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Plattformunabhängigkeit im Netzwerk

Mit dem Mac ins Windows-Netz

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Vom Mac auf Win

Bevor ein Mac-Benutzer auf freigegebene Dateien auf aktuellen Windows-PCs zugreifen kann gilt es zunächst, die Freigaben einzurichten und eine Systemeinstellung zu prüfen. Sind Windows-Computer nicht in einer Domäne organisiert, so verwendet Windows für Netzwerkzugriffe möglicherweise das Gast-Konto. Um dieses Verhalten zu ändern, muss in der „Lokalen Sicherheitsrichtlinie“ im Abschnitt „Sicherheitsoptionen“ das „Modell für gemeinsame Nutzung und Sicherheitsmodell für lokale Konten“ auf „Klassisch – lokale Benutzer authentifizieren sich als sie selbst“ stehen.

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Windows 10 kommt an dieser Stelle bereits mit der passenden Einstellung, Windows 7 nutzt indes noch die Gast-Variante. Microsoft Windows gibt in der Standardauslieferung zunächst gar keine Ordner frei. Werden Freigaben aktiviert, so geht der Hersteller davon aus, dass eine „Heimnetzgruppe“ genutzt werden soll. Um einen Zugriff von OS X aus zu ermöglichen, muss der Windows-Anwender die Option „Freigabe-Assistent verwenden (empfohlen)“ deaktivieren. Die Einstellung findet sich in jedem Explorer-Fenster unter „Organisieren“ - > „Ordner- und Suchoptionen“ im Register „Ansicht“.

Der OS-X-Anwender greift am einfachsten auf die Windows-Freigaben zu, indem er die dynamisch ermittelten Dateidienste im Netzwerk automatisch suchen lässt – im Fenster „Netzwerk“ im Menü „Gehe zu“ im Finder.

Diese Auflistung bietet sich zumindest in kleinen Netzwerkumgebungen an. Sollen hier die Mitglieder einer Windows-Arbeitsgruppe angezeigt werden, so muss der Mac-Anwender sicherstellen, dass in den Systemeinstellungen im Fenster „Netzwerk“ in „Weitere Optionen“ der verwendeten Netzwerkkarte auch der Name der Arbeitsgruppe steht.

Die weitere Stelle ist der virtuelle Ordner „Netzwerk“ im Finder-Menü „Gehe zu“. Manchmal vergeht einige Zeit bis OS-X die Freigaben in der Auflistung im Fenster „Netzwerk“ anzeigt. Manuelle Zugriffe auf Freigaben sind jederzeit mit dem Befehl „Gehe zu“ und „Mit Server verbinden…“ möglich. Die Eingabe der Serveradresse erfolgt im Format

smb://{Name/IP Windows-Rechner}{optional Freigabename}

Wird kein direkter Freigabename angegeben, so erscheint ein entsprechendes Auswahlfenster mit allen gefundenen Freigaben für den gewählten PC. Unsichtbare Windows-Freigaben, mit einem „$“-Zeichen, muss der Anwender stets komplett eingeben, da sich diese nicht suchen lassen.

Soll eine Windows-Freigabe, auf die über jeden Datei-Dialog des Finders zugegriffen wird, automatisch bei der Benutzeranmeldung verbunden werden, so ist eine kleine Anpassungen in den Benutzereinstellungen notwendig. OS X startet eine Freigabe automatisch als „Startobjekt“. Startobjekte kann der Mac-Anwender benutzerspezifisch in den Systemeinstellungen im Dialog „Benutzer“ im Register „Startobjekte“ definieren. Dazu einfach auf das Plus-Symbol klicken, die gewünschte Freigabe und „Hinzufügen“ auswählen.

Drucker teilen

Die Notwendigkeit einen Drucker über einen PC oder Mac über das Netzwerk freizugeben gibt es immer seltener. Ein großer Teil der aktuellen Drucker wird direkt über das Netzwerk angesprochen, daher kümmern sich die Client-Systeme zunehmen selbst um den direkten Zugriff. Sollte es jedoch erforderlich sein, einen Drucker, der an einem OS X-Rechner angeschlossen ist, von Windows aus anzusprechen, oder andersherum, so ist das ebenfalls möglich und nicht sonderlich schwierig.

Auf Druckerfreigaben von Windows-Computern greift der OS-X-Rechner ebenso einfach zu, wie auf Dateifreigaben. Andersherum muss auf dem Apple lediglich „Print-Sharing“ aktiviert sein, damit ein Drucker auch von einem Windows-PC aus genutzt werden kann. Beide Betriebssysteme liefern die spezifischen Druckertreiber jedoch nicht automatisch an Clients mit dem jeweils anderen System.

Das primäre Drucksystem von Apple basiert heute auf dem Internet Printing Protocol (IPP), PPD (PostScript Printer Description) und dem Unix-Druck-Subsystem CUPS 1.3. Ist ein Drucker direkt an einem Windows PC/Server angeschlossen, so ist die Nutzung des TCP/IP/LPR-Drucks die einfachste Herangehensweise.

Den LPD-Druckdienst muss der Administrator unter Windows noch installieren. Dies geschieht über die Systemsteuerung in den Einstellungen für Software „Programme und Features“ für Windows 10, beziehungsweise „Programme und Funktionen“ für Windows 7. Das Feature heißt „LPD-Druckdienst“ und ist durch das Setzen des Optionshäkchens in wenigen Sekunden zu installieren. Auf den an eine Windows-Maschine angeschlossenen Drucker greift der OS-X-Rechner dann wie üblich über LPR zu. In der Systemeinstellung im Abschnitt „Drucker“ kann der Anwender den Drucker suchen und in das System einbinden.

Andersherum verhält es sich ganz ähnlich – der Drucker, der direkt an den Mac angeschlossen ist, bindet der Windows-Benutzer über einen neuen lokalen Anschluss vom Typ TCP/IP in Windows ein.

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