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Erster Laser-Downlink aus dem All – UK-Premiere mit Mini-Bodenstation Satellitendaten erreichen per Laser eine transportable Bodenstation

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Erstmals hat das Vereinigte Königreich Daten per Laser aus dem Weltraum über eine verlegbare optische Bodenstation des Oxforder Unternehmens Archangel Lightworks heruntergeladen. Bei einem 90-sekündigen Satellitenüberflug kamen nach Angaben des Forschungslabor des britischen Verteidigungsministeriums viele Gigabit am Boden an.

Der optische Kopf der TERRA-M misst rund 1,1 Meter und benötigt keine schützende Kuppel — anders als stationäre optische Bodenstationen.(Bild:  Archangel Lightworks)
Der optische Kopf der TERRA-M misst rund 1,1 Meter und benötigt keine schützende Kuppel — anders als stationäre optische Bodenstationen.
(Bild: Archangel Lightworks)

Archangel Lightworks hat Feldtests der TERRA-M abgeschlossen, die das Unternehmen als weltweit kleinste einsatzfähige verlegbare optische Bodenstation bezeichnet. Die Tests fanden Anfang Mai in der Mittelmeerregion statt, finanziert vom Defence Science and Technology Laboratory (Dstl), dem Forschungslabor des britischen Verteidigungsministeriums. Nach Angaben des Dstl handelte es sich um den ersten erfolgreichen Datendownload des Vereinigten Königreichs aus dem Weltraum über eine verlegbare Laserkommunikations-Bodenstation. Während eines Überflugs von rund 90 Sekunden seien viele Gigabit Daten von einem Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn zur Bodenstation übertragen worden. Zum Nachweis der Zuverlässigkeit wurde der Versuch über mehrere Überflüge wiederholt.

Zehn Gigabit pro Sekunde, Ziel Terabit

Laut Hersteller misst der optische Kopf der Station 1,1 Meter in der Höhe und 0,7 Meter im Durchmesser und sei damit deutlich kompakter als herkömmliche optische Bodenstationen. Das System komme ohne externe Kuppel und ohne eigenes Gebäude aus, lasse sich per leichtem Fahrzeug oder Flugzeug transportieren und auf Gebäudedächern aufstellen. Nach Unternehmensangaben überträgt und empfängt die TERRA-M derzeit mit bis zu 10 Gbit/s; künftig sollen Downlinks im Terabit-Bereich folgen. Erste Einheiten sowie Verträge nach dem Modell Ground Station as a Service würden bereits an Kunden ausgeliefert.

Laserkommunikation als Alternative zur Funkübertragung

Optische Bodenstationen sollen den wachsenden Satellitenverkehr bedienen und gelten als Alternative mit hoher Kapazität zur funkbasierten Datenübertragung. Laserkommunikation, auch Free-Space-Optical-Communication genannt, nutzt nichtsichtbares Licht statt Funkwellen; die kürzere Wellenlänge erlaubt höhere Datenraten. Nach Darstellung des Dstl ist die Übertragung zudem schwerer aufzuspüren und abzufangen als Funk, was sie für militärische Anwendungen wie Aufklärung interessant mache. Anwendungsfelder im zivilen Bereich seien unter anderem das Backhaul von Satelliteninternet und die Übertragung von Erdbeobachtungsdaten.

„Die TERRA-M ist auf einzigartige Weise in der Lage, Daten schnell und sicher mit Satelliten zu übertragen. Zugleich ist sie klein genug, um dort eingesetzt und erneut verlegt zu werden, wo sie benötigt wird“, sagte Richard Johanson, Geschäftsführer von Archangel Lightworks.

Das Unternehmen sammelte nach eigenen Angaben im Vormonat in einer überzeichneten Serie-A-Runde 13,5 Millionen US-Dollar (10 Millionen Pfund) ein; die bisherige Gesamtfinanzierung beläuft sich demnach auf 20 Millionen US-Dollar. Zu den Investoren zählen unter anderem Santander Alternative Investments, der National Security Strategic Investment Fund, Blackfinch Ventures, Oxford Capital und Oxford Science Enterprises. Unterstützt wird das Unternehmen zudem von der UK Space Agency, dem Department for Science, Innovation and Technology sowie dem britischen Verteidigungsministerium. Absichtserklärungen bestehen laut Anbieter mit Starcloud und Omantel.

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