Digital Signage – Informationsdrehscheibe im Alltag

So funktioniert die Litfaßsäule 2.0

| Autor / Redakteur: Sebastian Pastuschek / Andreas Donner

GMS ist als internationaler, herstellerübergreifender Dienstleister auf Videokonferenzen, Audio-Visuelle Medientechnik und Unified Communications spezialisiert.
GMS ist als internationaler, herstellerübergreifender Dienstleister auf Videokonferenzen, Audio-Visuelle Medientechnik und Unified Communications spezialisiert. (Bild: GMS Global Media Services)

Digital Signage – die digitale Beschilderung – ist längst auch jenseits von Bahnhöfen, Flughäfen oder öffentlichen Plätzen im Einsatz. Der Markt bietet inzwischen Komplett-Lösungen, die Hardware, Software und Services umfassen.

Was für Passanten früher die Litfaßsäule war, ist heute Digital Signage. Mit Hilfe dieser vernetzten, audiovisuellen Informationssysteme lassen sich Inhalte jeglicher Art manuell oder programmgesteuert zusammenstellen und wiedergegeben. Die Darstellung erfolgt über Informations- und Anzeigensysteme wie elektronische Plakate und digitale Monitoranzeigen in Geschäften.

Zum Einsatz kommen diese Systeme in einer Vielzahl von Unternehmen und Organisationen – in der Hotellerie, im Transportwesen, in Bildungs- und Staatseinrichtungen, in Kliniken sowie Einkaufszentren. Auch in Produktionsstätten leisten sie gute Dienste, beispielweise um aktuelle Stückzahlen oder Informationen über Soll- und Ist-Zustand anzuzeigen. So ist jeder Mitarbeiter jederzeit über den aktuellen Status informiert.

Besondere Vorteile sind das weltweite Vernetzen in Echtzeit, ein hoher Aufmerksamkeitsgrad bei den Empfängern, das zentrale Steuern sowie das zielgruppengerechte Abstimmen der Inhalte. Dank der vielfältigen Einsatzgebiete wächst der Markt kontinuierlich.

Michael Kelch, Enterprise Account Director bei VBrick Systems.
Michael Kelch, Enterprise Account Director bei VBrick Systems. (Bild: VBrick)

Wertvolles Informationsinstrument für Unternehmen

Wie kommt es, dass in Unternehmen aller Branchen immer häufiger die großen Informationsflächen einen festen Platz in der Kommunikationsstrategie einnehmen? Michael Kelch, Enterprise Account Director bei VBrick Systems, dem führenden Hersteller von Enterprise IP Video-Lösungen, nennt Gründe dafür: „Mit Videomaterial, Bildern, Texten und Tonspuren sind Unternehmen in der Lage, ihre relevanten Zielgruppen noch effizienter mit individuellen Botschaften zu erreichen.“ Auch in der internen Unternehmenskommunikation gewinnt die Technik laut Kelch an Bedeutung: „Rundschreiben auf Papier sind oft zeitaufwändig zu verfassen, zu produzieren und zu verteilen. Informationen via E-Mail gehen leicht in der vollen Mailbox unter. Und Social-Media-Tools setzen voraus, dass der Empfänger sich aktiv die Informationen beschafft.“ Große Bildschirme an Fluren oder zentralen Bereichen sorgen dafür, dass die Mitarbeiter wichtige Hinweise quasi im Vorbeigehen erhalten. Das können beispielsweise sein:

  • Nachrichten oder Updates zu besonderen Ereignissen (Olympia / Bundesliga)
  • Speiseplan der Kantine
  • Warnhinweise (Helmpflicht, etc.)
  • Geschäftskritische Ankündigungen
  • Informationen zu Sicherheit oder Gesundheit
  • Ankündigung von Firmenveranstaltungen oder unternehmensrelevanten Berichten

Tobias Enders, Geschäftsführer von GMS Global Media Services.
Tobias Enders, Geschäftsführer von GMS Global Media Services. (Bild: GMS Global Media Services)

„Um mit diesen Inhalten die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu wecken, muss die Qualität und Größe des Digital-Signage-Systems stimmen.“ Sagt Tobias Enders, Geschäftsführer von GMS Global Media Services, und weist damit auf eine planerische Nachlässigkeit hin.

