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Definition Was ist Azure Monitor?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 3 min Lesedauer

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Mit dem Azure Monitor von Microsoft lassen sich Telemetriedaten aus Cloud- und On-Premises-Umgebungen sammeln, um die Verfügbarkeit und Leistung von Anwendungen, Cloud-Ressourcen und Infrastrukturen zu analysieren, zu visualisieren und automatisch auf Fehler oder Engpässe zu reagieren. Die Überwachungs- und Analyseplattform eignet sich für Cloud- und Hybridumgebungen und hilft, einen zuverlässigen, performanten Betrieb sicherzustellen.

Azure Monitor überwacht Anwendungen und Ressourcen in Microsoft Azure und in hybriden Umgebungen.(Bild:  Copilot / KI-generiert)
Azure Monitor überwacht Anwendungen und Ressourcen in Microsoft Azure und in hybriden Umgebungen.
(Bild: Copilot / KI-generiert)

Azure Monitor ist die zentrale Observability- und Überwachungslösung von Microsoft Azure. Sie wird als Dienst der Microsoft-Cloud-Plattform bereitgestellt und dient als umfassende Überwachungs- und Analyseplattform für Cloud-, Hybrid- und On-Premises-Umgebungen. Azure Monitor sammelt kontinuierlich Betriebsdaten wie Metriken, Protokolle oder Traces unterschiedlicher Quellen wie Anwendungen, virtuellen Maschinen, Gastbetriebssystemen, Containern, Datenbanken, Netzwerken oder benutzerdefinierten Datenquellen, wertet sie aus, visualisiert sie und löst bei Problemen automatisch Alarme oder Reaktionen aus. Daten, die erfasst und analysiert werden, sind beispielsweise CPU-Auslastung, Speichernutzung, Festplattenbelegung, Netzwerkauslastung, Antwortzeiten und vieles mehr.

Die Nutzer von Azure Monitor erhalten in nahezu Echtzeit Einblicke in die Performance ihrer Anwendungen und Infrastrukturressourcen und können deren Leistung und Verfügbarkeit optimieren und proaktiv absichern. Darüber hinaus unterstützt Azure Monitor beim Troubleshooting, bei der Kapazitätsplanung und bei der automatischen Skalierung von Ressourcen.

Azure Monitor ist fester Bestandteil von Microsoft Azure. Basisfunktionen stehen in jedem Azure-Abonnement zur Verfügung. Für die Überwachung lokaler oder hybrider Systeme werden Agenten sowie sowie APIs und offene Schnittstellen verwendet. Die Abrechnung der Leistungen des Azure Monitor erfolgt nutzungsbasiert. Die Kosten sind hauptsächlich von der Menge der überwachten Ressourcen und dem Umfang der im Azure Monitor erfassten und aufbewahrten Daten abhängig. Darüber hinaus entstehen weitere Kosten durch bestimmte Analyse- und Monitoring-Funktionen wie Benachrichtigungen, Datenexporte oder erweiterte Analysefunktionen.

Welche Funktionen bietet Azure Monitor?

Zur Überwachung der Verfügbarkeit und Leistung von Azure-Ressourcen, Anwendungen und anderer Komponenten bietet Azure Monitor unter anderem folgende Funktionen:

Die gesammelten Telemetriedaten lassen sich auf unterschiedliche Art und Weise analysieren und visualisieren. Um Fehler zu analysieren, Leistungsengpässe zu erkennen oder Zusammenhänge von Ereignissen zu identifizieren, stehen interaktive Analysetools wie der Metrik-Explorer oder Log Analytics zur Verfügung. Für die verschiedenen Ressourcentypen wie virtuelle Maschinen oder Netzwerke gibt es speziell zugeschnittene Darstellungsformen. Über zeitliche Darstellungen lassen sich beispielsweise Ausreißer identifizieren und Trends erkennen. Mit Application Insights ist eine detaillierte Überwachung von Anwendungen und ihren Antwortzeiten, Fehlerraten und Abhängigkeiten sowie ihrer Nutzung möglich.

Die vom Azure Monitor gesammelten Daten können über die mächtige Kusto Query Language (KQL) umfangreich durchsucht und anschließend individuell analysiert und dargestellt werden.

Treten bestimmte Bedingungen ein oder werden Schwellwerte überschritten, sendet Azure Monitor automatisch Warnmeldungen beziehungsweise Alarme oder stößt automatisierte Aktionen wie Skalierungsmechanismen an. Die Daten des Azure Monitor können exportiert und in externe Systeme oder Drittanbieteranwendungen integriert werden.

Für wen ist Azure Monitor geeignet?

Azure Monitor ist für Unternehmen und IT-Teams geeignet, die Azure- oder Hybrid-Umgebungen betreiben und deren Leistung und Verfügbarkeit zentral überwachen und analysieren möchten. Typische Anwender der Überwachungslösung sind beispielsweise:

  • Administratoren
  • Cloud- und Plattform-Engineers
  • DevOps-Teams
  • Site Reliability Engineers (SRE)
  • Entwickler
  • IT-Betriebsteams

Was sind die Vor- und Nachteile des Azure Monitor?

Zu den Stärken von Azure Monitor zählt die Überwachung unterschiedlichster Ressourcen über eine einheitliche, zentrale Plattform. Azure Monitor eignet sich für größere Betriebsumgebungen und unterstützt viele verschiedene Ressourcen und Telemetriedaten. Moderne cloudnative Technologien wie Container und Kubernetes lassen sich in die Überwachung integrieren. Die bereitgestellten Visualisierungs- und Analysemöglichkeiten sind umfangreich und flexibel. Azure Monitor ist tief in die Azure-Welt integriert und mit weiteren Microsoft-Produkten wie Microsoft Sentinel oder Microsoft Defender kombinierbar, wodurch Betriebs- und Sicherheitsinformationen gemeinsam analysiert werden können. Allerdings entfaltet Azure Monitor durch seine starke Bindung an das Azure-Ökosystem seine volle Stärke eher in reinen Azure-Umgebungen. Für Multi-Cloud- oder stark heterogene Hybrid-Umgebungen kann die Überwachungslösung mit einigen Einschränkungen und zusätzlichem Integrationsaufwand verbunden sein.

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Weitere mögliche Nachteile sind:

  • Die Kosten sind verbrauchsabhängig und steigen mit der Anzahl der überwachten Ressourcen und der Menge der erfassten Telemetriedaten. Diese Kosten müssen kalkuliert und überwacht werden.
  • Die Einrichtung und Nutzung kann aufgrund der vielen Einzelkomponenten komplex sein.
  • Für tiefergehende Analysen sind erweiterte Fachkenntnisse, beispielsweise der KQL-Sprache, notwendig.

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