Mobilfunkspektren für 10 Gbit/s und Standortvorteile gesucht

Huawei will Europa von 5G überzeugen

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Huaweis Roadmap beschreibt den Weg von LTE-Advanced zu 5G.
Huaweis Roadmap beschreibt den Weg von LTE-Advanced zu 5G. (Bild: Huawei)

5G und die europäische Wirtschaft werden voneinander profitieren, glaubt Huawei und arbeitet bereits heute am Nachfolger aktueller LTE-Netze. Ab 2020 sollen Anwender und Maschinen dann mit zehn Gbit/s kommunizieren.

Entschlossen will Huawei die Realisierung der fünften Mobilfunkgeneration (5G) angehen. Wenngleich die Technik nicht vor 2020 auf den Markt kommt, investiert der TK-Ausrüster bereits heute in Forschung sowie Entwicklung und setzt auf eine "partnerschaftliche Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen, Konsortien, Universitäten und führenden Innovationsplattformen" – etwa auf einem unter dem Titel "5G@Summit" organisierten Workshop, der Anfang Februar in München stattfand.

Huawei glaubt an eine allgegenwärtige Vernetzung, welche die gesamte vertikale Industrie revolutionieren und neue, innovative Industriezweige hervorbringen werde. Mit Bandbreiten über zehn Gbit/s werde 5G den Weg für virtualisierte Cloud-Computing-Plattformen oder ein wachsendes Internet der Dinge ebnen.

Die eigene 5G-Vision skizziert Huawei in einem Anfang des Jahres vorgestellten Whitepaper. Darin liefert der Hersteller nicht nur eine Roadmap, sondern schneidet auch regulatorische Herausforderungen an. So benötigten die kommenden Mobilfunknetze zwischen 500 MHz und einem GHz an zusätzlichem Frequenzspektrum.

Als Voraussetzung für 5G nennt Huawei die erfolgreiche, weltweite Umsetzung von LTE. Europa spiele in diesem Prozess eine wesentliche Rolle und könnte wirtschaftlich von den schnellen Mobilfunknetzen profitieren.

Nach eigenen Angaben investiert Huawei seit 2009 in 5G und will die Entwicklung innovativer 5G-Technologien bis 2018 mit weiteren 600 Millionen US-Dollar unterstützen. Forschung und Entwicklung in Europa fördere man beispielsweise im Rahmen des Programms "Horizon 2020"; dabei spiele das Huawei European Research Centre (ERC) eine zentrale Rolle. Als Teil des europäischen Forschungskonsortiums METIS gehöre das Huawei ERC zu den Vorreitern der 5G-Forschung und entwickle zentrale technische Komponenten der 5G-Mobilfunkschnittstelle. Darüber hinaus sei das Forschungszentrum eines der wichtigsten Mitglieder des Advanced 5G Infrastructure Public-Private Partnership Programms (5GPPP) der Europäischen Kommission.

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