Cisco bleibt top – HP, Juniper und BNT die hartnäckigsten Verfolger, Teil 1

Gartner untersucht den Markt für Data Center Ethernet Switches

12.08.2010 | Redakteur: Ulrike Ostler

Im vergangenen Jahr hat Cisco die meisten Switch-Ports für Einsatz im Rechenzentrum ausgeliefert. BNT, Juniper und HP sind die Verfolger. Grafik: Gartner
Im vergangenen Jahr hat Cisco die meisten Switch-Ports für Einsatz im Rechenzentrum ausgeliefert. BNT, Juniper und HP sind die Verfolger. Grafik: Gartner

Der Markt für Data Center Ethernet Switches ist ein attraktiver und durchaus wettbewerbsstarker, so die Gartner-Studie „Data Center Ethernet Switches, Worldwide 2010“. Danach wurden damit im Vorjahr 1,9 Milliarden Dollar verdient sowie rund 10,1 Millionen Gigabit- und 10-Gigabit-Ethernet-Ports ausgeliefert. Den Löwenanteil beansprucht Cisco mit 53,1 Prozent der Ports und 47,8 Prozent des Umsatzes.

Insgesamt beträgt der Umsatzanteil an Gigabit und 10-Gigabit-Ethernet-Switches für Rechenzentren 13, 8 Prozent im Vergleich zum gesamten Ethernet-Switch-Markt. Die Anzahl von 10,1 Millionen Ports machen allerdings nur 3.3 Prozent aller an Unternehmen ausgelieferten Ports aus.

Zudem erfüllt das Gros der Geräte, die in Rechenzentren eingebaut werden, keine spezifischen Ansprüche, die eine solche Umgebung erfordern könnte. Doch das kann sich in Zukunft ändern, so Naresh Singh und Severine Real, die Verfasser der Gartner-Studie, die im Juli dieses Jahres erschienen ist.

Im Vergleich zum gesamten Switch-Markt, fällt die Anzahl der ausgelieferten Systeme für Datacenter gering aus. Quelle: Gartner/Dataquest
Im Vergleich zum gesamten Switch-Markt, fällt die Anzahl der ausgelieferten Systeme für Datacenter gering aus. Quelle: Gartner/Dataquest

Zu solchen speziellen Bedingungen zählen sie das „Lossless Ethernet“ und die Unterstützung von virtuellen Umgebungen. Zu den weiteren Anforderungen und damit Trends zählt,

  • dass 10 Gigabit Ethernet tatsächlich in allen Schichten benötigt wird. Für Backbones heißt das: Hier sind 40 und 100 Gigabit gefragt.
  • Gebraucht werden zudem „Non-blocking“ Fabric Switches mit eins-zu-eins Interace-Links. „Oversubsciption“ brauche in virtuellen Umgebungen nun wirklich niemand mehr“, so die Autoren.
  • Die neuen Geräte dürfen kaum Latenzen zulassen. Im Allgemeinen gilt derzeit eine Obergrenze von 5 Microsekunden, im Fall von Small Form Factor Pluggable Plus (SFP+) Links geht es in den Bereich von Nanosekunden.
  • Außerdem geht der Trend zu flachen Topologien. Denn damit sinkt die Anzahl der Hops und der Overhead und somit die Latenzzeiten.
  • Die Switches müssen selbst virtualisierbar sein, um sich nahtlos in virtuelle Umgebungen einfügen zu lassen. Das Management muss sich den Anforderunegn an die Verwaltung und Migration in virtuellen Umgebungen anpassen, durch entsprechende Services und Regeln. „v-motion“ ist hier ein wichtiges Stichwort.
  • Das bedeutet auch, dass die Netze skalierbarer als je zuvor sein müssen, ohne dass mehr Overhead erzeugt wird. Grenzen durch Spanning Tree und Virtual Local Area Networks (VLANs) werden aufgehoben werden.
  • Damit sind auch die Failover-Zeiten, die bisher etwa durch Spanning Tree im Bereich mehrere Sekunden gegeben sind, passé. Das Design sollte ein Failover in Millisekunden-Bereich erlauben.
  • Zunehmend wichtig für die Umwelt und die Berechnungen der Kunden ist der Stromverbrauch. Dieser sollte sich pro 10-Gigabit-Ethernet-Port unter 10 Watt bewegen, bei Embedded Blade Switches darunter. Für eine optimale Kühlung eignet sich der eine Luftstrom von vorne nach Hinten am besten.

weiter mit: Wann kommen dedizierte Switches?

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