Die Technik hinter der aktiven Tafel

Hier sind die IT-Verantwortlichen gefragt. Grundsätzlich gehören zu einer Digital-Signage-Lösung neben Hardware-Elementen für die Präsentation eine Netzwerkanbindung sowie Software für Playout, Content- und Netzwerk-Management. Auf dem Markt sind unterschiedliche, speziell für diese Systeme entwickelte Software-Pakete verfügbar: Die Einsteigervariante gibt die Informationsquelle (feed) wieder und bietet eine ähnliche Funktionalität wie ein ausgereifter Media Player. Andere Systeme hingegen können sogar zwei bis drei Informationsquellen auf einmal darstellen oder einen zweiten Informationskanal in Echtzeit liefern.

Bei den Bildschirmen gilt: je größer, desto besser. Limits setzen in der Regel der zur Verfügung stehende Platz und das vorgegebene Budget. Anwender können wählen zwischen LC-Bildschirmen, Plasma- oder Projektionsmonitoren. Für das Bereitstellen der Informationen ist ein Digital Player erforderlich. Alternativ lässt sich dafür auch ein Computer einsetzen, mit dem sich die Leistungsfähigkeit der Darstellung deutlich steigern lässt.

„Genau betrachtet sind die einzelnen Bestandteile von Digital Signage Systemen meist kein Neuland für die IT-Mitarbeiter. Die Herausforderung liegt darin, die einzelnen Komponenten so zusammenzustellen, dass Leistung und Verfügbarkeit stimmen. Mit Komplettlösungen können die Verantwortlichen viel Zeit sparen, etwa für Recherche oder Produkttests“, erläutert Tobias Enders, Geschäftsführer beim herstellerübergreifenden Unified Communications Dienstleister GMS Global Media Services, der vor Kurzem eine Partnerschaft mit VBrick für den deutschsprachigen Raum schloss.

Das A & O: Einfaches Handling

Doch auch nach der Einführung sind effiziente Prozesse gefragt, um den Aufwand für die Informationsbeschaffung und -wiedergabe niedrig zu halten. Mit Software-Lösungen wie dem Digital Signage Content Manager von VBrick lassen sich visuell ansprechende Informationseinheiten leicht entwickeln, planen und auf den gewünschten Flächen projizieren. Dank der Templates, die im Standardformat oder an das Unternehmensdesign angepasst als Basis dienen, können selbst ungeübte Mitarbeiter professionelle digitale Plakate erstellen. Spezielle Werkzeuge helfen dabei, neben dem traditionellen Textformat auch Grafiken, Ticker oder gar Video-Clips in Echtzeit einzubinden.

Digital-Signage-Angebote wie diese sowie die sinkenden Preise für LC- und Plasma-Bildschirme dürften auch in den kommenden Jahren für eine steigende Popularität der digitalen Beschilderungen sorgen.

Digital Signage in der Praxis

Im Rahmen eines Pilot-Projektes bei einem großen deutschen Automobilhersteller verantwortete GMS das Bespielen verschiedener Displays mit interaktivem Content. Weitere Aufgaben waren die technische Realisierung sowie die Verwaltung der Digital-Signage-Inhalte wie Veranstaltungsinformationen, Videos und Präsentationen. Zum Einsatz kamen dabei die Digital-Signage-Lösungen von BrightSign wie der BrightSign Author für das Content Management und diverse Player. Beide Geräte können durch den leistungsfähigen dual Full HD Decoder lokale, vernetzte und Streaming-Quellen gleichzeitig wiedergeben.

Die Pilot-Installation wurde bei den Mitarbeitern positiv angenommen. Neben diesem Projekt unterstützt GMS den Automobilhersteller auch im Bereich Unified Communications (UC), vor allem im Videokonferenz-Umfeld.

Enders nennt die Anforderungen: „Bei diesem Pilot-Projekt war neben dem technischen Know-how eine Integration verschiedener Datenquellen wie HTML, PPT und JPG notwendig. Diese mussten sinnvoll im Content Management zusammen gebracht werden. Beide Leistungsfelder bieten wir aus einer Hand und können so Digital Signage in einer standardisierten IT-Enterprise-Umgebung betreiben.“

Über den Autor:

Sebastian Pastuschek ist freier Journalist.

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