Mobile-Menu

NetOps im KI-Zeitalter Out-of-Band-Netzwerke bereiten KI den Weg

Ein Gastkommentar von Dirk Schuma 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Künstliche Intelligenz soll den Netzwerkbetrieb revolutionieren – doch ohne die passende Infrastruktur bleiben viele Potenziale ungenutzt. Opengear bringt Out-of-Band-Management als Basis für autonome KI-Agenten ins Spiel – und plädiert für ein Umdenken in der Netzwerkadministration.

Dirk Schuma ist Sales Manager EMEA North bei Opengear.(Bild:  Opengear)
Dirk Schuma ist Sales Manager EMEA North bei Opengear.
(Bild: Opengear)

Daten. Daten. Daten. Sie machen nicht nur den privaten wie professionellen Alltag von Menschen aus, sondern haben sich auch zum wichtigsten Gut sämtlicher Unternehmen transformiert. Das gilt umso mehr im KI-Zeitalter, in dem Organisationen aller Art versuchen, diese alles bestimmende Technologie möglichst gewinnbringend einzusetzen – so auch im Netzwerkbetrieb (Network Operations, kurz: NetOps).

Künstliche Intelligenz reduziert, richtig eingesetzt, Reaktionszeiten bei Sicherheitsvorfällen und Downtimes. Sie ist, korrekt trainiert, auch ein hervorragender digitaler Mitarbeiter, der für Entlastung in oft hoffnungslos überlasteten Netzwerk-Teams sorgt: bedingt durch den Fachkräftemangel sind Admins mit NetOps-Bereich nämlich meist damit beschäftigt, den Betrieb der immer komplexeren Netzwerkinfrastrukturen überhaupt aufrechtzuerhalten. Für Innovation oder wertschöpfende Aufgaben bleibt daher selten Zeit. Im Hinblick auf die Cybersicherheit ist dieser Zustand nicht mehr tragbar, denn auch Logs, Metriken oder Auffälligkeiten im Netzwerk-Traffic auszuwerten und zu beurteilen, ist manuell mittlerweile unmöglich.

Agentic AI: Autonome Kollegen im Netzwerkbetrieb

Künstliche Intelligenz scheint – nicht ganz zu Unrecht – ein wahrer Heilsbringer für den Netzwerkbetrieb zu sein. Kein Wunder also, dass viele Unternehmen kopf- und planlos versuchen, KI-Tools für Aufgaben wie das Monitoring der Stabilität und des Traffics der Netzwerkinfrastruktur zu implementieren. Der neueste Trend in dieser Hinsicht ist Agentic AI, also Agenten-basierte KI. Solche KIs agieren nicht mehr nur automatisiert nach einem festen Set an Regeln, sondern treffen autonom Entscheidungen und agieren entsprechend. Natürlich setzen Netzwerkadministratoren die Grenzen, innerhalb derer der digitale Kollege agieren darf, aber die Entwicklung ist durchaus beachtlich. Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis wir dazu übergehen, die Leine immer lockerer zu lassen und schließlich zu „freilaufender KI“ übergehen werden. Beweisführung also abgeschlossen? KI installieren und gut ist? Ganz so einfach ist es leider doch nicht, denn Unternehmen machen exakt das und gehen damit den zweiten Schritt vor dem ersten.

Datensilos verhindern Kontext – und damit KI

Um von den Vorteilen allgemeiner und generativer KI oder nun vor allem von KI-Agenten auch wirklich Gebrauch machen zu können, benötigen gerade Letztere vor allem Kontext. Den kann Agentic AI aber nicht in sinnvollem Maß erhalten, wenn voneinander abgeschottete Datensilos existieren. Die schlechte Nachricht: es gibt fast kein Unternehmen, in dem es diese nicht gibt. Dafür bedarf es nun natürlich eines kulturellen Umdenkens, was die Administration von Netzwerken angeht. In weitverzweigten Unternehmen mit vielen Standorten ist eine stark segmentierte Betrachtungsweise des Netzwerks Usus, entsprechend werden Logs, Traffic- und weitere Metadaten auch nur lokal betrachtet und Informationen landen in Datensilos. Doch nur globaler zu denken, reicht noch nicht ganz, ist allerdings ein guter Startpunkt.

OOB als Fundament für den KI-Einsatz im Netzwerk

Um Datensilos wirklich aufzubrechen und damit auch zukunftsweisenden Anwendungen wie Agentic AI überhaupt eine Chance zu geben, die IT-Sicherheit zu steigern, helfen Out-of-Band-Netzwerke (OOB). Sie erlauben einen sicheren und zentralisierten Zugriff auf die gesamte Netzwerkinfrastruktur – über alle Standorte hinweg. Administratoren haben so die Möglichkeit, die Workloads, Prozesse und Konfigurationen zu standardisieren. Durch die Implementierung eines zentralisierten Ansatzes und entsprechender Anwendungen, in denen sämtliche Daten zusammenlaufen, stellen Netzwerkteams schließlich die dringend benötigte Transparenz her. Erst wenn Unternehmen dieses Fundament gelegt haben, sollten sie damit beginnen, KI-Agenten zu implementieren, zu konfigurieren sowie mit passenden Rechten und Richtlinien für autonomes Handeln auszustatten.

Resilient, unabhängig, zukunftssicher: OOB-Netze als Joker

Ein weiterer Vorteil von Out-of-Band-Netzwerken ist, dass sie unabhängig vom Produktivnetzwerk laufen. So haben KI-Tools selbst während Downtimes oder Hackerattacken die Chance, auf Netzwerkgeräte zuzugreifen und möglicherweise schadhafte Accounts zu identifizieren sowie Gegenmaßnahmen einzuleiten – oder einfach fehlerhafte Updates zu erkennen und zu patchen.

Ohne Basis keine Autonomie

So oder so hat die Kombination einer Out-of-Band-Lösung mit Künstlicher Intelligenz das Potenzial, wahre Wunder für die Cybersicherheit und die Cyberresilienz zu bewirken.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:50408434)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Netzwerktechnik, IP-Kommunikation und UCC

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung