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Glasfaser von Vodafone, aber nur in Heilbronn

Vodafone baut sein erstes eigenes VDSL-Netz – mit Hilfe der Telekom

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Viele ungelöste Probleme - schwierige Verhandlungen

Vodafone will nicht soviel zahlen, eine kürzere Laufzeit sowie wiederum Nutzungsgebühren für die Schaltkästen am Straßenrand und die Glasfaserzuleitung. Darüber hinaus müssten Modelle gefunden werden, wer, wie, wann Zugang zu den Kabelverzweigern erhält, um etwa Wartungsarbeiten durchführen zu können. Was passiert, wenn ein Auto einen Kabelschrank zerstört? Wer zahlt was?

Eckpfeiler der Kooperation von Vodafone und DTAG, Bild: Vodafone (Archiv: Vogel Business Media)

Auch längerfristige Fragen bleiben noch ungeklärt. Die Projektpartner gehen davon aus, dass etwa die Hälfte der Heilbronner Bevölkerung einen VDSL-Vertrag mit Vodafone oder Telekom schließen wird. Vodafone will immerhin 110 Fernsehprogramme anbieten, 60 Radiosender im digitalen Format plus 60 Basissender für 9,95 Euro pro Monat.

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Mit einem Gewinn rechnet Benzer weder im ersten, noch im zweiten Jahr, sondern erst im dritten. Damit gehen beide Firmen erheblich in Vorleistung. Abgefedert wird das Risiko typischerweise durch Zweijahresverträge. In wie weit diese hier zum Tragen kommen, steht noch nicht fest. Doch wie verrechnen die Firmen gegeneinander oder mit weiteren Partnern, wenn die Kunden nach Vertragsende wechseln?

Ein anderes Risiko wird etwa im Städte- und Gemeindetag diskutiert, verrät Staatssekretär Drautz: Wie lässt sich sicherstellen, dass hier kein Kartell entsteht?

Die technischen Probleme, die auftreten könnten, nehmen sich dagegen vergleichsweise harmlos aus: Gibt es Interferenzen, wenn sich unterschiedliche Technik in einem Schank befindet, zum Beispiel? Während die Telekom Siemens-Equipment einsetzt, hat sich Vodafone nach einer Ausschreibung für den Anbieter Huawei entschieden. „Die Geräte sollten möglichst klein und Energie-günstig sein, flexibel für verschiedene Dienste sowie Kupfer- und Glasfaser-tauglich sein“, erläutert Vodafone-Projektleiter Benzer.

weiter mit: Kupfer bis zum Endkunden

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