht zu.

Die grundlegenden Aufgaben eines Netzwerkadministrators

Im Rahmen der Netzwerkadministration fallen im Detail vielfältige Aufgaben an. Grundsätzlich befassen sich Netzwerkadministratoren mit der Netzstruktur, wobei es vorzugsweise um die Planung und den gezielten Aufbau der physikalischen Struktur geht, mit der Kontrolle bzw. Überwachung und Konfiguration der einzelnen Netzwerkkomponenten, sowie mit der Konzeption und Administration von Infrastrukturservern und entsprechenden Verzeichnisdiensten wie beispielsweise DNS, DHCP oder LDAP. Außerdem kümmert sich ein Netzwerkadministrator um Planung, Verwaltung und Funktionalität von unternehmensweiten Druckdiensten.

Management- und Monitoring-Aufgaben im Fokus

Einen entscheidenden Faktor im Tätigkeitsfeld des Netzwerkadministrators stellt das Client-Server-Management dar. Die Client-Server-Struktur fungiert als Kommunikationsbasis und stellt sämtliche Tools zur Erfüllung des jeweiligen Unternehmensauftrags bereit. Mittels einer umfassenden Administration muss hier dafür gesorgt werden, dass eine hohe Verfügbarkeit, sichere Software- und Hardwarekomponenten sowie logische Hierarchien gewährleistet sind. In diesem Zusammenhang ist auch das Netzwerk-Monitoring zu nennen. Nur wenn ein Netzwerkadministrator alle Funktionalitäten exakt überwacht, kann er diese passend auf die Anforderungen der sowohl administrativen als aber auch produktiven Prozesse abstimmen.

Sicherheitslücken oder andere Mängel aufdecken und schließen

Ebenso wichtig in diesem Kontext ist das Lizenzmanagement, da eine stimmige Administration hier den effizienten und legalen Umgang mit Software in einem Unternehmen absichert. Zudem müssen Netzwerkadministratoren ein umfassendes Patch-Management umsetzen. Denn Schwachstellen im Netzwerk bzw. im Betriebssystem oder auch in Anwendungen sind häufige Angriffspunkte für Cyberkriminelle. Hier muss dafür gesorgt werden, dass die von den Herstellern zur Verfügung gestellten Patches zur Behebung von Sicherheitslücken auch zeitnah eingearbeitet werden. Des Weiteren zählen noch die Benutzerverwaltung, die Rechteverwaltung sowie die IP-Adressverwaltung zu den Kernaufgaben eines Netzwerkadministrators.

Klassische Tools für die Administration

Ein wichtiges Tool für Netzwerkadministratoren stellt zum Beispiel der Microsoft Kommandozeilen-Interpreter Powershell dar, der auf dem .NET Framework basiert und speziell für die Systemverwaltung entworfen wurde. Dabei verbindet die Powershell die Philosophie von Filtern und Pipes mit der Denkweise der objektorientierten Programmierung. Auch die textorientierte Kommandozeile CLI (Command Line Interface) ist ein maßgebliches Instrument innerhalb der Administration. Über diese können Anweisungen und Befehle als Texte eingegeben und mit dem System kommuniziert sowie dieses verwaltet und gesteuert werden.

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