Skiort Zürs richtet WLAN-Netz mit Lösungen von Meraki Networks ein

In den Bergen auf den Funkwellen surfen

08.06.2011 | Autor / Redakteur: Marius Schenkelberg / Andreas Donner

Das Skigebiet Lech-Zürs verfügt über ein ausgedehntes WLAN-Netz für seine Gäste
Das Skigebiet Lech-Zürs verfügt über ein ausgedehntes WLAN-Netz für seine Gäste

Vom Berg ins weltweite Netz, diesen „Surfertraum“ hat der österreichische Skiort Zürs in die Realität umgesetzt. Hier können die Gäste seit Kurzem über 45 Hotspots auf das neue WLAN-Netz zugreifen, das sich auf insgesamt fünf Hotels sowie mehrere öffentliche Plätze innerhalb des Skigebietes erstreckt. Triebfeder des Projekts, das gemeinsam mit WLAN-Experten von Meraki Networks umgesetzt wurde, sind zahlreiche Zürser Familien und Betrieben, zusammengeschlossen in der Zuers.net Betriebs GmbH.

Der Blick schweift über das Bergpanorama, man tankt neue Kräfte für die kommende Abfahrt und genießt die wärmende Sonne auf der Terrasse der Bergstation – plötzlich meldet das Smartphone eine neue Nachricht: „Tolles Foto bei Facebook, ihr habt ja ein Traumwetter!“, schreibt der Arbeitskollege, der im 200 km entfernten Büro sitzt.

Auch im Urlaub wünschen sich viele Gäste einen Internetzugang, um die Fotos vom Ferienort mit Freunden über soziale Netzwerke zu teilen oder E-Mails zu lesen. Zudem sind Geschäftsleute oftmals auf den Zugriff zum weltweiten Netz angewiesen, damit sie ihre Geschäftskorrespondenz auch während des Urlaubs abwickeln können.

Im Skigebiet Zürs standen für den Internetzugang bislang lediglich einzelne Hotspots in einigen Hotels zur Verfügung. Aufgrund des zunehmenden Bedarfs der Urlaubsgäste für einen zuverlässigen Online-Zugang reichten diese wenigen „Türen in die virtuelle Welt“ nun nicht mehr aus. Um diesen Missstand zu beseitigen, entschieden sich die Zürser Verantwortlichen dazu, drahtloses Internet in sämtlichen Hotels sowie darüber hinaus an öffentlichen Plätzen im Skigebiet einzurichten. Ziel war es, den Gästen einen unkomplizierten sowie komfortablen Zugang ins weltweite Netz anzubieten – und das von jedem internetfähigen Gerät, ob Laptop, Netbook oder Smartphone. Von der Etablierung der WLAN-Abdeckung sollten insbesondere die internationalen Touristen profitieren, für die die Nutzung des österreichischen Mobilfunk-Netzes bislang mit hohen Roamingkosten verbunden war.

Retter ohne Furcht und Kabel

Im Sommer des vergangenen Jahres schuf die Zuers.net Betriebs GmbH mit der Verlegung eines Glasfasernetzes die Grundlage für eine schnelle, gebietsweite Internetverbindung. „Das gemeinsame Glasfasernetz bietet uns die Möglichkeit, den modernen Anforderungen unserer Gäste gerecht zu werden und hohe Bandbreiten für den Internetzugang anzubieten“, unterstreicht Gebhard Jochum, Obmann des Tourismusvereins Zürs und Geschäftsführer des 5-Sterne-Hotels Lorünser.

Zeitgleich wurde das Projekt „zuers.net“ ins Leben gerufen, in dem sich verschiedene Partner zusammenschlossen, um nach einer geeigneten Zugangslösung zu suchen und das WLAN-Netz zu realisieren. Zu den Mitgliedern zählen unter anderem das unabhängige IT-Beratungsunternehmen Berglaut, die Consulting- & Systemmanagement-Gesellschaft Teleport, das Biomasseheizwerk Zürs und die Fernsehgemeinschaft FSG Arlberg. „Außerdem nutzen wir diese Gelegenheit und schaffen etwas Einmaliges. Sämtliche Betriebe stellen ihre WLAN-Infrastruktur zur Verfügung und ermöglichen es so, praktisch im gesamten Ortsgebiet ‚zuers.net’ zu empfangen“, erklärt Jochum weiter.

