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aBonding verbindet Ausfallschutz mit Bandbreite
LACP, Switch-LAG und MLAG für Proxmox VE richtig konfigurieren

Von Thomas Joos 7 min Lesedauer

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Ein Bond auf einem Proxmox-Host wirkt nur so gut wie seine Gegenseite am Switch. Modus, Hash-Policy und LAG-Konfiguration legen fest, ob die gebündelten Leitungen Verkehr verteilen oder lediglich absichern. Ein einzelner Datenstrom bleibt aber in jedem Fall auf das Tempo einer Leitung begrenzt.

Ein Bond in Proxmox VE liefert verlässliche Redundanz und skaliert die Bandbreite über viele parallele Verbindungen.(Bild:  Proxmox)
Ein Bond in Proxmox VE liefert verlässliche Redundanz und skaliert die Bandbreite über viele parallele Verbindungen.
(Bild: Proxmox)

Im Linux-Kernel bündelt der Bonding-Treiber mehrere Netzwerkkarten zu einer logischen Schnittstelle. Alle Betriebsarten samt ihrer Switch-Voraussetzungen dokumentiert das Kernel-Projekt, Empfehlungen für den Virtualisierungs-Host liefert die Proxmox-Dokumentation. Als Basis dient hier Proxmox VE 9.2 auf Debian 13.5 mit Kernel 7.0. Im Beispiel führen die Uplinks "eno1" und "eno2" des Knotens pve01 zu einem LACP-fähigen Switch. Sämtliche Einstellungen liegen in "/etc/network/interfaces", ifupdown2 aktiviert Änderungen ohne Neustart.

Failover und Aggregation folgen getrennten Mechanismen

Hochverfügbarkeit und Bandbreitengewinn beruhen auf unterschiedlichen Verfahren. Für den Ausfallschutz genügt eine zweite Leitung, auf die der Treiber bei einem Kabel- oder Portdefekt umschaltet. Aggregation ordnet dagegen jede Verbindung anhand eines Hash-Werts einem Bond-Mitglied zu. In die Berechnung fließen Adress- und Portinformationen ein, das Ergebnis bleibt für die Lebensdauer der Verbindung konstant. Sämtliche Pakete eines TCP-Flows nehmen deshalb denselben physischen Pfad.