Active-Directory-Bridge-Lösung

Linux-Ressourcen in der Cloud sichern und verwalten

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Mit Micro Focus AD Bridge 2.0 lassen sich Windows- und Linux-Ressourcen zentral über Active Directory verwalten.
Mit Micro Focus AD Bridge 2.0 lassen sich Windows- und Linux-Ressourcen zentral über Active Directory verwalten. (Bild: Micro Focus)

Administratoren sollen mit Micro Focus AD Bridge 2.0 die AD-Steuerung (Active Directory) von lokalen Ressourcen (inkl. Windows- und Linux-Geräten) auf die Cloud erweitern können. Unternehmen könnten dabei auch von bereits getätigten Investitionen in Group Policy Objects (GPOs) profitieren.

AD Bridge 2.0 helfe Unternehmen dabei, die Authentifizierung, Sicherheit und Richtlinien der vorhandenen Infrastruktur zu nutzen, um die Migration von lokalem Linux Active Directory in die Cloud zu vereinfachen und so vollständig gesicherte und verwaltete virtuelle Linux-Maschinen in der Cloud zu erhalten.

„Wir haben Azure so optimiert, dass es die virtuellen Linux-Maschinen vollständig unterstützt, weil wir erkannt haben, dass Microsoft-Nutzer die Möglichkeit haben wollen, eine Vielzahl von Betriebssystemen in der Cloud zu nutzen“, sagt Boris Baryshnikov, Principal Program Manager bei Microsoft. „Die Migration von Linux auf Azure bietet den Kunden viele Vorteile, wie beispielsweise eine erhöhte Ausfallsicherheit, eine modernisierte Arbeitsplatzverwaltung und den Zugang zu Diensten von Drittanbietern.“

Schätzungsweise 95 Prozent aller Unternehmen nutzen Active Directory, um Sicherheit und Konfiguration für Windows-Umgebungen zu verwalten. Mit der aktuellen Version der hybriden Policy-Management-Lösung von Micro Focus könnten sie die Vorteile von AD-Konfigurationen und Sicherheitskontrollen jetzt auch auf cloudbasierte Ressourcen anwenden. Die Technologie nutze die standardmäßigen Group Policy Controls, die bereits von vielen Unternehmen verwendet werden, und erweitere diese über die Grenzen des Unternehmensnetzwerks hinaus auf cloudbasierte Ressourcen, die aktuell unter Umständen noch nicht verwaltet würden.

Micro Focus zufolge wird Linux immer häufiger für die Cloud-Bereitstellung genutzt. Daher sei es für Unternehmen, die cloudbasierte Lösungen wie Azure und Office 365 einsetzen, entscheidend, strengere Richtlinienkontrollen in solche Systeme zu implementieren. Auf diese Weise könnten sie Konsistenz, Sicherheit und gleichzeitig eine vereinfachte Compliance gewährleisten. Micro Focus AD Bridge 2.0 ergänze das Micro-Focus-Portfolio an Lösungen für Identity- und Access-Management. Eine webbasierte Administrationsnonsole biete u.a. die Möglichkeit, Agentenversionen, angewandte Richtlinien und andere wichtige Funktionen anzuzeigen. Laut Hersteller zählen hierzu:

  • Linux Cloud Agent: Er ermöglicht die Erweiterung der lokalen AD-Verwaltungsfunktionen auf cloudbasierte Linux-Ressourcen, verbessert die Sicherheit und reduziert die Anzahl der nicht verwalteten Identitäten.
  • Webbasierte Konsole: Die benutzerfreundliche Konsole für Administratoren dient zur Verwaltung von Geräten und Richtlinien im gesamten Unternehmen.
  • Device-Management: Es identifiziert und verwaltet Domänen- und Linux-gebundene Geräte (sowohl vor Ort als auch in der Cloud), um die Sicherheit zu verbessern und einen besseren Überblick über die AD-Bridge-Infrastruktur zu erhalten.
  • GPEdit-Erweiterungen: Sie bauen die Möglichkeiten der Richtlinienverwaltung von AD Bridge 1.0 aus – enthält Sudoers (kontrollierter Zugriff auf privilegierte Konten und Befehle), Echtzeitdateiüberwachung, UID/GID-Mapping-Erweiterungen, Befehlsbeschränkungen und Auditierung.

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