Das zentrale Problem in Bezug auf die Planungen für das WLAN-Netzwerk bestand in der Architektur der Hotelgebäude, die während der mehr als 100-jährigen Tradition des Skiortes über die Jahrzehnte hinweg individuell gewachsen waren. Eine auf Verkabelung basierende Lösung hätte in diesem Fall zu viel Aufwand bedeutet. Auf Grund der baulichen Strukturen entschieden sich die „zuers.net“-Mitarbeiter deshalb für die Einrichtung eines WLANs auf Basis verschiedener Produkte von Meraki Networks, einem US-amerikanischen Hersteller drahtloser Netzwerklösungen.

Innerhalb der Evaluierungsphase stellte sich heraus, dass Meraki unter anderem mit der automatischen Meshing-Funktion der einzelnen Access Points einen entscheidenden Vorteil bietet. Durch dieses Feature ließ sich die Anzahl der Verkabelungen auf ein Minimum reduzieren und dabei dennoch ein flächendeckendes Netzwerk erreichen. Außerdem überzeugte das elegante Design der Access Points. Sie sind sichtbar in öffentlichen Bereichen mit Publikumsverkehr angebracht.

Unkomplizierte und schnelle Konfiguration

Das Berglaut-Team installierte insgesamt 45 Access Points (APs) in vier Hotels, einem Wohnhaus sowie an verschiedenen öffentlichen Plätzen im Zürser Skigebiet. Dabei setzten die Experten auf eine Zusammenstellung aus den Access Point-Typen MR11, MR12, MR16 und MR58. Deren spezifische Eigenschaften gewährleisten eine umfassende und effiziente Netzabdeckung. So ist der AP MR58 beispielsweise besonders robust und wurde deshalb im Außenbereich montiert. Im Hinblick auf die technischen Leistungen bieten die Geräte mittels der 802.11n-WLAN-Technologie alle einen hohen Datendurchsatz.

Die Grundlage des Meraki-WLAN-Netzwerkes bildet der Cloud Controller. Mit dessen Hilfe lassen sich alle Access Points zentral verwalten und skalieren. Dadurch waren die Berglaut-Experten in der Lage, innerhalb von nur knapp drei Stunden 12 Zugangspunkte einzurichten. Nach der Installation benötigten die Techniker nur rund 30 Minuten, um die Geräte zu implementieren sowie zu konfigurieren. Zu den einzigen Montagevoraussetzungen zählten eine existierende Internetverbindung sowie ein freier Zugang zum Cloud Controller.

Für eine optimale Performance der Netzwerke hat Meraki weltweit eine hochverfügbare, verteilte Architektur errichtet, die auf Grund ihrer Redundanz keinen „Single Point of Failure“ aufweist. Über den Globus sind zahlreiche Rechenzentren verteilt, die mit einem automatischen „Failover“ ausgestattet sind, sodass die Nutzer selbst bei einer Störung der Meraki-Rechner nicht auf ihre WLAN-Verbindung verzichten müssen.

Mittels der web-basierenden Kontrolloberfläche haben die Netzwerkverantwortlichen zu jeder Zeit einen Überblick über das WLAN-System. Es erfolgt eine permanente Überwachung des Netzwerks sowie eine Echtzeit-Diagnose, die im Falle von Komplikationen zeitnah warnt. Weiteres Plus der Lösung von Meraki ist die unbegrenzte Skalierbarkeit. Zudem ist das Netzwerk besonders sicher, da vertrauliche Daten nicht zum Cloud Controller übertragen werden.

weiter mit: Mit Meshing und Shaping das Netzwerk im Griff

 

Das Skigebiet Lech-Zürs

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