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Glasfaser von Vodafone, aber nur in Heilbronn Vodafone baut sein erstes eigenes VDSL-Netz – mit Hilfe der Telekom

| Redakteur: Ulrike Ostler

Das erste eigene VDSL-Netz baut Vodafone in Heilbronn. Der Clou dabei: Der Ausbau für 50.000 Haushalte und Firmen erfolgt in Kooperation mit der Telekom. Dennoch bleibt der Jubel verhalten. Denn eine Fortsetzung oder Ausweitung auf andere Städte oder gar auf dem Land bleibt vorläufig aus. Die Partner sind sich uneins über die Nutzung von Leerrohren, die Zuleitung von Glasfasern und den Zugang zu Verteilerkästen.

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Projektstart in Heilbronn: (von links.) Stephan Gammersbach (Telekom), Helmut Himmelsbach (OB Heilbronn), Georg Benzer (Vodafone) und Richard Drautz (Staatssekretär BW)
Projektstart in Heilbronn: (von links.) Stephan Gammersbach (Telekom), Helmut Himmelsbach (OB Heilbronn), Georg Benzer (Vodafone) und Richard Drautz (Staatssekretär BW)
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Heilbronner Oberbürgermeister hat ein Luxusproblem: Die 159 Kabelverzweiger, graue Multifunktionsschränke, müssen ästhetisch ansprechbar in der Stadt verteilt werden. Dafür hat Helmut Himmelsbach eigens eine Verwaltungskommission einberufen, damit die VDSL-Akzeptanz unter den Bürgern möglichst hoch ist.

Während andere, zumeist kleine Gemeinden, die gar keine Breitbandversorgung kennen, selber hohe Summen investieren müssen, bekommt Heilbronn bis zum Herbst mindestens 25 oder 50 Megabit für 50.000 Haushalte ohne, dass die Kommune oder die Bürger direkt Bürger an den Ausbaukosten beteiligt würden. Es sei schließlich ein Modellversuch, sagt Himmelbach, da zahle die Stadt nicht.

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VDSL im Versorgungsgebiet; Grafik: Vodafone (Archiv: Vogel Business Media)

Allerdings moniert der OB auch noch, dass Vodafone und Telekom nur fünf von sieben Stadtteilen mit Very High Speed Digital Subscriber Line (VDSL) beglücken wollten. Kirchhausen und Biberach seien aufgrund eines Anachronismus, die Stadtteile haben andere Vorwahlen, außen vor.

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