Im IP-Insider-Test: Print Spool Appliances ISD300 und ISD400 von SEH

So funktionieren ausgelagerte Druckdienste

08.11.2011 | Autor / Redakteur: Dr. Götz Güttich / Andreas Donner

Auf dem IP-Insider-Prüfstand: die Print Spool Appliances ISD300 und ISD400 von SEH
Auf dem IP-Insider-Prüfstand: die Print Spool Appliances ISD300 und ISD400 von SEH

Wenn ein Unternehmen seine Druckdienste von normalen Standardservern auf eine spezialisierte Appliance auslagert, so kann es damit die Verfügbarkeit dieser Services verbessern. Das ist vor allem in Umgebungen mit hohen Drucklasten und in verteilten Netzen von Interesse. Das IAIT hat sich zwei dieser Print-Spool-Appliances, das ISD300 und das ISD400 von SEH, genauer angesehen.

Die „Intelligent Spooling Devices“ (ISD) 300 und 400 sind Netzwerk-Druckspool-Lösungen. Sie spoolen und managen Druckaufträge und verwalten Druckerwarteschlangen. Damit sollen sie in Unternehmensnetzen die Kosten senken und die Benutzerfreundlichkeit erhöhen. Außerdem entlasten sie auch die Server im LAN, da sie ihnen eine relativ aufwendige Arbeit komplett abnehmen. Je nach Aufbau der Umgebung kann sich auch das Verkehrsvolumen über das Datennetz reduzieren.

In der Praxis läuft die Arbeit mit den ISD-Appliances folgendermaßen ab: Die Administratoren verbinden die Produkte mit dem Netz, vergeben passende IP-Adressen und richten anschließend die vorhandenen Drucker als Warteschlangen auf dem ISD ein. Danach konfigurieren sie die Clients so, dass diese ihre Druckaufträge nicht mehr an den Netzwerkserver oder direkt an den Drucker senden, sondern an das ISD. Die Installation der ISDs läuft also ohne Änderungen an der bestehenden Serverarchitektur ab.

Das beschriebene Vorgehen verringert den Wartungsaufwand und erhöht die Stabilität und Verfügbarkeit der Druckdienste. Darüber hinaus vereinfacht es die Verwaltung der Druckertreiber, das Management der Print Jobs und ermöglicht zudem das zentrale Speichern wichtiger Druckaufträge.

Da die zuständigen Mitarbeiter die Appliances über ein integriertes Web-Interface verwalten, fallen keine weiteren Kosten – beispielsweise für Tastaturen und Monitore – an. Darüber hinaus erfolgen Updates der ISD-Software kostenlos, nur neu eingeführte Features müssen für alte Geräte zusätzlich bezahlt werden.

Vorteil zentrale Verwaltung

Da die zentrale Verwaltung der Druckertreiber einen wesentlichen Vorteil der Spool-Appliances darstellt, noch ein paar erklärende Sätze dazu: Wenn die IT-Verantwortlichen alle in ihrer Umgebung relevanten Printer Driver auf den ISDs hinterlegen, so ist es anschließend möglich, diese Treiber mit Hilfe der Point-and-Print-Funktion von Microsoft automatisch auf die betroffenen Client-Systeme zu laden. Die manuelle Installation der Driver auf den Clients entfällt also. Auch Druckertreiber-Parameter, zum Beispiel zu Papierfächern, lassen sich zentral verwalten und das ISD verteilt Druckertreiber-Updates selbstständig im Netz. Das spart viel Zeit und Arbeitsaufwand, vor allem beim Integrieren externer Mitarbeiter in die Druckumgebung.

Darüber hinaus unterstützen die ISD-Produkte auch UPD von Hewlett Packard und eignen sich für den Einsatz als ThinPrint-Gateways. In letzterem Fall empfangen sie von einem ThinPrint .print Server – beispielsweise über das WAN – komprimierte und bandbreitenoptimierte Druckdaten, dekomprimieren diese im LAN und schicken sie dann in ihrer ursprünglichen Form an die Endgeräte weiter. Die ISDs eigenen sich also sehr gut zum Vereinfachen der Arbeit in verteilten Druckumgebungen und in heterogenen Netzen, da sie Druckaufträge von verschiedenen Betriebssystemen annehmen und diese dann als Socket-, LDP- oder IPP-Printing-Jobs an die Drucker weiterleiten können.

Zum Leistungsumfang der Appliances gehören zudem viele Funktionen zum Optimieren der Druckumgebung. Dazu gehören Druckjob-Management-Optionen wie Priorisieren, Löschen und Umleiten genauso wie Features zum Verwalten von Queues (Sperren von Warteschlangen, Einrichten von Balance- und Copy-Queues, etc.).

Die ISDs stehen in zwei unterschiedlichen Produktlinien zur Verfügung, die beide in unserem Test Verwendung fanden. Die erste Linie, das ISD300, wendet sich an Arbeitsgruppen, kleinere Büros und ähnliche Umgebungen. Es kann außerhalb von Serverracks zum Einsatz kommen und bringt eine Festplatte mit 60 GByte Kapazität als Datenspeicher mit. Von diesem Gerät existiert auch eine Version mit Solid State Drive (ISD300-SSD). Die zweite Produktlinie nennt sich ISD400 und kommt als Enterprise-Lösung im 19-Zoll-Format mit einer Höheneinheit. Das Produkt arbeitet mit einer Festplatte, die eine Kapazität von 220 GByte mitbringt. Ebenfalls erhältlich: das ISD410 mit zwei Festplatten. Dieses Device eignet sich vor allem für Umgebungen, in denen eine hohe Ausfallsicherheit erforderlich ist.

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